Altcoin-Markt im Wandel: Bitcoin Cash gewinnt an Stärke, Ripple setzt auf institutionelle Infrastruktur

Während Bitcoin Cash im Ranking aufsteigt und Bitcoin in der relativen Performance übertrifft, richtet Ripple den Blick auf institutionelle Adoption und Infrastruktur für 2026. Die Entwicklungen zeigen unterschiedliche Strategien im Altcoin-Sektor.
Bitcoin Cash kehrt in die oberen Ränge zurück
Bitcoin Cash macht derzeit mit bemerkenswerter Kursstärke auf sich aufmerksam. Der Bitcoin-Ableger hat Monero im Ranking überholt und liegt mit einer Marktkapitalisierung von rund 11,72 Milliarden US-Dollar nur etwa eine Milliarde US-Dollar hinter Cardano [2]. Eine Rückkehr in die Top-10 der größten Kryptowährungen rückt damit in greifbare Nähe.
Historisch betrachtet wäre dies kein Neuland für Bitcoin Cash. Nach dem Hard Fork im Jahr 2017 gehörte das Netzwerk über mehrere Jahre zur ersten Liga des Krypto-Marktes und rangierte zeitweise sogar unter den fünf größten digitalen Währungen [2]. In den vergangenen Jahren verlor Bitcoin Cash jedoch schrittweise an Sichtbarkeit, während andere Layer-1-Projekte in den Vordergrund rückten.
Relative Stärke gegenüber Bitcoin deutlich gestiegen
Besonders auffällig ist die Verschiebung im direkten Vergleich mit Bitcoin. Seit Februar 2025 ist das Verhältnis BTC/BCH um rund 60 Prozent gefallen [2]. Dies bedeutet, dass Bitcoin Cash im selben Zeitraum eine deutliche Outperformance gegenüber Bitcoin zeigt. In der Vergangenheit waren solche Phasen relativer Stärke häufig der Ausgangspunkt für erhöhte Aufmerksamkeit und stärkere Kapitalzuflüsse.
Die langfristige Perspektive bleibt jedoch differenziert: Seit Anfang 2020 hat Bitcoin im direkten Vergleich gegenüber Bitcoin Cash insgesamt um rund 500 Prozent an relativer Stärke gewonnen [2]. Die aktuelle Entwicklung stellt damit keine vollständige Trendumkehr dar, sondern eine Rotation innerhalb eines übergeordneten Marktzyklus.
Technische Analyse zeigt bullische Signale
In den letzten 24 Stunden bewegte sich der Bitcoin Cash-Kurs zwischen 564,20 US-Dollar und 598,00 US-Dollar. Der aktuelle Schlusskurs liegt bei 594,10 US-Dollar, was einem Plus von rund 2,79 Prozent gegenüber dem Vortag entspricht [2].
Der Kurs notiert oberhalb des EMA-20, was kurzfristig auf bullische Dynamik hindeutet. Wichtige Unterstützungslevel liegen bei 586,90 US-Dollar und 572,50 US-Dollar, während Widerstände bei 598,00 US-Dollar und etwa 621,90 US-Dollar zu finden sind [2]. Der RSI liegt bei circa 61,20 und befindet sich damit im moderaten bullischen Bereich.
Ripple-Präsidentin prognostiziert institutionelle Wende
Monika Long, Präsidentin von Ripple, blickt mit konkreten Erwartungen auf das Jahr 2026. Sie erklärt, dass die technischen und regulatorischen Grundlagen, die in den letzten Jahren geschaffen wurden, sich 2026 auszahlen sollen [1].
Ihre Prognosen umfassen vier zentrale Entwicklungen: Erstens sollen Stablecoins zum fundamentalen Abwicklungssystem des globalen Finanzwesens werden. Ripple Labs will dabei mit dem hauseigenen RLUSD und einer eigenen Banklizenz eine zentrale Rolle im institutionellen Zahlungsverkehr übernehmen [1].
Zweitens erwartet Long den Durchbruch von Krypto bei institutionellen Akteuren. Bis Jahresende sollen über eine Billion US-Dollar an digitalen Assets in Unternehmensbilanzen liegen, und rund die Hälfte der Fortune-500-Konzerne soll feste Digital-Asset-Strategien verfolgen [1].
Drittens prognostiziert die Ripple-Präsidentin eine starke Konsolidierung im Custody-Geschäft für digitale Assets. Banken sollen neue Partnerschaften aufbauen, und Übernahmen werden zunehmen. Diese Entwicklung sieht sie als Voraussetzung, um institutionellen Investoren den Zugang zu Krypto zu erleichtern [1].
Schließlich erwartet sie eine zunehmende Verschmelzung von Blockchain und Künstlicher Intelligenz. Automatisierte Treasury-Prozesse, KI-gestützte Portfolioanpassungen und datenschutzfreundliche Analysen sollen Finanzmärkte effizienter und skalierbarer machen [1].
XRP spielt in Prognosen keine explizite Rolle
Auffällig ist, dass sich Monica Long nicht direkt zu XRP äußert. Für Anleger dürfte dies enttäuschend sein, da Ripple zwar das Ökosystem vorantreibt, dem eigenen Token in diesen Zukunftsprognosen jedoch keine explizite Rolle zuschreibt [1]. Der XRP-Kurs rutschte zuletzt unter die 1,90 US-Dollar-Marke [1].
Über alle Prognosen hinweg wird deutlich, dass Ripple den Fokus klar auf Infrastruktur und institutionelle Nutzung legt. Stablecoins, Custody und Automatisierung stehen im Mittelpunkt der Strategie [1].
Quellen
- [1]btc-echo.de
- [2]btc-echo.de
KI-gestützter Inhalt
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.