Bitcoin-ETFs verzeichnen massive Abflüsse: 825 Millionen US-Dollar in fünf Handelstagen

Bitcoin-ETFs verzeichnen massive Abflüsse: 825 Millionen US-Dollar in fünf Handelstagen

US-Spot-Bitcoin-ETFs erleben zum Jahresende eine dramatische Verkaufswelle. Marktbeobachter führen die Entwicklung auf saisonale Effekte und steuerbedingte Verlustrealisierungen zurück.

Anhaltende Verkaufswelle bei Bitcoin-ETFs

Die US-Spot-Bitcoin-ETFs haben ihre Verlustserie bis zum verkürzten Handel an Heiligabend fortgesetzt. Laut Daten des britischen Investmenthauses Farside Investors beliefen sich die Nettoabflüsse am 24. Dezember auf rund 175,3 Millionen US-Dollar [1][3]. Damit schlossen die Produkte auch den letzten US-Handelstag vor den Feiertagen im negativen Bereich.

Insgesamt summieren sich die Abflüsse in den vergangenen fünf Handelstagen auf rund 825,7 Millionen US-Dollar [1][3]. Seit dem 15. Dezember verzeichneten die US-Bitcoin-ETFs damit an nahezu allen Handelstagen Nettoabgaben, mit Ausnahme eines einzelnen Tages in der Vorwoche, an dem Zuflüsse von rund 457,3 Millionen US-Dollar gemeldet wurden [1][3].

Saisonale Effekte und steuerliche Motive

Marktbeobachter führen die Entwicklung vor allem auf saisonale Effekte zurück. Der Trader Alek erklärte auf der Plattform X, ein Großteil der Verkäufe sei auf steuerbedingte Verlustrealisierungen zurückzuführen, die typischerweise zum Jahresende auftreten [1]. "Most of the selling is due to tax loss harvesting, which means it'll be over in a week", so Alek [3].

Zudem verwies er auf den jüngsten quartalsweisen Optionsverfall, der den Risikoappetit institutioneller Anleger beeinflussen könne [1]. "This is temporary and institutions will back to bidding soon", fügte er hinzu [3].

USA als größter Verkäufer, Asien als Käufer

Parallel dazu zeigt der Coinbase Premium Index seit Wochen ein negatives Bild, was auf eine geringere Nachfrage aus den USA hindeutet [1]. Der Coinbase Premium misst die Preisdifferenz zwischen Coinbases BTC/USD und Binances BTC/USDT-Paaren und befand sich im Dezember weitgehend im negativen Bereich [3].

Der Analyst Ted Pillows fasste die Situation auf X zusammen: "US is now the biggest seller of $BTC. Asia is now the biggest buyer of Bitcoin" [1][3]. Ein negativer Premium reflektiert einen Mangel an Käufernachfrage aus den USA, die Bitcoin benötigt, um höhere Preisniveaus zu halten [3].

Ethereum-ETFs ebenfalls unter Druck

Auch bei Ethereum-ETFs sind die Kapitalflüsse seit Anfang November überwiegend negativ, wie aus gleitenden 30-Tage-Durchschnitten hervorgeht [1]. Die 30-Tage-Moving-Average-Netflows waren seit Anfang November durchgehend negativ [3].

Bitcoin zeigt relative Stabilität

Dennoch hält sich Bitcoin einigermaßen stabil bei 87.700 US-Dollar, was durchaus als positives Zeichen interpretiert werden kann [1]. Bitcoin notiert bei 87.719 US-Dollar und liegt damit 1,0 Prozent über dem Vortagsniveau [2].

Über die Weihnachtstage ist mit einer erhöhten Volatilität zu rechnen, da die Liquidität aufgrund der Feiertage tendenziell dünner ist [2]. Einzelne Orders können daher größere Bewegungen auslösen.

Ausblick auf 2026

Auf makroökonomischer Ebene sorgen robuste US-Arbeitsmarktdaten für Rückenwind an den traditionellen Finanzmärkten. Die besser als erwarteten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stärken die Erwartung, dass die US-Wirtschaft trotz hoher Zinsen stabil bleibt [2].

Investoren richten ihren Blick bereits auf 2026 und mögliche Zinssenkungen der US-Notenbank, was mittelfristig auch Risikoassets wie Kryptowährungen begünstigen könnte [2]. Der Trader BitBull argumentierte, dass negative ETF-Netflows, selbst auf 30-Tage-Moving-Average-Basis, nicht zwangsläufig "finale Markthochs" bedeuten: "A trend change will likely start with ETF flows turning positive again before price makes a strong move" [3].

KI-gestützter Inhalt

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.

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