Bitcoin-Markt im Chaos: 500 Millionen US-Dollar an Liquidationen und Manipulationsvorwürfe

Bitcoin-Markt im Chaos: 500 Millionen US-Dollar an Liquidationen und Manipulationsvorwürfe

Extreme Volatilität erschüttert den Kryptomarkt: Binnen kürzester Zeit wurden gehebelte Positionen im Wert von einer halben Milliarde US-Dollar liquidiert. Analysten sprechen offen von Marktmanipulation.

Massive Liquidationswelle erfasst beide Marktseiten

Der Bitcoin-Markt hat einen außergewöhnlich volatilen Handelstag erlebt, an dem Liquidationen im Gesamtwert von 500 Millionen US-Dollar verzeichnet wurden [1]. Die Verluste trafen beide Seiten des Marktes: Long-Positionen im Wert von 350 Millionen US-Dollar sowie Short-Positionen im Umfang von 150 Millionen US-Dollar wurden ausgelöscht [1].

Auslöser der heftigen Kursbewegungen waren die US-Inflationsdaten für November. Der Consumer Price Index (CPI) verzeichnete einen der größten monatlichen Rückgänge seit 2023 und lag deutlich unter den Erwartungen [3]. Die Jahresinflationsrate für November betrug 2,7 Prozent, nachdem sie für die zwölf Monate bis September noch bei 3,0 Prozent gelegen hatte [3]. Statt der erwarteten 3,1 Prozent kam die Inflation damit um einen "massiven Betrag" niedriger herein, wie der Crypto Trader Daan Crypto Trades feststellte [3].

Kurzlebige Ausbrüche als Falle für Trader

Der Bitcoin-Kurs sprang nach Veröffentlichung der Inflationsdaten kurzzeitig über die Marke von 89.000 US-Dollar [1]. Doch der Ausbruch erwies sich als Falle: Binnen 30 Minuten stürzte der Kurs ab und liquidierte gehebelte Positionen im Wert von 140 Millionen US-Dollar [1].

Die Gesamtliquidationen innerhalb von 24 Stunden erreichten über 630 Millionen US-Dollar [3]. Bereits am Vortag hatte sich ein ähnliches Bild struktureller Instabilität gezeigt: Innerhalb von nur zwei Stunden schwankte die gesamte Marktkapitalisierung des Krypto-Sektors um beachtliche 140 Milliarden US-Dollar [1].

Vorwürfe der Marktmanipulation

Die ungewöhnlichen Kursbewegungen haben zu Spekulationen über gezielte Marktmanipulation geführt. Der Co-Gründer des Analysehauses Glassnode spricht mittlerweile offen von "Manipulation" [1]. Der Kurs handelt richtungslos in einer breiten Spanne und arbeitet systematisch Liquiditätszonen ab, was Trader reihenweise aus dem Markt spült [1].

Crypto Trader Ted Pillows erkannte Ähnlichkeiten zum Jahresanfang und stellte die Frage: "$BTC imitiert das Q1 2025 Fractal. Was wenn sich dies fortsetzt?" [3]. Seine Chart-Analyse deutete auf einen weiteren makroökonomischen Boden hin, ähnlich dem Anfang April, als das Paar kurzzeitig unter 75.000 US-Dollar fiel [3].

Strukturell instabile Marktlage

Ein aktueller Bericht der Analyse-Plattform Glassnode untermauert die Frustration vieler Anleger [1]. Bitcoin bleibt in einer strukturell instabilen Range gefangen. Die jüngste Ablehnung bei knapp 93.000 US-Dollar und der darauffolgende Rückgang auf 85.600 US-Dollar verdeutlichen das anhaltende Überangebot am Markt [1].

Die Nachfrage am Spot-Markt wird als selektiv und kurzlebig beschrieben [1]. Es fehlt an einer koordinierten Akkumulation, um die Kursrücksetzer nachhaltig aufzufangen. Die Volumina an den wichtigsten Handelsplätzen stagnieren [1].

Bedingungen für eine Trendwende

Für eine Trendwende nennen die Analysten klare Bedingungen: Entweder müssen die Verkäufer oberhalb von 95.000 US-Dollar kapitulieren, oder es bedarf eines massiven Zuflusses neuer Liquidität, um das Angebot zu absorbieren und wichtige technische Niveaus zurückzuerobbern [1].

Der Bitcoin-Kurs kann sich trotz der Turbulenzen weiterhin oberhalb der wichtigen Unterstützungsmarke von 86.100 US-Dollar behaupten [2]. Die 86.000 US-Dollar dürften zur Linie im Sand für die Bullen werden [2], während fallende US-Inflationszahlen den Verkaufsdruck kurzfristig reduzieren könnten [2].

Die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Zinssenkung bei der Fed-Sitzung am 28. Januar liegt laut CME Group's FedWatch Tool bei 26,6 Prozent [3].

KI-gestützter Inhalt

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.

Marktanalyse

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