Bitcoin-Markt steht unter historischem Stress: Rekord-ETF-Volumen trifft auf Whale-Kapitulation

Bitcoin-Markt steht unter historischem Stress: Rekord-ETF-Volumen trifft auf Whale-Kapitulation

BlackRocks Bitcoin-ETF verzeichnete ein beispielloses tägliches Handelsvolumen von 10 Milliarden Dollar inmitten eines brutalen Ausverkaufs, bei dem Großanleger in nur acht Tagen über 81.000 BTC abstoßen, während Kleinanleger aggressiv akkumulieren – eine Kombination, die historisch gesehen auf verlängerte Bärenzyklen hindeutet.

Bitcoin-Markt steht unter historischem Stress: Rekord-ETF-Volumen trifft auf Whale-Kapitulation

Der Bitcoin-Markt durchlebt einen Moment außergewöhnlichen Stresses, der divergierende Verhaltensweisen zwischen institutionellen Produkten, Großanlegern und Kleinanlegern offenbart. BlackRocks Spot-Bitcoin-ETF hat Handelsrekorde gebrochen, während gleichzeitig massiv Kapital abfloss, und die bedeutendsten Halter der Kryptowährung kapitulieren auf einem Niveau, das seit neun Monaten nicht mehr beobachtet wurde. Dieses Zusammentreffen von extremem Volumen, Whale-Distribution und Retail-Akkumulation schafft eine Marktstruktur, die historisch gesehen längeren Abschwüngen vorausgeht.

Die aus dieser Dynamik resultierenden Volatilitäts- und Volumenmuster deuten darauf hin, dass der Markt eine fundamentale Neubewertung durchläuft und nicht nur eine vorübergehende Korrektur. Zu verstehen, was unter der Oberfläche geschieht, ist entscheidend für jeden, der sich in dieser turbulenten Phase im Bitcoin positioniert.

Die Fakten

BlackRocks iShares Bitcoin Trust ETF (IBIT) verzeichnete am Donnerstag laut Bloomberg-ETF-Analyst Eric Balchunas ein Allzeithoch beim täglichen Handelsvolumen von 10 Milliarden Dollar[1]. Dieses Rekordvolumen trat auf, als der ETF seinen zweitschlechtesten Tagesrückgang seit der Einführung erlebte und in einer einzigen Sitzung um 13% fiel[1]. Die schlechteste Tagesperformance des Fonds bleibt ein Absturz um 15%, der am 8. Mai 2024 verzeichnet wurde[1].

Der Volumenanstieg erfolgt inmitten anhaltender Abflüsse aus IBIT, der am Mittwoch Netto-Rücknahmen von 373,4 Millionen Dollar verzeichnete und im gesamten Jahr 2026 nur an 10 Handelstagen Netto-Zuflüsse aufwies[1]. Der Preis des ETF ist von seinem Oktober-Höchststand von fast 70 Dollar um etwa 48% auf 36,10 Dollar zum Handelsschluss am Donnerstag gefallen[1]. Bitcoin selbst ist von seinem Allzeithoch von rund 126.000 Dollar Anfang Oktober auf das aktuelle Niveau von etwa 64.000 Dollar um ungefähr 50% eingebrochen[1].

Bob Elliott, Investmentchef bei Unlimited Funds, stellte fest, dass der durchschnittliche in IBIT investierte Dollar zum Handelsschluss am Freitag nun im Minus liegt[1]. Währenddessen warnte der erfahrene Trader Peter Brandt, dass Bitcoin "Anzeichen von Kampagnenverkäufen" zeigt, wobei kaum Kaufunterstützung auftaucht[1].

Auf der Seite der Halterverteilung sind große Bitcoin-Wallets, die zwischen 10 und 10.000 BTC enthalten – von der Krypto-Sentiment-Plattform Santiment als "Whale- und Shark-Wallets" klassifiziert – auf ein Neun-Monats-Tief gefallen und kontrollieren zusammen etwa 68,04% des gesamten Bitcoin-Angebots[2]. Diese Großanleger haben in nur acht Tagen 81.068 BTC abgestoßen, als Bitcoin von etwa 90.000 Dollar auf 65.000 Dollar fiel, ein Rückgang um 27%[2].

In scharfem Kontrast zum Whale-Verhalten haben Kleinanleger, die weniger als 0,1 Bitcoin halten, aggressiv akkumuliert, wobei "Shrimp-Wallets" ein 20-Monats-Hoch erreichten und nun 0,249% des gesamten Bitcoin-Angebots ausmachen, was etwa 52.290 BTC entspricht[2]. Santiment erklärte, dass "diese Kombination aus verkaufenden Schlüsselakteuren und kaufenden Kleinanlegern historisch gesehen das ist, was Bärenzyklen schafft"[2]. Der Crypto Fear & Greed Index fiel am Freitag auf 9 von 100, seinen niedrigsten Wert seit Mitte 2022 nach dem Zusammenbruch der Terra-Blockchain[2].

Analyse & Kontext

Das Zusammentreffen von Rekord-ETF-Handelsvolumen mit anhaltenden Abflüssen und Whale-Kapitulation zeichnet das Bild eines Marktes im Übergang, bei dem bestehende Halter Positionen verlassen, während neue Teilnehmer versuchen, fallende Messer zu fangen. Die 10 Milliarden Dollar tägliches Volumen bei IBIT repräsentieren nicht Vertrauen, sondern Panik – ein Kampf um Liquidität, während Halter zu den Ausgängen drängen. Hohes Volumen bei fallenden Preisen deutet typischerweise auf Distribution hin, nicht auf Akkumulation durch informiertes Geld.

Das Whale-Distributionsmuster ist besonders bedeutsam, weil diese Halter – die zwischen 10 und 10.000 BTC kontrollieren – erfahrene Marktteilnehmer repräsentieren, die Bitcoin über Jahre hinweg auf verschiedenen Preisniveaus akkumuliert haben. Ihr koordinierter Verkauf deutet auf eine fundamentale Neubewertung der kurzfristigen Aussichten von Bitcoin hin. Wenn diese Kohorte gemeinsam das Engagement auf Neun-Monats-Tiefs reduziert, entfernt sie eine kritische Schicht potenzieller Kaufunterstützung vom Markt. Dies sind keine schwachen Hände, die kleine Positionen in Panik verkaufen; dies sind bedeutende Halter, die kalkulierte Entscheidungen zur Risikoreduktion treffen.

Historisch gesehen hat das von Santiment identifizierte Muster – verkaufende Whales bei kaufenden Kleinanlegern – tatsächlich verlängerte Bärenmärkte vorweggenommen. Dies geschah prominent Anfang 2018, als Bitcoin im Laufe eines Jahres von 20.000 Dollar auf 3.000 Dollar fiel, und erneut 2021-2022, als es von 69.000 Dollar auf 15.000 Dollar sank. Die Dynamik schafft einen Vermögenstransfer von uninformierten Kleinanlegern, die während euphorischer Rallyes kaufen oder versuchen, Böden zu erwischen, zu erfahrenen Haltern, die zu erhöhten Preisen distribuieren. Der Crypto Fear & Greed Index, der Niveaus erreicht, die seit dem Terra-Zusammenbruch nicht mehr gesehen wurden, ist besonders bedrohlich, da diese Periode den Beginn eines brutalen Bärenmarktes markierte, dessen Auflösung Monate dauerte.

Die Tatsache, dass der durchschnittliche IBIT-Investor nun im Minus liegt, stellt eine psychologische Schwelle dar, die zusätzlichen Verkaufsdruck auslösen könnte. ETF-Investoren haben im Gegensatz zu nativen Bitcoin-Haltern möglicherweise weniger Überzeugung und geringere Schmerztoleranz, was sie während ausgedehnter Drawdowns eher zur Kapitulation neigt. Die Kombination aus schwachen US-Arbeitsmarktdaten und KI-Sektor-Bedenken liefert fundamentale bärische Katalysatoren, die den Verkaufsdruck über typische technische Korrekturniveaus hinaus aufrechterhalten könnten.

Zentrale Erkenntnisse

• BlackRocks Bitcoin-ETF verzeichnete ein historisches Handelsvolumen von 10 Milliarden Dollar während eines eintägigen Rückgangs um 13%, wobei der durchschnittliche Investor nun Verluste hält – eine Konstellation, die typischerweise weitere Kapitulation statt Erholung vorwegnimmt.

• Große Bitcoin-Halter haben in acht Tagen über 81.000 BTC abgestoßen und ihre kollektive Angebotskontrolle auf Neun-Monats-Tiefs reduziert, wodurch kritische Marktunterstützung entfernt wird und signalisiert wird, dass erfahrenes Geld Positionen verlässt.

• Kleinanleger akkumulieren aggressiv, während Whales distribuieren, was die Marktstruktur repliziert, die historisch gesehen verlängerten Bärenzyklen vorausgeht, wie in 2018 und 2022 beobachtet.

• Die Marktstimmung ist auf Niveaus eingebrochen, die seit dem Zusammenbruch des Terra-Ökosystems Mitte 2022 nicht mehr beobachtet wurden, wobei der Crypto Fear & Greed Index 9 von 100 erreichte, was darauf hindeutet, dass die Kapitulation möglicherweise noch weiter gehen kann.

• Das Zusammentreffen von institutionellem ETF-Stress, Whale-Distribution und sich verschlechternden makroökonomischen Bedingungen schafft ein herausforderndes Umfeld, in dem vorübergehende Erholungen mit Skepsis betrachtet werden sollten, bis sich Halter-Dynamiken und Stimmung fundamental verändern.

KI-gestützter Inhalt

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.

Marktanalyse

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