Abu Dhabi baut Bitcoin-Position massiv aus – Staatsfonds zeigen Vertrauen

Staatsfonds aus Abu Dhabi haben ihre Bitcoin-ETF-Bestände im vierten Quartal 2025 signifikant erhöht. Mubadala Investment stockte seine IBIT-Position um 45,6 Prozent auf, während Al Warda Investments weiter nachkaufte – ein starkes Signal für institutionelles Vertrauen.
Abu Dhabi setzt auf Bitcoin als langfristigen Wertspeicher
Während viele Marktteilnehmer im vierten Quartal 2025 angesichts der Bitcoin-Volatilität nervös wurden, nutzten die Staatsfonds Abu Dhabis die Gelegenheit zum Nachkauf. Die nun veröffentlichten 13F-Filings belegen: Mubadala Investment vergrößerte seine Position im BlackRock Bitcoin-Spot-ETF (IBIT) um beeindruckende 45,6 Prozent. Diese strategische Entscheidung unterstreicht einen fundamentalen Wandel in der institutionellen Wahrnehmung von Bitcoin – von einem spekulativen Asset hin zu einem etablierten Portfoliobestandteil auf Augenhöhe mit traditionellen Reservewährungen.
Die Bewegungen der emiratischen Staatsfonds sind dabei mehr als nur eine weitere institutionelle Investition. Sie bestätigen die im Dezember getätigten Aussagen von BlackRock-CEO Larry Fink, der auf dem DealBook Summit 2025 ankündigte, dass Staatsfonds die Kurskorrektur gezielt zum Aufbau langfristiger Positionen nutzten. Abu Dhabi positioniert sich damit als Vorreiter unter den Staatsfonds weltweit – und sendet ein klares Signal an andere institutionelle Investoren.
Die Fakten
Mubadala Investment, einer der größten Staatsfonds Abu Dhabis, erhöhte seine IBIT-Position von 8.726.972 Anteilen im dritten Quartal auf 12.702.323 Anteile zum 31. Dezember 2025. Dies entspricht einer Steigerung um 45,6 Prozent und einem Gegenwert von über 630 Millionen US-Dollar [1]. Der Staatsfonds hatte erstmals im vierten Quartal 2024 eine Position in Bitcoin-Spot-ETFs aufgebaut und diese seitdem kontinuierlich ausgebaut.
Parallel dazu stockte Al Warda Investments, ein Investmentvehikel des staatlichen Abu Dhabi Investment Council (ADIC), seine IBIT-Position auf 8.218.712 Anteile auf – ein Zuwachs um 3,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal [1][2]. Obwohl die Position aufgrund des gefallenen Bitcoin-Kurses in US-Dollar gerechnet von 518 Millionen auf 408 Millionen Dollar schrumpfte, zeigt die Aufstockung der Anteile das ungebrochene Vertrauen in die langfristige Wertentwicklung.
Die Strategie Abu Dhabis fügt sich in ein größeres Bild: BlackRock-CEO Larry Fink hatte im Dezember 2025 auf dem DealBook Summit erklärt, dass mehrere Staatsfonds bei Kursniveaus von 120.000, 100.000 und sogar im 80.000-Dollar-Bereich zugegriffen hätten. "Sie halten sie zu einem bestimmten Zweck, aber der Markt ist verzerrt, stark gehebelt, und deshalb gibt es mehr Volatilität", erklärte Fink damals [1]. Die nun veröffentlichten Filings bestätigen diese Aussage eindrucksvoll.
Ein Sprecher des ADIC formulierte die Beweggründe der Investition im November gegenüber Bloomberg wie folgt: "Wir betrachten Bitcoin als einen Wertspeicher, ähnlich wie Gold, und da sich die Welt immer mehr in Richtung einer digitalen Zukunft bewegt, sehen wir Bitcoin neben Gold eine zunehmend wichtige Rolle zukommen. Beide Assets tragen zur Diversifizierung unseres Portfolios bei, und wir beabsichtigen, sie im Rahmen unserer kurz- und langfristigen Strategie zu halten" [1].
Bemerkenswert ist zudem, dass IBIT die einzige Position darstellt, die Al Warda Investments in seinen 13F-Filings ausweist [1]. Dies bedeutet nicht zwangsläufig, dass der Fonds keine anderen Investitionen hält – Immobilien, Private Equity und Derivate sind in diesen Dokumenten nicht meldepflichtig. Dennoch unterstreicht es die strategische Bedeutung, die Bitcoin im Portfolio einnimmt. Darüber hinaus sollen die Vereinigten Arabischen Emirate über Mining-Aktivitäten des von der königlichen Familie kontrollierten Unternehmens Citadel Mining eine Bitcoin-Reserve von knapp 6.800 BTC aufgebaut haben, was einem Gegenwert von circa 450 Millionen US-Dollar entspricht [1].
Analyse & Einordnung
Die systematischen Nachkäufe der Abu Dhabi-Staatsfonds während der Marktkorrektur im vierten Quartal 2025 offenbaren eine fundamentale Verschiebung in der institutionellen Bitcoin-Adoption. Anders als kurzfristig orientierte Trader oder spekulative Investoren verfolgen Staatsfonds typischerweise Anlagestrategien mit Zeithorizonten von Jahrzehnten. Dass Abu Dhabi Bitcoin explizit als Wertspeicher neben Gold positioniert, ist historisch bedeutsam: Es markiert die Anerkennung von Bitcoin als monetary asset durch eine der kapitalstärksten Jurisdiktionen weltweit.
Die Tatsache, dass Mubadala Investment seine Position um 45,6 Prozent ausbaute, während der Bitcoin-Kurs volatil blieb, zeigt eine antizyklische Investmentstrategie. Staatsfonds nutzen traditionell Marktdislocationen zum Aufbau strategischer Positionen – ein Verhaltensmuster, das wir aus anderen Assetklassen kennen. Die parallelen Nachkäufe bei verschiedenen Preisniveaus (von 120.000 über 100.000 bis in die 80.000er-Region) deuten auf eine systematische Dollar-Cost-Averaging-Strategie hin, die darauf abzielt, langfristige Durchschnittspreise zu optimieren statt kurzfristige Marktbewegungen zu timen.
Interessant ist auch der geopolitische Kontext: Die VAE positionieren sich als zukunftsorientiertes Finanzzentrum und nutzen Bitcoin-Investments zur Diversifizierung weg von traditionellen Öleinnahmen. Während westliche Institutionen teilweise noch zögerlich agieren, demonstriert Abu Dhabi Handlungsfähigkeit und Weitsicht. Dies könnte einen Dominoeffekt unter anderen Staatsfonds auslösen, insbesondere in Regionen, die ebenfalls nach Alternativen zu US-Dollar-dominierten Reserven suchen. Der Umstand, dass bislang nur der luxemburgische Staatsfonds FSIL ebenfalls öffentlich bekannte Bitcoin-Positionen hält – allerdings in deutlich geringerem Umfang – unterstreicht die Vorreiterrolle Abu Dhabis [1].
Fazit
• Abu Dhabis Staatsfonds betrachten Bitcoin explizit als langfristigen Wertspeicher neben Gold und nicht als spekulatives Trading-Asset – ein fundamentaler Paradigmenwechsel in der institutionellen Wahrnehmung
• Die antizyklischen Nachkäufe während der Marktkorrektur bei verschiedenen Preisniveaus zeigen professionelles Portfolio-Management und könnten als Blaupause für andere Staatsfonds dienen
• Mit kombinierten IBIT-Positionen von über einer Milliarde US-Dollar etabliert sich Abu Dhabi als größter öffentlich bekannter staatlicher Bitcoin-Investor weltweit und sendet ein starkes Signal an zögerliche institutionelle Akteure
• Die Strategie der VAE, Bitcoin sowohl durch ETF-Investments als auch durch Mining-Aktivitäten aufzubauen, deutet auf eine umfassende nationale Bitcoin-Strategie hin, die über reine Finanzspekulation hinausgeht
• Die bestätigten Aussagen von Larry Fink über Staatsfonds-Käufe verschaffen dem Markt mehr Transparenz über institutionelle Kapitalflüsse und könnten mittelfristig weitere große Investoren ermutigen, ihre Bitcoin-Positionen öffentlich zu machen
Quellen
KI-gestützter Inhalt
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.