Bitcoin verliert massiv gegenüber Gold – Analysten sehen kurzfristige Divergenz

Während Gold 2025 um rund 65 Prozent zulegte, fiel Bitcoin um bis zu 14 Prozent. Das Bitcoin-Gold-Verhältnis brach um 50 Prozent ein, doch Analysten sehen darin eine vorübergehende Entwicklung.
Gold glänzt, Bitcoin schwächelt
Das Jahr 2025 entwickelte sich für Gold außergewöhnlich stark. Getrieben von geopolitischen Spannungen, Erwartungen geldpolitischer Lockerungen und massiven Zentralbankkäufen stieg der Goldpreis bis Ende des Jahres auf über 4.370 US-Dollar je Feinunze [1]. Bitcoin konnte mit dieser Entwicklung nicht Schritt halten.
Die Jahresperformance von Bitcoin per 19. Dezember 2025 lag bei minus 5,5 bis 14 Prozent, während Gold im selben Zeitraum um rund 65 Prozent zulegte [1]. Auch gegenüber klassischen Risikoassets wie dem S&P 500 und dem Nasdaq 100 blieb Bitcoin deutlich zurück [1].
Dramatischer Einbruch des BTC-Gold-Verhältnisses
Besonders auffällig ist die Entwicklung des Bitcoin-Gold-Verhältnisses. Das Verhältnis von Bitcoin zu Gold (BTC/XAU) erreichte im Dezember 2024 noch ein Allzeithoch, ist seitdem jedoch um rund 50 Prozent gefallen [1]. Aktuell wird BTC/XAU bei rund 20 Unzen gehandelt – dem niedrigsten Stand seit Anfang 2024 [2].
Das Analyseunternehmen Messari betont allerdings ausdrücklich, dass es sich um eine kurzfristige Divergenz handelt – nicht um einen strukturellen Bruch [1].
Bitcoin verhält sich wie ein Makro-Asset
Ein zentraler Punkt der Messari-Analyse ist die Korrelation. Zwischen März 2020 und April 2025 lag die Korrelation zwischen Bitcoin und Gold bei lediglich 0,18 [1]. Im selben Zeitraum zeigte Bitcoin eine deutlich stärkere Korrelation mit Aktienindizes wie dem S&P 500 [1].
Dies erklärt, warum Bitcoin 2025 nicht von der klassischen Flucht in sichere Häfen profitieren konnte. Während Gold von geopolitischen Unsicherheiten und Zentralbanknachfrage getragen wurde, wurde Bitcoin zunehmend wie ein Makro-Asset behandelt – anfällig für Liquiditätszyklen, Gewinnmitnahmen und Risikoaversion [1].
Tokenisiertes Gold als neuer Wettbewerber
Hinzu kommt ein neuer Wettbewerber: tokenisierte Edelmetalle. Die Marktkapitalisierung tokenisierter Rohstoffe wuchs bis Ende November 2025 um 244 Prozent auf rund 3,6 Milliarden US-Dollar [1]. Den Großteil stellen goldgedeckte Token wie Paxos Gold (PAXG) und Tether Gold (XAUT) [1].
Analysten sehen bullische Signale
Trotz der schwachen Performance sehen einige Analysten Chancen. Der Krypto-Trader und Analyst Michaël van de Poppe prognostizierte "mehr Aufwärtspotenzial am Horizont" für Bitcoin [2]. "In meiner These wird Gold überbewertet, während Bitcoin unterbewertet wird", erklärte er gegenüber seinen X-Followern [2].
Historische Vergleiche zeigen, dass in jedem Bitcoin-Bärenmarkt der wöchentliche Relative-Stärke-Index (RSI) unter 30 einen langfristigen Boden für das Paar markierte [2]. Der wöchentliche RSI liegt derzeit bei 29,5 und erreicht damit Tiefststände, die seit fast drei Jahren nicht mehr gesehen wurden [2].
"Das Beste daran: Im Tages-Chart beginnt sich eine bullische Divergenz zu bilden, was signalisiert, dass kurzfristig mehr Aufwärtspotenzial am Horizont ist", fügte van de Poppe hinzu [2].
Kritische Unterstützungsmarke
Allerdings warnte das Trading-Konto Wealthmanager, dass Bitcoin gegenüber Gold an einer entscheidenden Unterstützungsmarke steht. "Der letzte Bitcoin-Bärenmarkt begann offiziell, als wir diese Unterstützung verloren haben", hieß es in einem X-Post [2]. "Ich erwarte, dass wir hier eine Weile konsolidieren werden, aber ein Bruch ist wahrscheinlich innerhalb der nächsten Wochen" [2].
Messari bleibt trotz der kurzfristigen Schwäche langfristig konstruktiv. Die Analysten führen die Underperformance vor allem auf strukturelle Veränderungen zurück: Bitcoin ist heute liquider, stärker reguliert und über ETFs leichter handelbar als je zuvor [1]. Große Bestände können erstmals ohne massiven Markteinfluss verkauft werden [1].
Quellen
KI-gestützter Inhalt
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.