Bitcoin erholt sich auf 88.000 US-Dollar – Schlüsselindikatoren signalisieren verbesserte Risikolage
Nach einem turbulenten Abverkauf zeigt Bitcoin erste Erholungstendenzen. Wichtige Kennzahlen wie die Sharpe Ratio deuten auf ein attraktiveres Chance-Risiko-Verhältnis hin, während ETF-Zuflüsse zurückkehren.
Erholung nach drastischem Kursrückgang
Der Bitcoin-Kurs zeigt nach einer turbulenten Phase erste Anzeichen einer nachhaltigen Erholung. Nachdem die größte Kryptowährung zeitweise auf 82.000 US-Dollar abgestürzt war, notiert sie am Dienstagmorgen wieder bei rund 88.000 US-Dollar [1]. Die Gesamtmarktkapitalisierung des Krypto-Marktes überschreitet damit wieder die psychologisch wichtige Marke von 3 Billionen US-Dollar [1].
Besonders bemerkenswert ist die Geschwindigkeit des vorangegangenen Absturzes: In nur zehn Tagen verlor Bitcoin etwa 23 Prozent oder über 24.000 US-Dollar an Wert [3]. Dennoch erreichte die Kryptowährung am späten Montag bereits wieder 89.000 US-Dollar [3].
Sharpe Ratio signalisiert verbesserte Risikolage
Eine der bedeutendsten Entwicklungen zeigt sich bei der Sharpe Ratio, einem klassischen Finanzinstrument zur Bewertung des Risiko-Rendite-Verhältnisses. Der Indikator ist erstmals seit Juni 2023 wieder in den grünen Bereich unter null gefallen [2]. Dies deutet darauf hin, dass Bitcoin im Verhältnis zum eingegangenen Risiko wieder attraktiver geworden ist.
"Wir betreten jetzt die gleiche Zone, die wir 2019, 2020 und 2022 gesehen haben – Perioden, in denen die Sharpe Ratio auf strukturell niedrigen Niveaus verweilte, bevor neue mehrmonatige Trends entstanden", erklärte CryptoQuant-Analyst MorenoDV [2]. Er betonte jedoch: "Dies garantiert keinen Boden, aber es zeigt an, dass sich die Qualität zukünftiger Renditen zu verbessern beginnt, vorausgesetzt der Markt stabilisiert sich" [2].
Historisch gesehen haben niedrige Sharpe-Ratio-Werte oft neue langfristige Aufwärtstrends angekündigt, wenn sogenanntes "Smart Money" in den Markt eintritt [3]. Die Ratio erreichte ihren letzten langfristigen Tiefpunkt im November 2022, etwa zwei Monate vor dem Ende des letzten Krypto-Bärenmarktes [2].
Positive Signale durch Zinssenkungserwartungen
Verantwortlich für die aktuelle Erholung zeichnen insbesondere neue Hoffnungen auf eine US-Leitzinssenkung im Dezember. Nach Präsident Donald Trump sprach sich nun auch Fed-Gouverneur Christopher Waller deutlich für weitere Zinssenkungen aus [1]. Die Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt am 10. Dezember liegt derzeit bei über 80 Prozent [1].
Diese Zinssenkungsfantasien, kombiniert mit starken Quartalszahlen von Nvidia, trieben auch den Nasdaq-100 um 2,6 Prozent auf 24.873 Punkte [1]. Traditionell gilt eine expansive Geldpolitik als förderlich für risikobehaftete Anlagen wie Bitcoin und andere Kryptowährungen.
ETF-Zuflüsse kehren zurück
Auch bei den Bitcoin- und Ethereum-Spot-ETFs zeigt sich eine Trendwende. Nachdem die Bitcoin-ETFs in den vergangenen Wochen rund 3 Milliarden US-Dollar verloren hatten, flossen an den beiden zurückliegenden Handelstagen wieder 248 Millionen US-Dollar in die Indexfonds von BlackRock, Fidelity und anderen Anbietern [1].
Historische Onchain-Bewegungen
Bemerkenswert ist das Ausmaß der Onchain-Aktivitäten: Mehr als 8 Prozent aller Bitcoin wurden in der vergangenen Woche bewegt [3]. Dies ereignete sich in den letzten sieben Jahren nur zweimal zuvor – im Dezember 2018 und März 2020, beides während Bärenmärkten [3]. "Dies macht den jüngsten Rückgang zu einem der bedeutendsten Onchain-Ereignisse in Bitcoins Geschichte", kommentierte Joe Burnett, Director of Bitcoin Strategy bei Semler Scientific [3].
Trotz dieser positiven Signale bleiben einige Marktteilnehmer skeptisch. Der langjährige Trader Peter Brandt vergleicht die Erholung von den 80.500-Dollar-Tiefs mit einem sogenannten "Dead Cat Bounce" im Rahmen eines breiteren Abwärtstrends [2].
Quellen
KI-gestützter Inhalt
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.