Altcoin-Märkte im Umbruch: Cosmos sucht neue Tokenomics, Ripple verzichtet auf Börsengang

Während Cosmos mit einem Strategiewechsel auf die schwache ATOM-Performance reagiert, dementiert Ripple Labs IPO-Pläne. Gleichzeitig zeigt sich bei Krypto-Anlegern ein fundamentaler Wandel vom Trading-Fokus hin zu Ertragsstrategien.
Strategiewechsel bei Cosmos nach schwachem Handelsjahr
Nach einem schwierigen Jahr 2025 steht das Cosmos-Ökosystem vor einer grundlegenden Neuausrichtung. Cosmos Labs sucht externe Ökonomen, um den ATOM-Token strategisch neu zu positionieren und ein zentrales Problem zu lösen: Während die zugrunde liegende Technologie breit genutzt wird, profitierte ATOM davon bislang kaum [1].
Künftig soll ein "Revenue-driven Model" dafür sorgen, dass On- und Off-Chain-Nutzung direkte Einnahmen für das Ökosystem generiert. Mechanismen wie Gebühren, Buybacks oder höhere Staking-Erträge könnten ATOM damit erstmals klar an die wirtschaftliche Nutzung von Cosmos koppeln [1].
Trotz des schwachen Jahresverlaufs verzeichnete ATOM auf Wochensicht einen Kurszuwachs von 24 Prozent [1]. Aktuell notiert der Coin bei 2,422 US-Dollar mit einer Marktkapitalisierung von etwa 1,18 Milliarden US-Dollar [1]. Charttechnisch bewegt sich der Kurs über dem EMA-20 bei 2,3715 US-Dollar, wobei die übergeordnete Sequenz höhere Hochs und Tiefs aufweist [1].
Ripple Labs bleibt privat – XRP unter Druck
Während Analysten Ende Dezember Ripple Labs noch als einen der aussichtsreichsten Kandidaten für einen Krypto-Börsengang 2026 mit einer möglichen Bewertung von bis zu 50 Milliarden US-Dollar einstuften, erteilt die Unternehmensführung solchen Plänen nun eine klare Absage [3].
"Derzeit planen wir weiterhin, privat zu bleiben", erklärte Monica Long, Präsidentin von Ripple Labs, gegenüber Bloomberg. Die übliche Strategie hinter einem Börsengang sei der Zugang zu Investoren und zur Liquidität öffentlicher Märkte. Für Ripple Labs bestehe jedoch keine solche Notwendigkeit: "Wir sind in einer wirklich guten Position, um in das Wachstum unseres Unternehmens zu investieren, ohne an die Börse zu gehen" [3].
Das Unternehmen verzeichnete 2025 starkes Wachstum und schloss mehrere bedeutende Übernahmen ab, darunter die des globalen Multi-Asset-Prime-Brokers Hidden Road. Mit Deals im Umfang von rund 4 Milliarden US-Dollar positioniert sich Ripple als umfassender Infrastrukturanbieter für digitale Unternehmenswerte [3].
Der XRP-Kurs reagierte negativ auf die IPO-Absage und handelt derzeit bei 2,24 US-Dollar, was einem Rückgang von 5,7 Prozent gegenüber dem Vortag entspricht [3]. Zusätzlich belastet die Kryptowährung der Rückzug des S-1-Registrierungsantrags von WisdomTree für einen Spot-ETF [3].
Strukturwandel im Nutzerverhalten: Von Meme-Coins zu Ertragsstrategien
Parallel zu den Entwicklungen bei einzelnen Projekten vollzieht sich ein grundlegender Wandel im Verhalten von Krypto-Anlegern. Vivien Lin, Produktverantwortliche (CPO) bei der Exchange BingX, beobachtet eine klare Verschiebung: "In einem abkühlenden Markt verlagert sich das Retail-Interesse von tradinglastigen Produkten hin zu zins- oder ertragsbringenden Angeboten" [2].
Besonders deutlich wird dies bei der Asset-Auswahl. "Viele Nutzer haben Meme-Token gehandelt und damit Geld verloren", erklärt Lin. Inzwischen konzentrieren sich Anleger wieder auf etablierte Assets wie Bitcoin, Ethereum oder Solana [2]. Gleichzeitig wächst das Interesse an qualitativ hochwertigen Projekten mit geringer Marktkapitalisierung für Akkumulations- oder Ertragsstrategien [2].
BingX reagiert auf diesen Trend mit Ressourcenumschichtung: "Wir setzen mehr Entwickler und Produktmanager auf Wealth-Management-Produkte an, inklusive Fonds, neuer Assets und RWA-Produkte", so Lin [2]. Besonders Real World Assets seien komplex und erforderten lange Entwicklungsprozesse, um für Retail-Nutzer verständliche Strukturen zu schaffen [2].
Lin unterscheidet dabei zwei Nutzergruppen: Krypto-native Anleger wechseln von einer Trader- zu einer Holder-Mentalität und nutzen Tools wie DCA-Strategien zur automatischen Akkumulation [2]. TradFi-Nutzer hingegen wollen vor allem die hohe Volatilität im Krypto-Markt ausnutzen und setzen auf strukturierte Produkte wie Dual Currency Notes oder Grid Bots [2].
Langfristig erwartet Lin eine Annäherung der Systeme: "Aus Systemsicht wird es in fünf Jahren kaum noch Unterschiede zwischen Krypto- und TradFi-Brokern geben" [2]. Die Plattform verfolgt eine "All-in-AI-Strategie" und kombiniert künstliche Intelligenz mit quantitativen Strategien, die aktuell sechzehn Strategietypen mit insgesamt über fünfzig Varianten umfassen [2].
Quellen
- [1]btc-echo.de
- [2]btc-echo.de
- [3]btc-echo.de
KI-gestützter Inhalt
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.