Bitcoin steigt zum Jahresstart auf 90.000 US-Dollar – Steuereffekte und Venezuela-Krise beeinflussen Markt

Die führende Kryptowährung verzeichnet zum Jahresbeginn deutliche Gewinne und erreicht die 90.000-Dollar-Marke. Während das Ende des Tax-Loss Harvesting für Auftrieb sorgt, reagiert der Markt kurzfristig auf geopolitische Spannungen.
Krypto-Markt startet stark ins neue Jahr
Bitcoin notiert zum Wochenendstart knapp unterhalb der 90.000-US-Dollar-Marke, nachdem die Kryptowährung am Donnerstagabend sogar rund 90.800 US-Dollar erreichte [1]. Im 24-Stunden-Vergleich steht BTC damit knapp ein Prozent höher [1]. Auch andere führende Kryptowährungen verzeichnen deutliche Gewinne: Ethereum klettert auf über 3.100 US-Dollar mit einem Plus von rund zwei Prozent [1].
Besonders stark präsentiert sich XRP, das die 2-US-Dollar-Marke zurückerobern konnte und im betrachteten Zeitraum um etwa sieben Prozent zulegte [1]. Solana verzeichnet einen Kursgewinn von rund 2,5 Prozent und wird nun bei 130 US-Dollar gehandelt [1]. Den Markt führt jedoch der Memecoin-Sektor an: PEPE sprang um rund 20 Prozent in die Höhe, Fartcoin legte um etwa 14 Prozent zu und Dogecoin gewann knapp neun Prozent [1].
Steuerliche Effekte als Kurstreiber
Während der US-Aktienmarkt sowie Edelmetalle einen schwierigen Start ins neue Jahr erleben, kann der Krypto-Markt an breiter Front zulegen [1]. Analysten führen dies auf mehrere Faktoren zurück. In den USA nutzten viele Anleger das Jahresende 2025 gezielt für Tax-Loss Harvesting, indem sie Krypto-Verluste realisierten, um ihre hohen Kapitalerträge aus dem starken Aktienjahr steuerlich auszugleichen [1].
Zusätzlich spielt das sogenannte Window Dressing eine Rolle: Institutionelle Investoren verkaufen zum Jahresende oft schlecht gelaufene Titel und kaufen stattdessen Gewinner, um ihre Bilanz gegenüber Kunden attraktiver zu präsentieren [1]. Dieser Prozess führte dazu, dass Bitcoin-ETFs im Dezember zusätzlich unter Druck gerieten, während Trends bei Gewinnern künstlich verstärkt wurden [1]. Parallel dazu sicherten viele Fondsmanager ihre Jahresgewinne und Boni ab, indem sie riskante Positionen wie solche auf Kryptowährungen auflösten oder zumindest nicht neu einstiegen [1].
Geopolitische Spannungen belasten kurzfristig
Trotz des positiven Starts reagierte Bitcoin am Samstag auf militärische Aktionen der USA in Venezuela. Die Kryptowährung fiel nach Höchstständen nahe 90.940 US-Dollar auf Bitstamp zurück [2]. Präsident Donald Trump verkündete auf Truth Social, dass Venezuelas Präsident gefasst und außer Landes geflogen worden sei [2].
"Wir sehen kurzfristig etwas Verkaufsdruck aufgrund der laufenden US-Aktionen gegen Venezuela, aber ich bleibe kurzfristig optimistisch", reagierte das Analytics-Konto @Wealthmanager in einem Post auf X [2]. "Wenn sich diese Situation nicht weiter verschärft, sehe ich die Bewegung als vorübergehenden Rücksetzer, mit einer wahrscheinlichen baldigen Erholung. 96.000 bis 100.000 US-Dollar bleiben mein Ziel für die kommenden Tage/Wochen" [2].
Krypto-Analyst Lennaert Snyder betonte, dass vieles von der Rückkehr traditioneller Finanzmärkte in der kommenden Woche abhänge: "Es gibt viel geopolitische Spannung und nächste Woche werden die großen Akteure zurückkehren. Wir werden also wahrscheinlich nach dem Wochenende mehr Volatilität bei Bitcoin sehen" [2].
Technische Aussichten und Gold-Rotation
Krypto-Trader Michaël van de Poppe beschrieb Bitcoins jüngste Bewegung als "klassische" Venezuela-Reaktion und behielt einen optimistischen Ausblick bei. "Die Richtung für Januar ist klar: aufwärts, solange Bitcoin über dem 21-Tage-MA bleibt", schloss er unter Bezugnahme auf den 21-Tage-Simple-Moving-Average bei 87.850 US-Dollar [2].
Bemerkenswert ist auch Bitcoins relative Stärke gegenüber Gold über die Neujahrsfeiertage. Nachdem Gold am 26. Dezember neue Allzeithochs von 4.551 US-Dollar pro Unze erreicht hatte, fiel XAU/USD um bis zu sechs Prozent, während BTC/USD gleichzeitig um bis zu fünf Prozent zulegte [2]. Die Trading-Ressource Bull Theory kommentierte: "Eine wichtige Sache ist, dass das letzte Mal, als Bitcoin seine parabolische Rally begann, nachdem Gold den Höhepunkt erreicht hatte" [2].
Quellen
KI-gestützter Inhalt
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.