Bitcoin durchbricht 90.000-Dollar-Marke: Makroökonomische Unsicherheit bremst weiteren Aufwärtstrend

Bitcoin steigt auf den höchsten Stand seit drei Wochen, doch Options- und ETF-Daten zeigen anhaltende Vorsicht unter Investoren. Gleichzeitig belasten Sorgen um die US-Wirtschaft und steigende Bewertungen im Tech-Sektor die Stimmung.
Kryptowährung klettert trotz gedämpfter Marktstimmung
Bitcoin hat am Wochenende die psychologisch wichtige Marke von 90.000 US-Dollar überschritten und damit den höchsten Stand seit dem 12. Dezember erreicht [1]. Die Kryptowährung legte innerhalb von zwei Tagen um 3,2 Prozent zu [1], während der Kurs zwischen 89.314 und 90.481 US-Dollar pendelte [2]. Trotz dieser Erholung zeigen sich professionelle Investoren weiterhin zurückhaltend, was die weiteren Aussichten betrifft.
Die aktuelle Marktkapitalisierung von Bitcoin liegt bei rund 1,8 Billionen US-Dollar [2]. Trader stellen sich nun die Frage, ob genug Momentum vorhanden ist, um erstmals seit sieben Wochen wieder die 95.000-Dollar-Schwelle zu erreichen [1].
Makroökonomische Sorgen belasten Risikobereitschaft
Die allgemeine Wirtschaftslage dämpft den Optimismus der Anleger erheblich. Obwohl der S&P 500 nur 1,3 Prozent unter seinem Allzeithoch notiert, wachsen die Bedenken hinsichtlich einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen [1]. Besonders die schwachen Verkaufszahlen des Elektroautoherstellers Tesla sorgten für Verunsicherung: Das Unternehmen lieferte im vierten Quartal 418.227 Fahrzeuge aus – ein Rückgang von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 495.570 Einheiten [1]. Die Tesla-Aktie fiel daraufhin um 2,5 Prozent und liegt nun 12,2 Prozent unter ihrem Höchststand [1].
Der technologielastige Nasdaq-Index kämpft mit widersprüchlichen Signalen zwischen Optimismus rund um künstliche Intelligenz und Risiken durch schwächere Arbeitsmarktdaten [1]. Die Inflation bleibt ein zentrales Thema, insbesondere da die US-Regierung Steuererleichterungen zur Wirtschaftsankurbelung plant [1].
Institutionelle Investoren kehren vorsichtig zurück
Zum Jahreswechsel fielen zwei wichtige Belastungsfaktoren für Bitcoin weg. Viele US-Anleger hatten Ende 2024 gezielt Verluste aus Kryptowährungen realisiert, um durch sogenanntes "Tax-Loss Harvesting" ihre hohen Gewinne aus dem starken Aktienjahr steuerlich auszugleichen [2]. Zudem betreiben große institutionelle Investoren wie Pensionsfonds zum Jahresende häufig "Window Dressing", bei dem schlecht gelaufene Positionen wie Bitcoin-ETFs verkauft werden, um gegenüber Kunden ein besseres Portfolio-Bild zu präsentieren [2].
Derivate-Märkte signalisieren anhaltende Skepsis
Trotz der Kurserholung bleibt die Nachfrage nach gehebelten Bitcoin-Positionen verhalten. Die Futures-Basis-Rate lag am Freitag unterhalb der neutralen Schwelle, was auf mangelndes Vertrauen der Bullen hindeutet [1]. Die aktuelle annualisierte Prämie von vier Prozent gegenüber den Spot-Märkten spiegelt die Besorgnis wider, dass US-Importzölle die gesamte Wirtschaft belasten könnten [1].
Auf dem Options-Markt wurden Put-Optionen (Verkaufsoptionen) am Samstag mit einem Aufschlag gehandelt, da professionelle Trader eine höhere Kompensation für Abwärtsrisiken forderten [1]. Obwohl dieser Indikator im neutralen Bereich zwischen minus sechs und plus sechs Prozent verbleibt, ist er weit davon entfernt, bullisch zu werden [1].
Bitcoin-ETFs verzeichnen massive Abflüsse
Der Verkaufsdruck bei Bitcoin-Spot-ETFs verstärkt die vorsichtige Haltung der Investoren. Seit dem 15. Dezember verzeichneten diese Produkte Nettoabflüsse von über 900 Millionen US-Dollar [1]. Im Gegensatz dazu konnten Gold-ETFs sieben Wochen in Folge Zuflüsse verbuchen, was möglicherweise auf ein schwächeres Vertrauen in das US-Wirtschaftswachstum angesichts steigender Sorgen um die Haushaltslage der Regierung hindeutet [1].
Technische Analyse zeigt vorsichtigen Optimismus
Aus technischer Sicht bleibt die kurzfristige Prognose leicht bullisch. Der Kurs notiert oberhalb des exponentiellen gleitenden Durchschnitts EMA-20 bei 89.137 US-Dollar und zeigt seit Mitte Dezember eine Abfolge höherer Hochs und Tiefs [2]. Der Relative-Stärke-Index liegt bei 60,2 und befindet sich damit im bullischen, aber noch nicht überkauften Bereich [2].
Die erste Unterstützung liegt beim Fibonacci-Level bei 88.155 US-Dollar, gefolgt vom Bollinger-Unterband bei 87.063 US-Dollar [2]. Der unmittelbare Widerstand befindet sich beim letzten bedeutsamen Hoch von 90.962 US-Dollar [2]. Ein nachhaltiger Ausbruch über diese Marke würde die Wahrscheinlichkeit einer bullischen Fortsetzung erhöhen, während ein Bruch unter 87.000 US-Dollar kurzfristig die Volatilität steigern und bearishe Szenarien auslösen könnte [2].
Die Anleihemärkte preisen laut CME FedWatch Tool nur eine 16-prozentige Wahrscheinlichkeit ein, dass die Zinssätze bis April auf 3,25 Prozent oder darunter fallen werden [1]. Vorerst erwarten Bitcoin-Derivate-Trader keine weiteren Kursgewinne, und das Vertrauen dürfte sich nach einer einmonatigen Konsolidierung nahe 89.000 US-Dollar nur langsam wieder aufbauen [1].
Quellen
KI-gestützter Inhalt
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.