Bitcoin im Bärenmarkt: Analysten warnen vor Kursrückgang auf 70.000 US-Dollar

Bitcoin im Bärenmarkt: Analysten warnen vor Kursrückgang auf 70.000 US-Dollar

Das Analyseunternehmen CryptoQuant sieht Bitcoin bereits im Bärenmarkt und warnt vor deutlichen Kursverlusten. Nachlassende Nachfrage und schwache ETF-Zuflüsse könnten die Kryptowährung in den kommenden Monaten unter Druck setzen.

CryptoQuant diagnostiziert Bärenmarkt

Das Onchain-Analyseunternehmen CryptoQuant geht davon aus, dass sich Bitcoin bereits in einem Bärenmarkt befindet [1]. In einem am Freitag veröffentlichten Bericht verweist das Unternehmen auf eine deutlich nachlassende Nachfrage, die "seit Anfang Oktober 2025 unter dem Trend" liege [1]. Nach drei starken Nachfragewellen seit 2023 fehle damit eine "zentrale Stütze" für weitere Kursanstiege [1].

CryptoQuant sieht den Großteil der zusätzlichen Nachfrage des laufenden Zyklus bereits absorbiert und warnt entsprechend vor weiterem Abwärtsrisiko [1]. Als erste wichtige Unterstützung nennen die Analysten den Bereich um 70.000 US-Dollar, wobei auch ein Rückgang bis auf 56.000 US-Dollar möglich sei [1].

Zeitrahmen für mögliche Kursverluste

CryptoQuant-Analyst Julio Moreno konkretisierte die zeitlichen Erwartungen: Ein Kursrückgang auf 70.000 US-Dollar könne innerhalb der kommenden drei bis sechs Monate eintreten [1]. Ein Niveau von 56.000 US-Dollar bezeichnete er als längerfristiges Szenario für die zweite Jahreshälfte 2026 [1]. Nach Einschätzung von Moreno begann der aktuelle Bärenmarkt bereits Mitte November, ausgelöst durch die größte Liquidationswelle in der Geschichte des Krypto-Marktes am 10. Oktober [1].

Schwache Signale von ETFs und institutionellen Investoren

Weitere Schwächesignale sieht CryptoQuant bei den US-Spot-Bitcoin-ETFs [1]. Im vierten Quartal 2025 überwogen dort die Abflüsse, die Bestände gingen um rund 24.000 Bitcoin zurück [1]. Auch Wallet-Adressen mit Beständen zwischen 100 und 1.000 Bitcoin wachsen derzeit unter dem langfristigen Trend – ein vergleichbares Muster zeigte sich bereits vor dem Bärenmarkt im Jahr 2022 [1].

Zudem lasse die Risikobereitschaft am Derivatemarkt nach [1]. Die durchschnittlichen Funding Rates bei unbefristeten Futures seien auf den niedrigsten Stand seit Dezember 2023 gefallen [1]. Bitcoin notiere außerdem unter seinem gleitenden 365-Tage-Durchschnitt, der historisch häufig die Grenze zwischen Bullen- und Bärenmarkt markiert habe [1].

Aktuelle Marktlage bleibt angespannt

Am frühen Sonntag zeigte sich der Krypto-Markt stabil, aber von verhaltener Risikobereitschaft geprägt [2]. Bitcoin notierte im Vergleich zum Vortag nahezu unverändert bei rund 88.000 US-Dollar, was auf Jahressicht einem Rückgang von zehn Prozent entspricht [2]. Die Gesamtmarktkapitalisierung lag knapp über drei Billionen US-Dollar [2].

Mit aktuell 20 Zählern liegt der Fear and Greed Index weiterhin im Bereich "extremer Angst" [2]. Analysten verweisen auf anhaltende Leverage-Bereinigung, rückläufige Nachfrage und die traditionell dünne Liquidität in der Weihnachtszeit, die zu gedämpften Kurserwartungen führt [2].

Liquiditätsrisiko zum Jahresende

Bitcoin bewegt sich in einer engen Spanne, die Liquidität ist niedrig und bereits moderate Orders können überproportionale Ausschläge verursachen [2]. Die Kombination aus Feiertagsphase und enger Chartstruktur könnte das Risiko abrupter Bewegungen erhöhen [2]. Parallel setzt sich das Deleveraging im Derivatehandel fort: Negative Funding-Rates, sinkendes Open Interest und zunehmende Verlustrealisierung deuten darauf hin, dass der Markt weiter Positionen abbaut [2].

Einen potenziellen Lichtblick bieten die jüngsten US-Inflationsdaten für November, die mit rund 2,7 bis 2,8 Prozent deutlich unter den Erwartungen lagen [2]. Dies erhöht mittelfristig die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinssenkungen im Jahr 2026 – und könnte Risikoanlagen wie Bitcoin Rückenwind verschaffen [2]. Trotz des potenziell günstigeren makroökonomischen Rahmens bleibt die kurzfristige Marktlage jedoch verhalten [2].

KI-gestützter Inhalt

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.

Marktanalyse

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