Bitcoin kämpft nach Kurseinbruch um Stabilisierung – Liquidationen in Rekordhöhe

Nach einem erneuten Flash-Crash am Sonntag mit über 5 Prozent Verlust pendelt Bitcoin um die 91.000-Dollar-Marke. Analysten warnen vor strukturellen Herausforderungen im Markt.
Bitcoin verzeichnet schlechtesten November seit Jahren
Der Kryptomarkt bleibt nach dem heftigen Ausverkauf im November weiterhin angeschlagen. Bitcoin hat seit seinem Rekordhoch von über 125.000 US-Dollar im Oktober zeitweise rund ein Drittel an Wert verloren und pendelt aktuell wieder um die 91.000-Dollar-Marke[1]. Damit liegt die führende Kryptowährung zwar etwas über den Tiefs der Vorwoche, die Erholungsbewegung gestaltet sich jedoch mühsam.
Der November 2024 markiert für Bitcoin die schlechteste Monatsperformance des Jahres. Mit einem Minus von 17,49 Prozent verzeichnete die Kryptowährung ihre schwächste November-Performance seit 2018, als Bitcoin in einem brutalen Bärenmarkt 36,57 Prozent verlor[2]. Auch andere führende Kryptowährungen wie Ethereum, Solana und XRP handeln deutlich unter ihren Niveaus zu Monatsbeginn[1].
Flash-Crash am Sonntag löst Liquidationswelle aus
Am Sonntag kam es erneut zu einem sogenannten "Sunday Slam" – einem plötzlichen Kurseinbruch von über 5 Prozent[2]. Der Flash-Crash wurde durch eine "plötzliche Verkaufswelle ausgelöst, die zu einem Domino-Effekt führte, welcher durch die historisch hohen gehebelten Positionen noch verstärkt wurde", erklärte der Analyst Kobeissi[2].
Die Auswirkungen auf den Markt waren massiv: In den vergangenen 24 Stunden wurden über 180.000 Trader liquidiert, mit Gesamtliquidationen von 539 Millionen US-Dollar[2]. Fast 90 Prozent dieser Liquidationen betrafen Long-Positionen, überwiegend in Bitcoin und Ethereum[2]. Der Großteil der Liquidationen ereignete sich innerhalb weniger Stunden nach dem Kurseinbruch.
Strukturelle Schwäche oder temporäre Korrektur?
Analysten bewerten die aktuelle Marktsituation unterschiedlich. Kobeissi bezeichnete den aktuellen Krypto-Bärenmarkt als "struktureller Natur" und betonte: "Wir sehen dies NICHT als fundamentalen Rückgang an"[2]. Diese Einschätzung deutet darauf hin, dass die Kursschwäche primär auf technische und liquiditätsbedingte Faktoren zurückzuführen sein könnte.
Einige Trader bleiben trotz der jüngsten Turbulenzen optimistisch. Der Analyst "Sykodelic" kommentierte: "Dies ist tatsächlich ein großartiger Start in den Monat." Er verwies darauf, dass es keinen Sunday-Pump gab, die CME-Lücke bereits geschlossen wurde und 400 Millionen Dollar an Long-Positionen bereits abgebaut wurden[2]. Die Bereinigung der Abwärtsliquidität sei ein positives Zeichen für die weitere Entwicklung.
Datenlücke erhöht Unsicherheit am Markt
Erschwerend kommt hinzu, dass der Makromarkt derzeit mit einer historisch einmaligen Datenlücke kämpft. Der 43-tägige Regierungsstillstand in den USA von Anfang Oktober bis Mitte November führte dazu, dass zentrale Konjunkturindikatoren entfallen oder nur verzögert erscheinen[1]. Für Trader und Investoren bedeutet dies, dass die wenigen verfügbaren Datenpunkte umso stärker beachtet werden und potenziell zu erhöhter Volatilität führen können[1].
Besonderes Augenmerk liegt in dieser Woche auf der PCE-Kernrate, die als wichtiger Inflationsindikator gilt und die Kurse am Krypto-Markt beeinflussen könnte[1]. Die Datenlücke nach dem US-Shutdown erhöht dabei die Volatilität und schafft zusätzliche Trading-Chancen im Kryptomarkt[1].
Quellen
KI-gestützter Inhalt
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.