Bitcoin-Derivatemarkt zeigt Anzeichen von Deleveraging, da Open Interest seit Oktober um 31% gefallen ist

Die Bitcoin-Derivatemärkte haben in den letzten drei Monaten einen erheblichen Rückgang des Open Interest erlebt, wobei Analysten das Deleveraging als mögliche Grundlage für eine zukünftige Preiserholung bei reduziertem Marktrisiko betrachten.
Starker Rückgang der Derivateaktivität
Die Bitcoin-Derivatemärkte haben einen erheblichen Rückgang des Open Interest erlebt, der seit Oktober um 31% gefallen ist – ein Vorgang, den Analysten als gesunde Marktneuausrichtung charakterisieren [1]. Der Rückgang stellt eine bedeutende Auflösung gehebelte Positionen dar, die sich während der Handelsaktivität des vergangenen Jahres angesammelt hatten.
Laut dem On-Chain-Analyseanbieter CryptoQuant signalisiert dieser Deleveraging-Trend historisch gesehen wichtige Markttiefs und schafft eine solidere Grundlage für potenzielle Preisanstiege [1]. Der in der Analyse zitierte Krypto-Analyst Darkfost merkte an, dass solche Neuausrichtungen traditionell bedeutende Wendepunkte markiert haben, indem sie überschüssige Hebelwirkung effektiv aus dem Markt entfernen [1].
Von Rekordhöhen zur Neuausrichtung
Der Derivatemarkt erlebte im vergangenen Jahr einen als "spekulativen Rausch" beschriebenen Zustand, der das Open Interest von Bitcoin am 6. Oktober auf einen beispiellosen Höchststand von über 15 Milliarden US-Dollar trieb [1]. Dies stellte eine dramatische Eskalation im Vergleich zum vorherigen Bullenmarktzyklus dar, als das Open Interest auf Binance im November 2021 5,7 Milliarden US-Dollar erreichte – was bedeutet, dass sich die Derivateaktivität im Jahr 2025 nahezu verdreifacht hat [1].
Aktuelle Daten von CoinGlass zeigen, dass das gesamte Bitcoin-Open Interest über alle Börsen und Derivatemärkte hinweg bei etwa 65 Milliarden US-Dollar liegt, was einem Rückgang von 28% gegenüber dem Höchststand von etwas über 90 Milliarden US-Dollar Anfang Oktober entspricht [1]. Diese Zahlen stimmen eng mit den prozentualen Rückgangsberechnungen von CryptoQuant überein.
ETF-Zuflüsse steigen parallel zur Preisrally
Während die Derivateaktivität schrumpft, haben Spot-Bitcoin-Exchange-Traded-Funds eine bemerkenswerte Kehrtwende erlebt und am Mittwoch Zuflüsse von 843,6 Millionen US-Dollar verzeichnet – der größte Tageszufluss des Jahres 2026 [2]. Über einen Zeitraum von drei Tagen sammelten Spot-Bitcoin-ETFs mehr als 1,7 Milliarden US-Dollar an und glichen damit frühere Abflüsse von etwa 1,4 Milliarden US-Dollar aus, die zwischen dem 6. und 9. Januar verzeichnet wurden [2].
BlackRocks iShares Bitcoin ETF führte mit 648 Millionen US-Dollar an Mittwochszuflüssen, während Fidelitys Wise Origin Bitcoin Fund 125,4 Millionen US-Dollar beisteuerte [2]. ARK Invests ARK 21Shares Bitcoin ETF und Bitwise Bitcoin ETF trugen jeweils fast 30 Millionen US-Dollar und 10,6 Millionen US-Dollar bei [2].
Für den gesamten Januar haben Spot-Bitcoin-ETFs über neun Handelstage hinweg 1,5 Milliarden US-Dollar angezogen, was eine bemerkenswerte Trendwende darstellt [2].
Preisentwicklung und Marktstimmung
Der institutionelle Investitionsschub fiel mit Bitcoins Rückkehr zu Zweimonatshöchstständen über 97.000 US-Dollar am Mittwoch zusammen, wobei der Kurs kurzzeitig 97.957 US-Dollar berührte, bevor er sich auf 96.642 US-Dollar zurückzog [2]. Die Kryptowährung hat seit Jahresbeginn fast 10% zugelegt [1].
Der Crypto Fear & Greed Index spiegelte die sich verbessernde Stimmung wider und sprang am Mittwoch auf 61, womit er erstmals seit Oktober das "Gier"-Territorium betrat [2].
Analysten weisen darauf hin, dass Preisrallys, die von sinkendem Open Interest begleitet werden, häufig darauf hindeuten, dass gehebelte Short-Positionen liquidiert oder geschlossen werden [1]. Dieses Muster beseitigt Verkaufsdruck aus dem Markt, da Trader, die gegen Bitcoin gewettet haben, ihre Positionen mit Verlusten verlassen, was ein als "Short Squeeze" bekanntes Szenario schafft [1]. Solche Preissteigerungen gelten als nachhaltiger, da sie durch Spot-Käufe und nicht durch übermäßige Hebelwirkung getrieben werden [1].
Vorsichtiger Ausblick bleibt bestehen
Trotz der jüngsten positiven Entwicklungen warnte der Krypto-Derivateanbieter Greeks Live, dass der Derivatemarkt "noch nicht in eine strukturell bullische Phase eingetreten ist" [1]. Das Unternehmen charakterisierte die aktuellen Handelsmuster als "eine reaktive Antwort auf den plötzlichen Anstieg, wobei der langfristige Ausblick sich noch nicht in Richtung eines Bullenmarktes verschiebt" [1].
Auf den Deribit Bitcoin-Options-Märkten liegt die höchste Konzentration des Open Interest beim Strike-Preis von 100.000 US-Dollar mit einem Nominalwert von 2,2 Milliarden US-Dollar, was auf eine bullische Positionierung mit mehr Long-Call-Wetten als Short-Puts hindeutet [1]. Analysten warnen jedoch, dass das Open Interest weiter schrumpfen könnte, wenn Bitcoin weiter fällt und vollständig in das Bärenmarktterritorium eintritt, was möglicherweise ein tieferes Deleveraging und eine verlängerte Korrekturphase signalisieren würde [1].
Quellen
KI-gestützter Inhalt
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