Bitcoin Power-Law-Korridor
Auf einer Log-Skala folgt der Bitcoin-Kurs seit 15 Jahren erstaunlich eng einer Potenzgesetz-Geraden (Bestimmtheitsmaß R²=0,96). Rund um diese Trendlinie spannen wir einen Korridor aus den historischen Abweichungen: grün unterhalb (historisch günstig), rot oberhalb (teuer). Aktuell liegt der Kurs -45 % unter dem Trend: gemessen am Trend stand er damit höher als an 20 % aller bisherigen Tage, also „Günstig". Das beschreibt die Vergangenheit; ein Potenzgesetz ist keine Naturkonstante und keine Prognose.
Kurs, Trend & Bewertungs-Korridor
Schwarze Linie = Kurs, gestrichelt = der geschätzte Trend (Fair Value). Die Bänder sind die historischen Abweichungen: je grüner, desto günstiger war der Kurs relativ zum Trend; je röter, desto teurer.
Methodik & Daten
Häufige Fragen
01Was ist das Power-Law (Potenzgesetz) bei Bitcoin?
Trägt man Bitcoins Kurs und das Alter seit dem Genesis-Block beide logarithmisch auf, ergibt sich über 15 Jahre nahezu eine Gerade, ein sogenanntes Potenzgesetz: der Kurs wächst ungefähr mit der Zeit hoch 5,6. Wir schätzen diese Gerade per Regression aus unserer eigenen Tageskurs-Reihe; das Bestimmtheitsmaß liegt bei R²=0,96.
02Ist Bitcoin gerade teuer oder günstig?
Gemessen am 15-Jahre-Trend liegt der Kurs aktuell -45 % darunter. An 20 % aller bisherigen Tage lag der Kurs relativ zum Trend tiefer als heute, das ergibt die Zone „Günstig". Das ist eine Einordnung relativ zur eigenen Historie und keine Kursprognose.
03Wie entstehen die fünf Bewertungszonen?
Für jeden Tag seit 2010 messen wir, wie weit der Kurs über oder unter der Trendlinie lag, und sortieren alle diese Abweichungen der Größe nach. Die Zonengrenzen sind Positionen in dieser sortierten Reihe: die 10 % der Tage mit der kleinsten Abweichung ergeben „Stark unterbewertet", die nächsten 20 % „Günstig", die mittleren 40 % „Fair", darüber spiegelbildlich „Teuer" und „Überhitzt". Solche Positionen nennt man Perzentile. Weil jede Grenze aus den Daten selbst fällt, verschiebt sie sich mit jedem neuen Tag ein Stück.
04Ist das dasselbe wie der „Rainbow-Chart"?
Verwandt, aber sauberer gerechnet. Populäre Rainbow-Charts malen die Bänder oft frei per Hand. Hier sind die Bänder die tatsächlichen Quantile der Abweichungen vom regressierten Trend, also aus den Daten reproduzierbar.
05Kann man damit den Kurs vorhersagen?
Nein. Der Korridor wird über die gesamte Historie einschließlich heute geschätzt und verschiebt sich mit jedem neuen Tag. Er zeigt, wo der Kurs relativ zu seinem eigenen langfristigen Trend steht, aber nicht, wohin er geht. Vergangene Muster wiederholen sich nicht zwangsläufig.
06Ist das eine Anlageberatung?
Nein. Die Seite zeigt ausschließlich historische Kursstatistik aus eigener Datenbank. Keine Empfehlung.