Bitcoins Rekord-Angst-Wert und massiver Short-Squeeze-Aufbau deuten auf 60.000 $ als potenziellen Zyklus-Boden hin

Die Marktstimmung ist auf den niedrigsten Stand in der Geschichte von Bitcoin gefallen, während über 5,4 Milliarden Dollar an Short-Positionen über den aktuellen Preisen liegen. Dies schafft technische Bedingungen, die historisch wichtige Marktböden markiert haben – obwohl makroökonomische Gegenwinde und strukturelle Schwächen darauf hindeuten, dass die Volatilität anhalten könnte.
Extreme Angst trifft auf historische Kaufgelegenheit, während Bitcoin kritische Unterstützung testet
Bitcoins Erholung über 71.000 $ in dieser Woche erfolgt inmitten einer seltenen Konstellation von Signalen, die historisch zyklische Böden markiert haben: Stimmungsindikatoren erreichen Rekordtiefs, massive Liquidationsungleichgewichte begünstigen Aufwärtsbewegungen, und langfristige Halter akkumulieren aggressiv trotz kurzfristiger Distribution. Der Crypto Fear & Greed Index stürzte am Wochenende auf nur 7 ab – der niedrigste Wert in der gesamten Geschichte des Assets – während Bitcoins täglicher Relative Strength Index (RSI) auf 15 fiel, Niveaus, die zuletzt während der Kapitulationsereignisse im März 2020 und dem Bärenmarkt-Boden von 2018 beobachtet wurden [1]. Doch unter dieser oberflächlichen Panik zeigen Onchain-Daten ein differenzierteres Bild: Während langfristige Halter letzte Woche an einem einzigen Tag 245.000 BTC distribuierten, stieg das gesamte langfristige Halter-Angebot paradoxerweise im Jahr 2026 auf 13,81 Millionen BTC, gegenüber 13,63 Millionen zu Jahresbeginn [2]. Diese Divergenz deutet darauf hin, dass einige Veteranen zwar während der Volatilität Gewinne mitnahmen, die breitere Investorenbasis den Rückgang unter 60.000 $ jedoch als strategische Akkumulationsgelegenheit betrachtete.
Die Fakten
Die Marktstimmung erreichte beispiellos pessimistische Niveaus, als Bitcoin letzten Freitag kurzzeitig unter 60.000 $ fiel, bevor er sich erholte. Der Crypto Fear & Greed Index, der Marktgefühle über mehrere Indikatoren misst, verzeichnete einen Endstand von 7, nachdem er intraday 5 berührt hatte – der extremste Angst-Wert in der Geschichte des Index [1]. MN Capital-Gründer Michaël van de Poppe bemerkte, dass Bitcoins täglicher RSI gleichzeitig auf 15 fiel, ein technisch überverkaufter Zustand, der nur bei großen Kapitulationsereignissen wie dem COVID-19-Crash im März 2020 und dem Bärenmarkt-Tief von 2018 aufgetreten ist [1].
Liquidationsdaten von CoinGlass zeigen ein erhebliches Ungleichgewicht, das Aufwärtspreisbewegungen befeuern könnte. Die Heatmap der Plattform zeigt über 5,45 Milliarden Dollar an kumulierten Short-Liquidationen, die etwa 10.000 $ über den aktuellen Preisniveaus positioniert sind, verglichen mit nur 2,4 Milliarden Dollar an Liquidationen bei einem erneuten Test des 60.000-$-Unterstützungsniveaus [1]. Diese Asymmetrie deutet darauf hin, dass jede anhaltende Aufwärtsdynamik kaskadierende Short-Squeezes auslösen könnte, die potenziell eine Erholungsrally beschleunigen.
Onchain-Metriken zeichnen ein Bild strategischer Neupositionierung unter Bitcoins engagiertesten Haltern. Glassnode-Daten zeigen, dass langfristige Halter – definiert als Adressen, die Bitcoin mindestens 155 Tage halten – letzten Donnerstag eine Netto-Positionsänderung von minus 245.000 BTC verzeichneten, was den größten täglichen Abfluss seit Dezember 2024 und ein zyklusrelatives Extrem in der Distribution darstellt [2]. CryptoQuant-Daten zeigen jedoch gleichzeitig, dass das gesamte langfristige Halter-Angebot trotz dieses offensichtlichen Verkaufsdrucks im Jahr 2026 auf 13,81 Millionen BTC von 13,63 Millionen BTC gestiegen ist [2]. Das Spent-Output Profit Ratio (SOPR) der langfristigen Halter erlangte am Montag wieder eine Position über 1,0, was darauf hinweist, dass Halter keine Verluste mehr realisieren und dass Bitcoin sich wieder über den durchschnittlichen Anschaffungskosten für diese Kohorte bewegt [2].
Strukturelle technische Indikatoren legen jedoch nahe, dass Vorsicht weiterhin angebracht ist. CryptoQuant-Analysen zeigen, dass Bitcoin deutlich unter sowohl seinem 50-Tage-Durchschnitt nahe 87.000 $ als auch seinem 200-Tage-Durchschnitt um 102.000 $ handelt, wobei der Price Z-Score der Plattform bei minus 1,6 liegt – was darauf hindeutet, dass das Asset unter seinem statistischen Mittelwert handelt und anhaltenden Verkaufsdruck widerspiegelt [1]. Krypto-Analyst Darkfost hob besorgniserregende Derivatmarkt-Dynamiken hervor, wobei das monatliche Netto-Taker-Volumen am Sonntag scharf negativ auf minus 272 Millionen Dollar drehte und Binances Taker-Buy-Sell-Ratio unter 1,0 rutschte, beides Signale anhaltender Verkaufsdominanz [1].
Bitcoin-Investor Jelle fügte längerfristigen historischen Kontext hinzu und stellte fest, dass sich vergangene Bitcoin-Bärenmarkt-Böden typischerweise unter dem 0,618-Fibonacci-Retracement-Level gebildet haben, das für den aktuellen Zyklus nahe 57.000 $ liegt, wobei tiefere historische Szenarien sich potenziell in Richtung 42.000 $ erstrecken könnten [1]. Währenddessen üben makroökonomische Bedingungen weiterhin Druck auf Risiko-Assets aus, wobei die Märkte laut CME FedWatch-Daten dem März-FOMC-Meeting eine Wahrscheinlichkeit von 82,2 % für keine Zinssenkung der Federal Reserve zuschreiben, während die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe nahe Mehrmonats-Hochs von 4,22 % verharrt [2].
Analyse & Kontext
Die aktuelle Marktkonfiguration stellt ein klassisches konträres Setup dar, bei dem maximaler Schmerz mit maximaler Gelegenheit zusammenfällt – obwohl die Bestimmung, welche Kraft sich letztendlich durchsetzt, eine Untersuchung sowohl der technischen als auch der fundamentalen Landschaft erfordert. Historisch haben sich extreme Stimmungswerte als bemerkenswert zuverlässige Boden-Indikatoren über Bitcoins mehrere Zyklen erwiesen. Die Kapitulation von 2018, die den Fear & Greed Index auf ähnliche Tiefs brachte, ging einer 15-monatigen Akkumulationsphase voraus, die letztendlich den Bullenmarkt 2020-2021 startete. Der COVID-Crash vom März 2020, der ebenfalls RSI-Niveaus nahe 15 verzeichnete, markierte den präzisen Boden vor Bitcoins anschließender 10x-Rally auf 69.000 $. Diese Präzedenzfälle legen nahe, dass weitere Abwärtsvolatilität zwar auftreten kann, die Wahrscheinlichkeit, dass 60.000 $ ein dauerhaftes Zyklus-Tief darstellen, jedoch erheblich gestiegen ist.
Die Divergenz zwischen langfristiger Halter-Distribution und steigendem Gesamt-LTH-Angebot offenbart ausgeklügelte Marktdynamiken am Werk. Der massive eintägige Abfluss von 245.000 BTC stellt Gewinnmitnahmen der frühesten Zyklus-Einsteiger dar – wahrscheinlich jener, die 2023 unter 30.000 $ akkumulierten – während das steigende Gesamtangebot darauf hinweist, dass kurzfristige Halter, die zu höheren Preisen gekauft haben, nun in den Status langfristiger Halter hineinwachsen, da sie sich weigern, mit Verlusten zu kapitulieren. Dieses Muster charakterisiert typischerweise Re-Akkumulationsphasen statt Distributions-Tops. Die Rückkehr des LTH SOPR über 1,0 ist besonders signifikant, da sie anzeigt, dass der marginale Verkäufer nicht mehr bereit ist, Verluste zu realisieren, was einen natürlichen Preisboden schafft.
Die extreme Asymmetrie der Liquidations-Heatmap in Richtung Short-Liquidationen schafft einen mechanischen Rückenwind für die Erholung. Mit 5,45 Milliarden Dollar an Short-Positionen, die anfällig für erzwungene Deckungen sind, gegenüber nur 2,4 Milliarden Dollar, die weiteren Abwärtsdruck unterstützen, könnten selbst bescheidene Spot-Käufe reflexive Aufwärtskaskaden auslösen. Allerdings deuten das negative Taker-Volumen des Derivatemarkts und schwache Buy-Sell-Ratios darauf hin, dass diese Spot-Nachfrage sich noch nicht bedeutsam materialisiert hat. Die Spannung zwischen schwacher aktueller Dynamik und günstigem Positionierungs-Setup schafft eine gespannte Feder-Dynamik – die Auflösung hängt wahrscheinlich von externen Katalysatoren ab, insbesondere von makroökonomischen Daten.
Der geldpolitische Kurs der Federal Reserve bleibt die kritische Variable für kurzfristige Preisbewegungen. Da sich die Inflation als hartnäckiger als erwartet erweist und Zinssenkungserwartungen tief ins Jahr 2025 verschoben wurden, steht Bitcoin vor einem strukturell herausfordernden Umfeld für Risiko-Asset-Wertsteigerungen. Doch paradoxerweise könnte anhaltende monetäre Straffung Bitcoins Investmentthese als nicht-souveräner Wertspeicher und Inflationsschutz verstärken. Die zu beobachtenden technischen Niveaus sind klar: Anhaltender Handel über 70.000 $ würde das 60.000-$-Tief als erfolgreichen Test bestätigen, während ein Durchbruch unter 60.000 $ das 57.000-$-Fibonacci-Level und potenziell tiefere historische Unterstützungszonen öffnen würde.
Wichtigste Erkenntnisse
• Die Marktstimmung erreichte ihren extremsten Angst-Wert in Bitcoins Geschichte bei 7 auf dem Fear & Greed Index, mit einem RSI bei 15 – technische Bedingungen, die historisch große Zyklus-Böden während des Bärenmarkts 2018 und des Crashs vom März 2020 markiert haben.
• Über 5,45 Milliarden Dollar an Short-Liquidationen sind über den aktuellen Preisen positioniert, verglichen mit nur 2,4 Milliarden Dollar, die Abwärtsbewegungen unterstützen, was asymmetrisches Potenzial für Aufwärtspreisbeschleunigung schafft, falls Spot-Nachfrage entsteht.
• Langfristige Halter distribuierten 245.000 BTC im größten eintägigen Abfluss seit Dezember 2024, doch das gesamte LTH-Angebot stieg paradoxerweise auf 13,81 Millionen BTC, was auf Gewinnmitnahmen früher Einsteiger hindeutet, während neuere Käufer durch die Volatilität halten.
• Bitcoin bleibt strukturell schwach und handelt unter sowohl 50-Tage- als auch 200-Tage-Durchschnitten mit negativen Momentum-Indikatoren, während makroökonomische Gegenwinde durch hartnäckige Inflation und verzögerte Fed-Zinssenkungen weiterhin Druck auf Risiko-Assets ausüben.
• Historische Fibonacci-Analysen legen nahe, dass, falls das aktuelle 60.000-$-Level nicht hält, tiefere Korrekturen in Richtung 57.000 $ oder sogar 42.000 $ basierend auf früheren Bärenmarkt-Bodenbildungen unter dem 0,618-Retracement-Level möglich bleiben.
Quellen
KI-gestützter Inhalt
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.