Bitcoin Improvement Proposal 360 bringt Quantenresistenz erstmals auf die Protocol-Roadmap

BIP-360 führt einen neuen Output-Typ ein, der die Offenlegung öffentlicher Schlüssel bei Transaktionen verhindert – Bitcoins erster formeller Schritt zur Bekämpfung von Quantencomputer-Bedrohungen.
Bitcoin-Entwickler haben den Improvement Proposal 360 (BIP-360) veröffentlicht und damit die Quantenresistenz erstmals offiziell auf die technische Roadmap des Protokolls gesetzt – und zwar mit Stand März 2026 [1].
Der Vorschlag führt einen neuen Transaktions-Output-Typ namens Pay-to-Merkle-Root (P2MR) ein, der sich eng an Taproot orientiert, jedoch ein entscheidendes Merkmal entfernt: die Key-Path-Spending-Option. Im aktuellen Taproot-Design kann das Ausgeben einer Coin einen öffentlichen Schlüssel auf der Blockchain offenlegen – genau die Schwachstelle, die ein ausreichend leistungsfähiger Quantencomputer mithilfe des Shor-Algorithmus theoretisch ausnutzen könnte, um private Schlüssel abzuleiten [1].
P2MR beseitigt diese Schwachstelle vollständig, indem sämtliche Ausgaben über hash-basierte Script-Pfade abgewickelt werden müssen. Dabei bewahrt der Vorschlag die vollständige Smart Contract-Funktionalität, einschließlich Multisig-Arrangements, Timelocks und komplexer Custody-Strukturen [1].
Allerdings weist der Vorschlag klare Einschränkungen auf. Bestehende Bitcoin-Bestände sind nicht automatisch geschützt – Nutzer müssten ihre Mittel manuell zu P2MR-Adressen migrieren. Darüber hinaus ersetzt BIP-360 weder ECDSA- noch Schnorr-Signaturen durch post-quantenkryptografische Alternativen wie gitterbasierte Verfahren, was bedeutet, dass das Quantenrisiko zwar verringert, aber nicht vollständig beseitigt wird [1].
Im Falle einer Annahme würde die Implementierung einem phasenweisen Soft-Fork-Ansatz folgen, bei dem Wallets, Exchanges und Custodians schrittweise P2MR-Unterstützung einführen – ein Prozess, den Entwickler mit den inkrementellen Einführungen von SegWit und Taproot vergleichen [1].
Quellen
KI-gestützter Inhalt
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