Bitcoin-Netzwerk feiert 17. Geburtstag: Proof of Keys Day und Open-Source-Meilenstein

Am 3. Januar jährt sich die Entstehung des Bitcoin-Netzwerks zum 17. Mal. Die Community nutzt den Tag, um zur Selbstverwahrung aufzurufen, während Fedi seinen kompletten Software-Stack als Open Source veröffentlicht.
Genesis-Block markiert historischen Wendepunkt
Am 3. Januar 2009 erstellte Satoshi Nakamoto den ersten Block der Bitcoin-Blockchain und startete damit das Netzwerk, das heute seinen 17. Geburtstag feiert [1]. Der sogenannte Genesis-Block, auch als "Block 0" bezeichnet, wurde um 19:15:05 Uhr deutscher Zeit erstellt, wie aus dem im Blockheader hinterlegten Timestamp hervorgeht [1].
Dieser erste Block unterscheidet sich in mehreren Aspekten von allen nachfolgenden Blöcken: Er wurde nicht durch den Einsatz von Rechenleistung geminet, sondern direkt erstellt [1]. Die Blockhöhe "0" bedeutet, dass vor dem Genesis-Block keine Vorläuferblöcke existieren, was einen einzigartigen Ankerpunkt in der Blockchain darstellt [1].
Versteckte Botschaft mit politischer Aussage
Besonders bemerkenswert ist die in der Coinbase-Transaktion des Blocks eingebettete Nachricht: "The Times 03/Jan/2009 Chancellor on brink of second bailout for banks" [1]. Diese Überschrift der englischen Tageszeitung "The Times" vom 3. Januar 2009 macht auf die Probleme des zentral gesteuerten Fiatgeldsystems aufmerksam, exemplarisch dargestellt durch die Bankenrettungen im Kontext der Weltfinanzkrise 2008 [1].
Die Einbettung dieser tagesaktuellen Überschrift dient zugleich als Beweis dafür, dass vor dem 3. Januar 2009 kein Mining stattgefunden hat [1]. Interessanterweise enthält der Genesis-Block einen "Fehler", der dazu führt, dass die Mining-Belohnung von 50 Bitcoin niemals ausgegeben werden kann [1]. Diese Coins sind nicht Teil des UTXO-Sets und theoretisch auch nicht Teil der Gesamtmenge von knapp 21 Millionen Bitcoin [1].
Proof of Keys Day: Aufruf zur Selbstverwahrung
Der 3. Januar hat sich in der Bitcoin-Community nicht nur als Geburtstag des Netzwerks etabliert, sondern auch als "Proof of Keys Day" [1]. An diesem Tag ruft die Community traditionell dazu auf, Bitcoin von Börsen oder anderen Drittanbietern abzuziehen und in die Eigenverwahrung zu nehmen [1].
Das Prinzip "Not Your Keys, Not Your Coins" bedeutet, dass nur diejenigen, die ihre privaten Schlüssel selbst verwalten, wirklich Eigentümer ihrer Bitcoin sind [1]. Die Notwendigkeit der Selbstverwahrung zeigten schmerzhafte Beispiele wie der Kollaps der damals größten Bitcoin-Börse Mt.Gox im Jahr 2014 oder die jüngeren Fälle der Exchange FTX und der Lending-Plattform Celsius [1]. Im Gegensatz zum traditionellen Bankensystem gibt es bei Bitcoin keine Einlagensicherung, was bedeutet, dass im Falle einer Insolvenz die Coins der Kunden Teil der Insolvenzmasse werden können [1].
Fedi veröffentlicht kompletten Code als Open Source
Passend zum Jubiläum kündigte das Unternehmen Fedi an, seinen gesamten Software-Stack am 3. Januar als Open Source zu veröffentlichen und damit ein bei der Einführung 2024 gegebenes Versprechen einzulösen [2]. Die gesamte Fedi-Software wurde unter die Affero General Public License (AGPL) gestellt, nachdem sie zuvor unter einer Business Source License stand [2].
Die Wahl des Datums ist bewusst gewählt und spiegelt den Fokus auf Community-Ownership und dezentrale Finanzinfrastruktur wider [2]. Die AGPL-Lizenz ist darauf ausgelegt sicherzustellen, dass Verbesserungen öffentlich bleiben, selbst wenn die Software in gehosteten oder vernetzten Diensten verwendet wird [2].
Fedi wird von Communities genutzt, um lokale finanzielle und soziale Systeme aufzubauen [2]. Die App kombiniert verschlüsselte Nachrichten, Bitcoin-Zahlungen und zusätzliche Dienste durch Mini-App-Erweiterungen [2]. Die Wallet-Infrastruktur basiert auf dem Fedimint-Protokoll, das es Gruppen ermöglicht, eine gemeinsame Bitcoin-Custody unter Verwendung föderierter Vertrauensmodelle zu betreiben [2].
Von dezentralem Netzwerk zu globaler Adoption
Seit dem Netzwerkstart hat sich Bitcoin von einem Spielzeug für eine Handvoll Nerds zu einem global verteilten, dezentralen Geldsystem entwickelt, das mittlerweile auch große Investment-Manager und sogar Staaten nutzen [1]. Die mehr als 1 Million BTC, die Satoshi Nakamoto zugeordnet werden, wurden bislang nie bewegt, und es wird angenommen, dass der Zugang zu den Coins zerstört wurde [1].
Quellen
KI-gestützter Inhalt
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.