Bitcoin-ETF-Zuflüsse signalisieren Kapitulation, während BlackRock sich von rekordvolatiler Woche erholt

BlackRocks Bitcoin-ETF verzeichnete nach beispiellosen Handelsvolumina und seinem zweitschlechtesten Kursrückgang seit Auflegung Zuflüsse von 231,6 Millionen Dollar, während Investoren ihre größten Buchverluste seit der Produkteinführung im Januar 2024 hinnehmen müssen.
Bitcoin-ETF-Zuflüsse signalisieren Kapitulation, während BlackRock sich von rekordvolatiler Woche erholt
Die dramatische Umkehr bei den Zuflüssen in BlackRocks iShares Bitcoin Trust (IBIT) am vergangenen Freitag könnte einen kritischen Wendepunkt in der laufenden Bitcoin-Korrektur markieren. Nachdem der weltweit größte Bitcoin-ETF an zwei Handelstagen nahezu 550 Millionen Dollar verlor und seinen zweitschlechtesten Tagesrückgang seit seiner Einführung verzeichnete, flossen 231,6 Millionen Dollar in den Fonds zurück – ein mögliches Zeichen dafür, dass die Kapitulationsverkäufe ihren Höhepunkt erreicht haben [1]. Diese volatile Woche hat dem kollektiven Spot-Bitcoin-ETF-Markt fast 7 Milliarden Dollar an Nettozuflüssen entzogen und die Überzeugung der Investoren auf einem Niveau getestet, das seit der Produkteinführung nicht mehr zu beobachten war.
Die Bedeutung geht über bloße Zahlen hinaus. Angesichts der Tatsache, dass Bitcoin-Inhaber nun auf Buchverlusten von etwa 42% gegenüber den Höchstständen sitzen und die Marktstimmung auf Rekordtiefs gefallen ist, stellt sich für Investoren die Frage, ob die Turbulenzen dieser Woche eine Bereinigung vor einer Erholung darstellen oder den Beginn einer tieferen Korrektur [1].
Die Fakten
BlackRocks IBIT erlebte während der Woche extreme Volatilität, wobei Mittwoch und Donnerstag kombinierte Abflüsse von 548,7 Millionen Dollar verzeichneten, als der Bitcoin-Kurs kurzzeitig 60.000 Dollar berührte [1]. Der Verkaufsdruck spiegelte sich in der gesamten ETF-Landschaft wider, wobei neun in den USA ansässige Spot-Bitcoin-ETF-Produkte über drei aufeinanderfolgende Tage hinweg kollektiv 1,25 Milliarden Dollar verloren, bevor die Umkehr am Freitag 330,7 Millionen Dollar zurück in den Markt brachte [1].
Die Intensität des Ausverkaufs manifestierte sich in beispiellosen Handelsaktivitäten. Am Donnerstag "pulverisierte" IBIT laut Bloomberg-ETF-Analyst Eric Balchunas seinen Tagesvolumenrekord mit Aktien im Wert von 10 Milliarden Dollar, die den Besitzer wechselten [1]. Der Fonds fiel an diesem Tag um 13% – sein zweitschlechtester Tagesrückgang seit der Einführung im Januar 2024, nur übertroffen von einem Rückgang um 15% am 8. Mai 2024 [1]. Am Freitag erfolgte jedoch eine scharfe Erholung, wobei IBIT um 9,92% auf 39,68 Dollar zulegte [1].
Der breitere Bitcoin-Markt hat in den vergangenen 30 Tagen einen Rückgang von 24,30% erlitten und wurde zum Zeitpunkt der ursprünglichen Berichterstattung bei 69.820 Dollar gehandelt [1]. Der 30-Tage-Rückgang weitete sich im Laufe der Woche weiter aus, wobei Bitcoin vorübergehend unter 63.000 Dollar fiel – das niedrigste Niveau seit Oktober 2024 [2]. Der Crypto Fear and Greed Index stürzte auf ein Allzeittief ab und spiegelte den extremen Pessimismus wider, der die Marktteilnehmer erfasst hat [2].
ETF-Analyst James Seyffart merkte an, dass die Nettozuflüsse in Spot-Bitcoin-ETFs vor dem Abschwung im Oktober bei etwa 62,11 Milliarden Dollar lagen, seitdem aber auf rund 55 Milliarden Dollar geschrumpft sind – eine Reduzierung um über 7 Milliarden Dollar [1]. Trotz der jüngsten Abflüsse betonte Seyffart, dass diese Abzüge "im Vergleich zu den Zuflüssen auf dem Höhepunkt des Marktes immer noch verblassen" [1]. Bemerkenswert ist, dass IBIT bisher im Jahr 2026 nur 11 Handelstage mit Nettozuflüssen verzeichnet hat, was auf einen anhaltenden Verkaufsdruck während des gesamten Jahres hindeutet [1].
Zur Marktverwirrung trug bei, dass die südkoreanische Exchange Bithumb am Freitag eine fünfminütige Anomalie erlebte, als Bitcoin vorübergehend bei 81 Millionen Won (etwa 55.000 Dollar) gehandelt wurde, ungefähr 15,8% unter den globalen Marktpreisen [2]. Der Flash Crash resultierte aus einem internen Fehler, bei dem Werbeboni von 2.000 koreanischen Won versehentlich als 2.000 Bitcoin auf Benutzerkonten gutgeschrieben wurden [2]. Bithumb bestätigte, dass der Vorfall nicht durch externe Hacker oder Sicherheitslücken verursacht wurde und dass Kundengelder niemals gefährdet waren, wobei betroffene Konten innerhalb von Minuten eingeschränkt wurden [2].
Analyse & Kontext
Die extreme Volatilität bei den Bitcoin-ETF-Zuflüssen offenbart einen Markt, der mit einer klassischen Kapitulationsphase ringt. Das Muster massiver Abflüsse gefolgt von signifikanten Erholungen tritt typischerweise auf, wenn schwache Hände in Panik ihre Positionen auflösen und dadurch Gelegenheiten für überzeugte Käufer schaffen, wieder einzusteigen. Das Handelsvolumen von 10 Milliarden Dollar bei IBIT am Donnerstag – weit über der normalen Aktivität – deutet eher auf erzwungene Verkäufe und Margin-Liquidierungen hin als auf bewusste Portfolio-Umschichtungen.
Historisch gesehen hat Bitcoin mehrfach ähnliche Rückgänge erlebt, wobei Korrekturen von 30-40% selbst innerhalb von Bullenmärkten Routine sind. Was diesen Zyklus unterscheidet, ist die Präsenz institutioneller ETF-Vehikel, die Echtzeit-Einblicke in das Investorenverhalten bieten, das zuvor in undurchsichtigen Exchange-Flüssen verborgen war. Die Tatsache, dass nur 7 Milliarden Dollar aus einer Basis von 55 Milliarden Dollar abgeflossen sind, entspricht etwa 11% der Gesamtzuflüsse – eine relativ bescheidene Rücknahmequote im Vergleich zu traditionellen Aktien-ETF-Panikverkäufen, die während Marktstress oft 20-30% Abflüsse verzeichnen.
Der Bithumb-Vorfall unterstreicht, obwohl begrenzt und schnell gelöst, die fragmentierte Natur der globalen Bitcoin-Märkte und das Potenzial für lokalisierte Störungen, übergroße Angst zu erzeugen. Solche technischen Störungen können, wenn sie mit echter Marktschwäche zusammenfallen, den psychologischen Druck auf Investoren verstärken, die ihre Positionen bereits hinterfragen. Die schnelle Lösung demonstriert jedoch auch ein verbessertes Exchange-Risikomanagement im Vergleich zu früheren Krypto-Marktzyklen.
Zukunftsgerichtet ist die Schlüsselkennzahl, die es zu beobachten gilt, ob IBIT und vergleichbare Produkte aufeinanderfolgende Tage positiver Zuflüsse aufrechterhalten können. Die Erholung am Freitag könnte entweder eine Dead-Cat-Bounce innerhalb eines längeren Abwärtstrends signalisieren oder den Beginn einer erneuten Akkumulation. Die Tatsache, dass 330,7 Millionen Dollar zurückkehrten, während die Bitcoin-Preise 24% unter den jüngsten Höchstständen blieben, deutet darauf hin, dass einige Investoren die aktuellen Niveaus als attraktive Einstiegspunkte betrachten. Die mittelfristige Entwicklung hängt wahrscheinlich davon ab, ob Bitcoin eine Unterstützung über 65.000 Dollar etablieren kann und ob sich die makroökonomischen Bedingungen – insbesondere in Bezug auf Zinssätze und Dollarstärke – stabilisieren, um Risiko-Assets zu unterstützen.
Wichtige Erkenntnisse
• BlackRocks IBIT verzeichnete nach einem Verlust von fast 550 Millionen Dollar über zwei Tage Zuflüsse von 231,6 Millionen Dollar, was möglicherweise eine Erschöpfung der Kapitulation nach rekordhohen Handelsvolumina von 10 Milliarden Dollar signalisiert
• Spot-Bitcoin-ETFs haben etwa 7 Milliarden Dollar an Nettozuflüssen von ihrem Oktober-Höchststand von 62,11 Milliarden Dollar verloren, was jedoch nur 11% des Gesamtvermögens entspricht – ein relativ bescheidener Abfluss im Vergleich zu traditionellen ETF-Panikverkäufen
• Angesichts von Buchverlusten der Bitcoin-Inhaber von 42% gegenüber den Höchstständen und nur 11 positiven Tagen für IBIT im Jahr 2026 hat die Anlegerstimmung einen extremen Pessimismus erreicht, der historisch Erholungen vorausgeht
• Der Bithumb-Flash-Crash auf 55.000 Dollar, verursacht durch einen internen Gutschriftfehler und nicht durch eine Sicherheitsverletzung, zeigt, wie technische Störungen die Angst während echter Marktschwäche verstärken können
• Anhaltende aufeinanderfolgende Tage positiver ETF-Zuflüsse und die Etablierung einer Bitcoin-Unterstützung über 65.000 Dollar werden kritische Indikatoren dafür sein, ob die Umkehr am Freitag den Beginn einer Erholung markiert oder lediglich eine vorübergehende Erholung darstellt
Quellen
KI-gestützter Inhalt
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.