Aave DAO vor Zerreißprobe: Zweiter wichtiger Akteur kündigt Rückzug an

Die Aave Chan Initiative wird die Aave DAO bis Juli verlassen – der zweite prominente Abgang nach BGD Labs innerhalb weniger Tage.
Die Governance-Krise beim DeFi-Protokoll Aave spitzt sich weiter zu. Nach BGD Labs hat nun auch die Aave Chan Initiative (ACI) ihren Rückzug angekündigt. ACI-Gründer Marc Zeller erklärte, man werde keine Vertragsverlängerung anstreben und die Aktivitäten über vier Monate hinweg herunterfahren[1].
Auslöser der Eskalation war ein Streit über die Verwendung von Gebühreneinnahmen. Im Dezember hatte ein Community-Mitglied kritisiert, dass Einnahmen aus einer CoW-Swap-Integration an Aave Labs statt in die DAO Treasury flossen – ohne vorherige Governance-Abstimmung[1].
Daraus entwickelte sich eine grundsätzliche Debatte über Kontrolle und Rechenschaftspflicht. Ein Vorschlag von BGD Labs zur Übertragung von Brand Assets an die DAO scheiterte in einer Snapshot-Abstimmung. Im Februar brachte Aave Labs ein neues Proposal ein: 51 Millionen US-Dollar Finanzierung im Austausch gegen 100 Prozent der Einnahmen aus Aave-gebrandeten Produkten[1].
Der Vorschlag wurde mit knapp 53 Prozent angenommen. Zeller kritisierte jedoch, dass etwa 233.000 AAVE-Token aus Labs-nahen Wallets das Ergebnis entschieden hätten. Dies zeige, dass eine einzelne Entität genug Stimmgewicht besitze, um eigene Budget-Vorschläge durchzusetzen. Der Governance-Prozess sei "nicht dezentral genug", so Zellers Fazit[1].
Quellen
- [1]btc-echo.de
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