Bitcoin-Mining steht unter wirtschaftlichem Druck durch steigende Kosten, während Umweltbehauptungen kritisch hinterfragt werden

Deutsche Bitcoin-Mining-Betriebe stehen vor wachsenden wirtschaftlichen Herausforderungen, da die Produktionskosten die Marktpreise übersteigen, während ESG-Forscher weitverbreitete Annahmen über die Umweltauswirkungen der Industrie infrage stellen.
Deutsche Mining-Betriebe kämpfen mit hohen Energiekosten
Bitcoin-Mining in Deutschland ist wirtschaftlich nicht mehr rentabel, da die Produktionskosten den Marktwert bei weitem übersteigen. Laut einer Analyse von BestBrokers auf Basis des Cambridge Bitcoin Electricity Consumption Index kostet das Mining eines einzelnen Bitcoins in Deutschland durchschnittlich 173.525 Euro – mehr als das Doppelte des Marktpreises der Kryptowährung Ende 2025 [1].
Deutschland macht derzeit etwa 3,06 Prozent der weltweiten Bitcoin-Produktion aus, wobei Miner durchschnittlich 13,85 Bitcoin täglich produzieren [1]. Diese Produktion hat jedoch einen hohen Preis: Der tägliche Energieverbrauch liegt bei etwa 12,8 Gigawattstunden oder 4.673,16 GWh jährlich [1].
Um dies in Perspektive zu setzen: Der jährliche Stromverbrauch für Bitcoin-Mining in Deutschland könnte Berlin mehr als vier Monate lang mit Energie versorgen oder mehr als 445.000 deutsche Haushalte ein ganzes Jahr lang versorgen, was etwas mehr als ein Prozent des gesamten Stromverbrauchs des Landes ausmacht [1]. Die täglichen Stromkosten für Mining-Betriebe übersteigen 2,4 Millionen Euro, basierend auf gewerblichen Stromtarifen von 0,1877 Euro pro Kilowattstunde [1].
Der Tag mit dem höchsten Verbrauch war der 13. Dezember, als deutsche Mining-Betriebe 13,34 GWh ausschließlich für die Bitcoin-Produktion nutzten [1]. Dieser wirtschaftliche Druck hat viele Miner gezwungen, ihre Aktivitäten in Richtung künstliche Intelligenz und Hochleistungsrechnen zu verlagern [1].
Umweltbehauptungen werden von der Forschungsgemeinschaft infrage gestellt
Während die Zahlen zum Energieverbrauch ein deutliches Bild zeichnen, hat der ESG-Forscher Daniel Batten mehrere weitverbreitete Behauptungen über die Umweltauswirkungen des Bitcoin-Minings infrage gestellt. In einer Social-Media-Reihe widersprach Batten neun gängigen Kritikpunkten und argumentierte, dass diese peer-reviewten Studien und Daten auf Netzebene widersprechen [2].
"Jede neu entstehende disruptive Technologie wird von Behauptungen begleitet, die auf mangelndem Verständnis, fehlenden Daten und der Angst vor etwas Unbekanntem beruhen", erklärte Batten [2].
Ein wichtiger Streitpunkt betrifft die Behauptung, dass Bitcoin übermäßige Ressourcen pro Transaktion verbraucht. Batten verwies auf peer-reviewte Forschung, die im Digital Mining Industry Report 2025 der Universität Cambridge zusammengefasst wurde und feststellte, dass der Energieverbrauch von Bitcoin weitgehend unabhängig vom Transaktionsvolumen ist [2]. "Das bedeutet, dass das Bitcoin-Transaktionsvolumen skalieren kann, ohne den Ressourcenverbrauch zu erhöhen", so das Forschungsergebnis [2].
Batten stellte auch Behauptungen infrage, dass Mining die Stromnetze destabilisiert, und argumentierte, das Gegenteil sei der Fall. Er behauptete, dass Bitcoin-Mining Netze durch flexibles Lastmanagement tatsächlich stabilisiert, insbesondere in Netzen mit hohem Anteil erneuerbarer Energien wie in Texas [2].
Debatten über CO2-Fußabdruck und erneuerbare Energien
In Bezug auf CO2-Emissionen argumentierte Batten, dass Bitcoin-Mining keine direkten Emissionen verursacht und nur Scope-2-Emissionen durch den Stromverbrauch entstehen [2]. Er behauptete, dass "Bitcoin-Mining tatsächlich die einzige globale Industrie ist, für die es robuste Drittdaten gibt, die zeigen, dass sie die 50-Prozent-Schwelle für nachhaltige Energie überschritten hat" [2].
Der Forscher widersprach auch der Vorstellung, dass Proof-of-Stake-Systeme wie Ethereum von Natur aus umweltfreundlicher sind als der Proof-of-Work-Mechanismus von Bitcoin. Er argumentierte, dass dieser Vergleich "den Fehler macht, Energieverbrauch mit Schaden gleichzusetzen", und betonte, dass Proof-of-Work Vorteile bietet, darunter Methanminderung, Netzstabilität und die Möglichkeit, verschwendete erneuerbare Energie zu monetarisieren [2].
Batten zitierte Beispiele von Bitcoin-Mining, das den Zugang zu erneuerbaren Energien ermöglicht, und verwies auf ein Projekt namens Gridless in Afrika, das schätzungsweise 28.000 Menschen mit erneuerbarer Energie versorgt hat [2]. Er verwies auch auf peer-reviewte Forschung von Moghimi et al. und Lai and You, die feststellte, dass Bitcoin-Mining die Abregelung erneuerbarer Energien erheblich reduzierte und die Wirtschaftlichkeit von Microgrids verbesserte [2].
Branchenkonsolidierung setzt sich fort
Der wirtschaftliche Druck, dem Bitcoin-Miner ausgesetzt sind, hat zu einer Konsolidierung innerhalb der Industrie geführt. Während kleinere Betreiber mit veralteter Hardware und hohen Strompreisen kämpfen, bleiben großangelegte Betriebe mit Zugang zu günstigeren Energiequellen profitabel [1]. Dieser Trend dürfte sich fortsetzen, da die wirtschaftliche Rentabilität des Minings zunehmend davon abhängt, wettbewerbsfähige Energietarife zu sichern.
Quellen
KI-gestützter Inhalt
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.