Bitcoin erreicht historische Verlustzone: Sechsmonatiger Kapitulationszyklus beginnt

Bitcoin erreicht historische Verlustzone: Sechsmonatiger Kapitulationszyklus beginnt

Bitcoin-Trader verkaufen nun erstmals seit 2022 mit Verlust, was ein historisch bedeutsames Kapitulationsmuster auslöst, das in der Vergangenheit sechs Monate oder länger andauerte und Rückgängen von 25-50% vorausging.

Bitcoin erreicht historische Verlustzone: Sechsmonatiger Kapitulationszyklus beginnt

Bitcoin hat eine kritische Schwelle überschritten, die historisch gesehen den Beginn einer ausgedehnten Marktschwäche signalisiert. Zum ersten Mal seit den Tiefen des Bärenmarktes von 2022 verkaufen Trader ihre Bestände systematisch mit Verlust – eine Entwicklung, die laut On-Chain-Daten monatelang anhalten und die Preise möglicherweise deutlich tiefer treiben könnte. In Kombination mit dem Verlust wichtiger technischer Unterstützungsniveaus und zunehmendem makroökonomischem Druck scheint die weltweit größte Kryptowährung in eine Kapitulationsphase einzutreten, die sich nach früheren Zyklen zu urteilen möglicherweise nicht schnell auflösen wird.

Die Fakten

Bitcoins Realized Profit/Loss Ratio (90-Tage-Durchschnitt) ist unter 1 gefallen, was darauf hinweist, dass Trader ihre BTC-Bestände nun mit Verlust abstoßen – ein Verhalten, das typischerweise mit Panikverkäufen, Margin-Druck oder breiteren Risk-off-Bedingungen verbunden ist [1]. Das Unterschreiten dieser Schwelle von 1 ist besonders bedeutsam, da solche Brüche historisch gesehen mindestens sechs Monate der Verlustrealisierung vorausgingen, so Glassnode [1].

Die Kursentwicklung selbst war unerbittlich. Bitcoin fiel am Wochenende unter das kritische Unterstützungsniveau von 65.000 US-Dollar, mit einem schnellen Rückgang von 5% innerhalb von etwa zwei Stunden [3]. Zu Beginn dieser Woche war BTC in Richtung 60.000 US-Dollar gefallen, was einem täglichen Rückgang von fast 3% entspricht [2]. Noch kritischer: Bitcoin schloss eine Wochenkerze unter seinem exponentiellen 200-Wochen-Durchschnitt (EMA) nahe 67.628 US-Dollar – zum ersten Mal seit Oktober 2023 –, womit ein technischer Aufwärtstrend endete, der 882 Tage oder 126 Wochen gedauert hatte [4].

Krypto-Analyst Rekt Capital merkte zur Schwere dieses technischen Bruchs an: "Dies bedeutet technisch gesehen, dass der EMA als Unterstützung verloren gegangen ist und dass der Preis ihn bei jeder kommenden Erholung in einen Widerstand verwandeln könnte. Historisch gesehen über alle Zyklen hinweg führte ein wöchentlicher Schlusskurs unter dem 200-Wochen-EMA, gefolgt von einem bärischen Retest, zu zusätzlicher bärischer Beschleunigung nach unten" [4].

Historische Präzedenzfälle zeichnen ein ernüchterndes Bild. Während des Bärenmarktes 2022 fiel Bitcoin in den sechs Monaten nach dem Unterschreiten der Realized Profit/Loss Ratio unter 1 um 25% [1]. Im Jahr 2018 stürzte die Kryptowährung unter ähnlichen Bedingungen in nur fünf Monaten um über 50% ab [1]. Mehrere Analysten haben eine potenzielle Bodenbildung im Bereich zwischen 40.000 und 50.000 US-Dollar identifiziert [2][6], wobei Glassnodes MVRV Pricing Bands-Metrik eine "extreme Tief"-Bewertungszone um 43.760 US-Dollar nahelegt [1].

Der breitere Marktkontext bot wenig Unterstützung. Gold fiel um 2% und US-Aktien tendierten angesichts geopolitischer Spannungen im Zusammenhang mit Iran und neuer internationaler Handelszölle nach unten [2]. Der Crypto Fear & Greed Index blieb fast drei Wochen lang in der "extremen Angst"-Zone bei 5 von 100 – die längste derartige Phase seit 2022 [5]. Trader auf dem Prognosemarkt Polymarket haben die Wahrscheinlichkeit, dass BTC unter 55.000 US-Dollar fällt, auf 72% erhöht [5].

Timot Lamarre, Director of Market Research bei Unchained, charakterisierte das aktuelle Umfeld: "Bitcoin ist weiterhin ein globales Thermometer für Weltereignisse und Liquidität. Gedämpfte Liquidität und gewaltsame Konflikte sind ein Rezept für einen gedrückten Bitcoin-Preis in einem Markt, der Schwierigkeiten hat, Bitcoin als das zuverlässigste Asset in einer chaotischen Welt zu verstehen" [3].

Bitfinex-Analysten stellten fest, dass sich die Derivatemärkte "in einem defensiveren Gleichgewicht eingependelt haben", wobei reduzierte überfüllte Long-Positionen das Risiko kaskadierender Liquidationen senken, aber auch den Treibstoff für Aufwärtsmomentum durch Short-Covering entfernen [3]. "Damit eine dauerhafte Erholung einsetzt, müssen wir sehen, dass sich das Funding stabilisiert und gleichzeitig eine echte Wiederbelebung der Spot-Nachfrage einsetzt", erklärten sie [3].

Analyse & Kontext

Das Zusammentreffen von On-Chain-Kapitulationssignalen, kritischen technischen Zusammenbrüchen und sich verschlechternden makroökonomischen Bedingungen schafft ein besonders herausforderndes Umfeld für Bitcoin-Inhaber. Was die aktuelle Situation historisch bedeutsam macht, ist nicht ein einzelner Faktor, sondern vielmehr die Ausrichtung mehrerer bärischer Indikatoren, die zuvor ausgedehnte Korrekturperioden markiert haben.

Der Bruch unter den 200-Wochen-EMA ist besonders bemerkenswert. Dieser gleitende Durchschnitt hat während der gesamten Geschichte von Bitcoin als zuverlässiger langfristiger Trendtrenner gedient. Frühere Fälle des Handels unter diesem Niveau benötigten erhebliche Zeit zur Auflösung: etwa 14 Wochen im Jahr 2018, 8 Wochen während des Liquiditätsschocks im März 2020 und fast 30 Wochen im Jahr 2022 [4]. Die durchschnittliche Dauer über diese Zyklen hinweg betrug 17-18 Wochen – was darauf hindeutet, dass selbst wenn Bitcoin bald mit der Erholung beginnt, die Rückeroberung dieses technischen Niveaus frühestens bis Mitte des Jahres dauern könnte.

Das Verlustrealisierungsmuster fügt eine weitere Komplexitätsebene hinzu. Wenn Trader mit Verlusten verkaufen, spiegelt dies typischerweise Kapitulation wider – den Punkt, an dem Inhaber die Hoffnung auf eine kurzfristige Erholung aufgeben und Verluste akzeptieren. Dieses Verhalten neigt dazu, kurzfristig selbstverstärkend zu sein, da Verkäufe weitere Verkäufe nach sich ziehen, aber es repräsentiert auch die Übertragung von Bitcoin von schwachen zu starken Händen. Der historische Zeitrahmen von sechs Monaten für solche Kapitulationsphasen stimmt eng mit den technischen Erholungszeitplänen überein und deutet auf August 2025 als potenziellen Wendepunkt hin.

Die Bandbreite von 40.000-50.000 US-Dollar, die sich als Konsens für eine potenzielle Bodenbildung herausbildet, ist bedeutsam, weil sie mehrere Unterstützungsniveaus umfasst: Bitcoins Realized Price nahe 55.000 US-Dollar (der die durchschnittliche On-Chain-Kostenbasis darstellt), den Shifted Realized Price nahe 42.000 US-Dollar und verschiedene technische "Fair Value Gaps" um 45.000 US-Dollar [2][4]. Diese Zone hat historisch als langfristige Akkumulationszone fungiert, in der geduldiges Kapital während Rückgängen tendenziell investiert wird.

Allerdings gibt es ein Gegenargument, das es wert ist, berücksichtigt zu werden: Bitcoins Fundamentaldaten bleiben trotz Preisschwäche unverändert. Die Netzwerk-Hashrate verbleibt auf Allzeithochs, die Akkumulation durch Unternehmens-Treasuries setzt sich fort (wobei Strategy seine 100. Bitcoin-Akquisition während des Rückgangs abschloss [3]), und die langfristige Adoptionsentwicklung bleibt intakt. Wie Ökonom Timothy Peterson anmerkte, deuten statistische Modelle auf eine Wahrscheinlichkeit von 88% hin, dass Bitcoin in zehn Monaten höher stehen wird [5]. Die Herausforderung für Investoren besteht darin, die zwischenzeitliche Volatilität zu navigieren.

Wichtigste Erkenntnisse

• Bitcoin ist in eine historisch bedeutsame Kapitulationsphase eingetreten, in der Trader erstmals seit 2022 mit Verlust verkaufen – ein Muster, das zuvor sechs Monate andauerte und Rückgängen von 25-50% vorausging

• Der Bruch unter den 200-Wochen-EMA nach 126 aufeinanderfolgenden Wochen der Unterstützung stellt eine große technische Verschiebung dar, deren Umkehr historisch 17-18 Wochen erfordert, was die Schwäche potenziell bis Mitte 2025 ausdehnen könnte

• Mehrere analytische Rahmenwerke deuten auf eine potenzielle Bodenzone zwischen 40.000-50.000 US-Dollar hin, die Bitcoins Realized Price (55.000 US-Dollar), Fair Value Gaps (45.000 US-Dollar) und Shifted Realized Price (42.000 US-Dollar) umfasst

• Trotz bärischer Kursentwicklung zeigen Derivatemärkte im Vergleich zu früheren Korrekturen reduzierten Hebel und geringeres Liquidationsrisiko, während Unternehmensakkumulation und Netzwerkfundamentaldaten stark bleiben

• Das aktuelle extreme Angstumfeld (längste Phase seit 2022) und makroökonomische Gegenwind durch Handelsspannungen und geopolitische Unsicherheit deuten darauf hin, dass Geduld erforderlich sein wird, bevor sich eine nachhaltige Erholung materialisiert

KI-gestützter Inhalt

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.

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