Bitcoin-Prognose für Juli 2026: Experten erwarten Konsolidierung bei 105.000 US-Dollar

Bitcoin-Prognose für Juli 2026: Experten erwarten Konsolidierung bei 105.000 US-Dollar

Eine Expertenumfrage deutet auf eine anhaltende Konsolidierungsphase im Krypto-Markt hin, während gleichzeitig Spekulationen über Quantum-Computing-Risiken zurückgewiesen werden. Der Markt wartet auf klare Katalysatoren für einen neuen Bullenmarkt.

Bitcoin-Prognose für Juli 2026: Experten erwarten Konsolidierung bei 105.000 US-Dollar

Der Bitcoin-Markt befindet sich in einer Phase der Neuorientierung. Während Krypto-Experten aus der DACH-Region ihre Prognosen nach unten korrigieren und eine längere Konsolidierungsphase erwarten, sorgen gleichzeitig Spekulationen über Quantum-Computing-Risiken für Verunsicherung. Die aktuellen Entwicklungen zeigen: Der Markt sucht nach neuen Impulsen, während sich professionelle Investoren mit realistischeren Erwartungen auf das kommende Halbjahr einstellen.

Die Kombination aus gedämpften Erwartungen, geringer Retail-Aktivität und fehlenden Katalysatoren zeichnet das Bild eines Marktes, der sich nach einer Phase starker Kurseinbrüche neu formiert – und möglicherweise bereits seinen Boden gefunden hat.

Die Fakten

Eine gemeinsame Krypto-Expertenumfrage von BTC-ECHO und Prof. Dr. David Florysiak von der IU Internationale Hochschule zeigt deutlich gedämpftere Erwartungen für die kommenden sechs Monate. Die befragten Experten aus der DACH-Region prognostizieren für Ende Juli 2026 einen durchschnittlichen Bitcoin-Kurs von 105.071 US-Dollar [1]. Im Worst-Case-Szenario, mit einer Wahrscheinlichkeit von 10 Prozent, könnte der Kurs auf 70.952 US-Dollar fallen, während im Best-Case-Szenario ein Sprung auf 132.786 US-Dollar möglich erscheint [1].

Besonders auffällig ist der deutliche Rückgang der Erwartungen gegenüber dem vorherigen Quartal. Auch der BTC-6M-Volatilitäts-Index, der die durchschnittliche erwartete Volatilität des Bitcoin-Kurses über sechs Monate zusammenfasst, ist von 28,4 Punkten im vierten Quartal 2025 auf 25,8 Punkte gefallen [1]. Die historische Volatilität lag im Vergleichszeitraum bei 28,9 Punkten. Das geringe Retail-Handelsvolumen und fehlende Impulse für einen neuen Aufwärtstrend prägen die aktuelle Marktlage [1].

Dr. André Dragosch, Director Head of Research beim ETF- und ETP-Anbieter Bitwise, rechnet nicht mit einer unmittelbaren Fortsetzung des Bullenmarkts: "Ich denke, der Krypto-Markt wird voraussichtlich noch im ersten Quartal weiterhin konsolidieren, auch wenn der Boden höchstwahrscheinlich bereits hinter uns liegt" [1]. Als möglichen Katalysator für eine Trendwende nennt Dragosch eine Korrektur am Edelmetall-Markt, die eine Rotation in Krypto-Assets nach sich ziehen könnte [1].

Parallel zu diesen Marktprognosen sorgten Spekulationen über Quantum-Computing-Risiken für Aufsehen. Nach dem Earnings Call von Galaxy Digital kursierten Gerüchte, ein vermögender Kunde habe Bitcoin im Wert von 9 Milliarden US-Dollar verkauft, weil er Bedenken bezüglich der Quantum-Resistenz von Bitcoin hatte [2]. Alex Thorn, Galaxy's Head of Research, widersprach diesen Spekulationen jedoch energisch und stellte klar, dass der Verkauf nicht auf Quantum-Computing-Bedenken zurückzuführen war [2].

Galaxy Digital verzeichnete im vierten Quartal 2025 einen Nettoverlust von 482 Millionen US-Dollar und für das Gesamtjahr 2025 einen Verlust von 241 Millionen US-Dollar [2]. CEO Mike Novogratz zeigte sich in einem Bloomberg-Interview vorsichtig optimistisch: "Ich denke, wir nähern uns dem Boden, aber wir werden sehen. Man erkennt einen Boden immer erst, nachdem man ihn gesehen hat" [2]. Als potenziellen Katalysator für eine Markterholung nannte Novogratz Fortschritte beim CLARITY Act, dem US-Marktstrukturgesetz für Kryptowährungen [2].

Analyse & Einordnung

Die aktuelle Marktphase erinnert an frühere Konsolidierungsphasen nach starken Kursanstiegen im Bitcoin-Zyklus. Die Erwartungen der DACH-Experten spiegeln eine realistische Neubewertung wider, die typisch für Phasen ist, in denen der Markt nach einem starken Aufwärtstrend Luft holt. Der prognostizierte Durchschnittskurs von 105.071 US-Dollar würde eine moderate Stabilisierung auf erhöhtem Niveau bedeuten – ein Szenario, das für die langfristige Gesundheit des Marktes durchaus positiv zu bewerten ist.

Besonders bemerkenswert ist die Diskrepanz zwischen den bearishen kurzfristigen Erwartungen und der Einschätzung vieler Experten, dass der Boden bereits erreicht sein könnte. Dies deutet darauf hin, dass professionelle Marktteilnehmer nicht von einem weiteren dramatischen Einbruch ausgehen, sondern von einer Phase der Seitwärtsbewegung mit moderatem Aufwärtspotenzial. Die fallende Volatilitätserwartung unterstreicht diese Annahme und könnte paradoxerweise ein positives Signal sein: Märkte, die nach turbulenten Phasen zur Ruhe kommen, schaffen oft die Basis für nachhaltige Erholungen.

Die Quantum-Computing-Debatte offenbart hingegen ein tieferliegendes Thema, das den Markt zunehmend beschäftigen wird. Während die konkrete Bedrohung durch Quantencomputer noch Jahrzehnte entfernt liegt – Blockstream CEO Adam Back spricht von 20 bis 40 Jahren – zeigt die Nervosität einzelner Großinvestoren, dass technologische Unsicherheiten zunehmend in Risikoüberlegungen einfließen. Die Entwicklung von BIP-360, einem Post-Quantum-Signaturverfahren für Bitcoin, ist eine angemessene präventive Maßnahme, die langfristig zur Robustheit des Netzwerks beitragen kann.

Der eigentliche Game-Changer könnte jedoch aus der Regulierungsecke kommen. Der CLARITY Act, der erstmals eine klare Abgrenzung zwischen den Zuständigkeiten der SEC und CFTC schaffen würde, könnte das regulatorische Fundament legen, das für die nächste Welle institutioneller Adoption notwendig ist. Die anhaltenden Diskussionen über tokenisierte Aktien, DeFi-Bestimmungen und Stablecoin-Yields zeigen, dass der Gesetzgeber die Komplexität des Marktes ernst nimmt – eine Entwicklung, die mittelfristig für mehr Klarheit und Stabilität sorgen könnte.

Fazit

• Die DACH-Experten erwarten für Juli 2026 eine Konsolidierung bei durchschnittlich 105.000 US-Dollar, wobei der Marktboden möglicherweise bereits erreicht ist – dies spricht für eine Phase der Stabilisierung statt weiterer dramatischer Einbrüche

• Fallende Volatilitätserwartungen und geringes Retail-Volumen charakterisieren eine Marktphase, die auf einen klaren Katalysator wartet – potenzielle Impulse könnten von einer Edelmetall-Korrektur oder Fortschritten beim CLARITY Act kommen

• Die Quantum-Computing-Debatte wurde für einen 9-Milliarden-Dollar-Verkauf fälschlicherweise verantwortlich gemacht, zeigt aber, dass technologische Zukunftsrisiken zunehmend in professionelle Anlageentscheidungen einfließen – die Entwicklung von BIP-360 adressiert diese Bedenken proaktiv

• Der CLARITY Act könnte als umfassendes Marktstrukturgesetz das regulatorische Fundament für die nächste Welle institutioneller Adoption schaffen – die aktuelle Konsolidierungsphase mag Geduld erfordern, könnte aber eine gesunde Basis für nachhaltiges Wachstum legen

• Professionelle Investoren positionieren sich zunehmend mit realistischeren Erwartungen für eine längere Konsolidierung, was auf eine reifere Marktwahrnehmung hindeutet und überzogene Euphorie durch fundamentale Analyse ersetzt

KI-gestützter Inhalt

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.

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