Bitcoin-Community ruft zu JPMorgan-Boykott auf: Strategy droht Index-Ausschluss

Nach Warnungen von JPMorgan-Analysten vor möglichen Zwangsverkäufen und der Kontokündigung von Strike-CEO Jack Mallers mobilisiert die Bitcoin-Community gegen die US-Großbank.

Eskalierender Konflikt zwischen Wall Street und Bitcoin-Branche

Der Konflikt zwischen der Bitcoin-Community und der US-Großbank JPMorgan hat sich deutlich verschärft. Auslöser ist eine Kombination aus einem kritischen Research-Bericht zu Strategy und der überraschenden Schließung der Bankkonten von Strike-CEO Jack Mallers. In sozialen Netzwerken rufen Bitcoin-Befürworter nun zum Boykott von JPMorgan auf [1][3].

Im Zentrum der Kontroverse stehen Pläne des Indexanbieters MSCI, Krypto-Treasury-Unternehmen wie Strategy ab Januar 2026 möglicherweise aus wichtigen Aktienindizes wie dem MSCI World auszuschließen [1]. JPMorgan-Analysten warnten in diesem Zusammenhang vor massiven Zwangsverkäufen: Bis zu 2,8 Milliarden US-Dollar könnten allein aus MSCI-Indizes abfließen, im Extremfall sogar bis zu 8,8 Milliarden US-Dollar, falls andere Indexanbieter nachziehen [1].

Hedging-Strategie belastet Strategy-Aktie

Die vorgeschlagene MSCI-Regeländerung würde Treasury-Unternehmen mit mehr als 50 Prozent Krypto-Anteil in der Bilanz den Index-Status kosten [3]. Dies könnte indexnahe Fonds und ETFs zwingen, ihre Bestände mechanisch zu reduzieren – mit entsprechendem Druck auf den Aktienkurs.

Laut BitMine-Chairman Tom Lee hat sich Strategy zur bevorzugten Hedging-Option für Bitcoin-Investoren entwickelt. "Jemand kann die sehr liquide Optionskette von MicroStrategy nutzen, um sein gesamtes Krypto-Portfolio abzusichern", erklärte Lee gegenüber CNBC [2]. Diese Dynamik habe Strategy zu einem "unbeabsichtigten Druckventil" für den Kryptomarkt gemacht.

Trotz des Gegenwinds bleibt Strategy-Chairman Michael Saylor seiner Strategie treu. "Strategy ist kein Fonds, kein Trust und keine Holding-Gesellschaft", stellte Saylor klar und bezeichnete sein Unternehmen als "Bitcoin-gestützte Structured-Finance-Firma" [3]. Am 17. November gab Strategy bekannt, weitere 8.178 BTC für 835,6 Millionen US-Dollar erworben zu haben, womit sich der Gesamtbestand auf 649.870 BTC im Wert von fast 56 Milliarden US-Dollar erhöhte [2].

Kontokündigung befeuert "Debanking"-Debatte

Zusätzliche Brisanz erhält der Konflikt durch die Schließung der Bankkonten von Jack Mallers. JPMorgan Chase kündigte die Konten des Strike-CEO ohne vorherige Warnung und ohne konkrete Begründung [1]. In einem von Mallers veröffentlichten Schreiben verwies die Bank lediglich auf "auffällige Aktivitäten" und ihre Verpflichtung zur Integrität des Finanzsystems [1].

Der Vorfall befeuert Spekulationen über ein systematisches "Krypto-Debanking" im Rahmen der viel diskutierten "Operation Chokepoint 2.0" [1]. Trotz einer Executive Order von US-Präsident Donald Trump, die Unternehmen mit Strafen droht, wenn sie Krypto-Geschäfte systematisch vom Bankensystem ausschließen, scheint die Praxis in der täglichen Compliance-Arbeit fortzubestehen [1].

Boykott-Aufrufe gewinnen an Dynamik

In der Bitcoin-Community verdichtet sich das Narrativ eines koordinierten Vorgehens gegen Krypto-Geschäftsmodelle. "Ich habe gerade 20 Millionen Dollar von Chase abgezogen", erklärte Immobilieninvestor und Bitcoin-Befürworter Grant Cardone [3]. Bitcoin-Advocate Max Keiser rief dazu auf: "Crash JP Morgan und kauft Strategy und BTC" [3].

Parallel zeigen Daten von DefiLlama einen deutlichen Rückgang der Zuflüsse in Digital Asset Treasuries (DAT): Von fast 11 Milliarden Dollar im September auf etwa 2 Milliarden Dollar im Oktober – ein Rückgang um 80 Prozent. Im November erreichten die Zuflüsse bis Mitte des Monats nur etwa 500 Millionen Dollar [2].

Ob es sich um isolierte Compliance-Entscheidungen oder ein strukturelles Problem im Umgang des traditionellen Finanzsektors mit Bitcoin-Geschäftsmodellen handelt, dürfte in den kommenden Monaten zum regulatorischen Zankapfel werden [1].

KI-gestützter Inhalt

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.

MicroStrategy and JPMorgan Conflict

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