Bitcoin fällt unter 92.000 Dollar: Handelskonflikt zwischen USA und EU belastet Kryptomärkte

Neue Zolldrohungen von US-Präsident Trump gegen europäische Länder lösten einen abrupten Kursrückgang bei Bitcoin aus. Analysten warnen vor weiteren Rückschlägen bis in den Bereich von 80.000 Dollar.
Flash Crash zum Wochenstart
Der Bitcoin-Kurs ist in der Nacht zum Montag deutlich unter Druck geraten. Innerhalb von nur 1,5 Stunden fiel die Kryptowährung von rund 95.450 Dollar auf zeitweise unter 92.000 Dollar [2]. Der Einbruch ereignete sich unmittelbar nach Eröffnung des Futures-Handels an der CME um Mitternacht und führte zu Liquidationen von Long-Positionen im Wert von etwa 150 Millionen Dollar allein bei Bitcoin [2].
Auslöser für die Marktbewegung waren erneut internationale Handelskonflikte. Am Wochenende hatte US-Präsident Donald Trump über seine Plattform Truth Social angekündigt, ab dem 1. Februar Zusatzzölle von 10 Prozent auf Waren aus acht europäischen Ländern zu erheben [2]. Betroffen sind Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Deutschland, Finnland, Großbritannien und die Niederlande. Diese Zölle sollen laut Trump ab dem 1. Juni auf 25 Prozent ansteigen [1][2].
Analysten erwarten weitere Kursrückgänge
Trader und Analysten rechnen mit anhaltender Volatilität in den kommenden Wochen. "Get ready for a volatile week ahead!", warnte Trader CrypNuevo in einer Analyse [1]. Mehrere Beobachter sehen wichtige Unterstützungsniveaus im Bereich von 87.000 Dollar sowie bei den Tiefstständen der jüngsten Handelsspanne um 80.500 Dollar als potenzielle Ziele [1].
CrypNuevo erklärte: "Markets don't like uncertainty, but markets like when the uncertainty disappears. So I'm leaning to some downside pressure pushing price back inside the range and potentially trading into the range lows, before any real reversal" [1]. Ein Blick auf die Orderbücher der Exchanges zeige zudem, dass sich unterhalb des Jahreseröffnungskurses Long-Liquidationen ansammeln, was die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Liquiditätslaufs nach unten erhöhe [1].
Trumps Zoll-Strategie und Marktreaktionen
Die aktuelle Situation erinnert an den sogenannten "Liberation Day" Anfang April 2025, als Trump seine reziproken Zölle vorstellte und Bitcoin daraufhin auf ein lokales Tief unter 75.000 Dollar fiel [1][2]. Analysten von The Kobeissi Letter verweisen auf ein wiederkehrendes Muster in Trumps Zollpolitik, das sie als "Tariff Playbook" bezeichnen [1].
Dieses besteht aus zwölf Phasen, die sich über mehrere Wochen erstrecken. "President Trump ALWAYS leads with a punishing and threatening message, it's part of his negotiation tactic. And, it has worked for him", schrieb The Kobeissi Letter [1]. Das Muster endet typischerweise mit einer Handelsvereinbarung und neuen Rekordhochs an den Märkten [1].
EU bereitet Gegenmaßnahmen vor
Die Europäische Union reagierte umgehend auf Trumps Ankündigung. Am Sonntag trafen sich Vertreter der betroffenen Länder zu Beratungen über Gegenmaßnahmen [2]. In einer gemeinsamen Erklärung hieß es: "Zolldrohungen untergraben die transatlantischen Beziehungen und bergen das Risiko einer Eskalation. Wir sind entschlossen, unsere Souveränität zu wahren" [2].
Laut Medienberichten erwägt die EU Strafzölle im Wert von 93 Milliarden Euro gegen die USA [2]. Bereits im Juli designierte Zölle auf US-Bourbon, Flugzeugteile, Sojabohnen und Geflügel würden bei fehlender Einigung automatisch am 6. Februar in Kraft treten [2]. Am Donnerstag soll ein Sondergipfel mit den 27 EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel stattfinden [2].
Gold profitiert, Bitcoin zeigt strukturelle Verbesserungen
Während Bitcoin und andere Risiko-Assets unter der Unsicherheit leiden, profitieren Edelmetalle vom aktuellen Umfeld. Gold näherte sich in der vergangenen Woche erstmals der Marke von 5.000 Dollar je Unze, während Silber neue Allzeithochs von 94 Dollar erreichte [1].
Dennoch sehen Analysten mittelfristig positive Anzeichen für Bitcoin. Die onchain Analytics-Plattform CryptoQuant stellte fest, dass die jüngste Erholung nicht durch gehebelten Futures-Handel getrieben wurde, sondern durch echte Kaufnachfrage am Spot-Markt [1]. "The recent Bitcoin rebound is not a leverage-driven futures rally, but a move initiated by the recovery of real buying demand in the spot market", erklärte der CryptoQuant-Analyst COINDREAM [1].
Das Open Interest bei Derivaten ist seit den Allzeithochs im Oktober um fast 17,5 Prozent in Bitcoin-Einheiten gefallen, was auf eine deutliche Reduzierung der Hebelwirkung im System hindeutet [1].
Quellen
KI-gestützter Inhalt
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