Bitcoin-Sentiment auf Tiefstand: Historische Kaufchance oder Absturz?

Die Marktstimmung für Bitcoin ist auf ein Vier-Jahres-Tief gefallen. Während einige Analysten von einer historischen Einstiegsmöglichkeit sprechen, warnen andere vor einem Absturz auf 10.000 US-Dollar.
Extremer Fear-Modus: Bitcoin-Sentiment erreicht kritische Schwelle
Die Stimmung am Bitcoin-Markt hat ein Niveau erreicht, das historisch gesehen oft Wendepunkte markierte. Gleichzeitig warnen prominente Analysten vor einem beispiellosen Crash. Die entscheidende Frage für Investoren lautet nun: Steht Bitcoin vor einem nachhaltigen Boden oder droht eine weitere Kapitulation?
Die Parallelen zu früheren Marktphasen sind frappierend, doch die makroökonomischen Rahmenbedingungen unterscheiden sich fundamental von vergangenen Zyklen. Während technische Indikatoren auf extreme Überverkauftheit hindeuten, malen einige Experten Schreckensszenarien von einem Absturz auf 10.000 US-Dollar.
Die Fakten
Das Krypto-Finanzdienstleistungsunternehmen Matrixport konstatiert in einer aktuellen Analyse, dass die Marktstimmung auf "extrem deprimierte Niveaus" gefallen sei und breiten Pessimismus widerspiegele [1]. Der hauseigene Bitcoin Fear and Greed Index des Unternehmens zeigt ein bemerkenswertes Muster: Wenn der 21-Tage-Durchschnitt unter null fällt und sich anschließend wieder nach oben bewegt – wie derzeit der Fall –, bildeten sich in der Vergangenheit "nachhaltige Böden" [1].
"Dieser Übergang signalisiert, dass der Verkaufsdruck sich erschöpft und die Marktbedingungen beginnen, sich zu stabilisieren", erklären die Analysten von Matrixport [1]. Sie warnen jedoch gleichzeitig, dass die Preise kurzfristig noch weiter fallen könnten. Historisch gesehen hätten solche extrem negativen Sentiment-Werte jedoch attraktive Einstiegspunkte geboten [1]. Der alternative Fear and Greed Index von Alternative.me steht aktuell bei einem Wert von 10 von 100 Punkten – dem niedrigsten Stand seit Juni 2022 und ein klares Signal für "extreme Angst" [1].
Frank Holmes, Vorsitzender des Bitcoin-Mining-Unternehmens Hive, verdeutlichte die technische Situation: Bitcoin liege mittlerweile etwa zwei Standardabweichungen unter seiner 20-Tage-Handelsnorm. "Dies ist ein Niveau, das wir in den letzten fünf Jahren nur dreimal gesehen haben", betonte Holmes [1]. Historisch hätten solche Extreme kurzfristige Erholungen in den darauffolgenden 20 Handelstagen begünstigt [1]. Sollte Bitcoin den Februar im roten Bereich abschließen, würde dies die fünfte monatliche Verlustperiode in Folge bedeuten – die längste Verlustserie seit 2018 und einer der steilsten anhaltenden Abverkäufe in der Bitcoin-Geschichte [1].
Eine deutlich pessimistischere Einschätzung liefert Mike McGlone, Senior Commodity Strategist bei Bloomberg Intelligence. Er warnte, dass Bitcoin auf 10.000 US-Dollar fallen und möglicherweise die nächste US-Rezession ankündigen könnte [2]. McGlone argumentiert, dass die langjährige "Buy the Dip"-Mentalität, die risikoreiche Vermögenswerte seit 2008 gestützt habe, zusammenbrechen könnte [2].
McGlone verweist auf mehrere besorgniserregende Makro-Indikatoren: Die US-Börsenkapitalisierung im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt habe den höchsten Stand seit rund einem Jahrhundert erreicht, während die 180-Tage-Volatilität im S&P 500 und Nasdaq 100 auf dem niedrigsten Stand seit etwa acht Jahren liege [2]. Die "Krypto-Blase" sei derzeit am "implodieren", so McGlone, und die "Trump-Euphorie" habe ihren Höhepunkt erreicht, was zum marktübergreifenden Abverkauf beitrage [2]. Der Pessimismus spiegelt sich auch in den Kapitalflüssen wider: Zuletzt wurden 3,8 Milliarden US-Dollar aus Krypto-Fonds abgezogen [2].
Analyse & Einordnung
Die aktuelle Situation ist geprägt von einem fundamentalen Spannungsverhältnis zwischen technischen Kaufsignalen und makroökonomischen Warnzeichen. Historisch betrachtet waren Phasen extremer Angst tatsächlich oft ideale Einstiegspunkte für langfristig orientierte Bitcoin-Investoren. Die Zyklen von 2015, 2018 und 2022 zeigten alle ein ähnliches Muster: Extreme Sentiment-Tiefs markierten nachhaltige Böden, von denen aus mehrjährige Bullenmärkte starteten.
Allerdings unterscheidet sich das makroökonomische Umfeld 2025 fundamental von früheren Zyklen. Während Bitcoin in vergangenen Bärenmärkten oft isoliert von traditionellen Finanzmärkten agierte, ist die Korrelation zu Tech-Aktien und Risiko-Assets heute deutlich höher. Die von McGlone angesprochenen Bewertungsextreme an den Aktienmärkten könnten tatsächlich auf eine breitere Marktkorrektur hindeuten, die auch Bitcoin erfassen würde. Die Warnung vor einem Rückfall auf 10.000 US-Dollar erscheint zwar extrem, ist jedoch nicht völlig aus der Luft gegriffen, sollte es zu einer echten Rezession kommen.
Entscheidend für die weitere Entwicklung dürfte sein, ob Bitcoin seine Funktion als unkorrelierter Vermögenswert zurückgewinnen kann. Die extreme Überverkauftheit und das historisch niedrige Sentiment sprechen für zumindest eine technische Gegenbewegung in den kommenden Wochen. Die fundamentalen Faktoren – wie die fortgesetzte institutionelle Adoption, das begrenzte Angebot und die zunehmende geopolitische Unsicherheit – bleiben dabei langfristig positiv. Investoren sollten jedoch beachten, dass technische Kaufsignale keine Garantie für sofortige Erholungen sind und Sentiment-Extrema auch über längere Zeiträume bestehen bleiben können.
Fazit
• Bitcoin zeigt technisch extreme Überverkauftheit mit Sentiment-Werten, die historisch nachhaltige Böden markierten – kurzfristige Erholungen sind in solchen Phasen statistisch wahrscheinlich
• Die fünfte monatliche Verlustperiode in Folge wäre die längste seit 2018, während makroökonomische Warnzeichen wie extreme Bewertungen an Aktienmärkten zusätzliche Abwärtsrisiken bedeuten
• Die Spannweite der Analysten-Prognosen von technischer Erholung bis Crash auf 10.000 US-Dollar verdeutlicht die außergewöhnliche Unsicherheit im aktuellen Marktumfeld
• Langfristig orientierte Investoren könnten Phasen extremer Angst historisch gesehen als Akkumulationsmöglichkeit nutzen, sollten jedoch gestaffelte Einstiege in Betracht ziehen
• Die Korrelation zu traditionellen Risiko-Assets bleibt der entscheidende Faktor: Nur wenn Bitcoin seine Unabhängigkeit zurückgewinnt, können die fundamentalen Argumente ihre volle Wirkung entfalten
Quellen
KI-gestützter Inhalt
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.