Bitcoin im Zentrum der Davos-Debatte: Trump setzt auf Krypto-Führungsrolle während Märkte auf Zollpolitik reagieren

Bitcoin im Zentrum der Davos-Debatte: Trump setzt auf Krypto-Führungsrolle während Märkte auf Zollpolitik reagieren

Beim Weltwirtschaftsforum in Davos rückte Bitcoin in den Fokus hochrangiger Diskussionen. Während US-Präsident Trump die Krypto-Führungsrolle der USA betonte, reagierten die Märkte nervös auf seine wechselhafte Zoll- und Grönlandpolitik.

Bitcoin wird auf Weltbühne ernst genommen

Das Weltwirtschaftsforum in Davos hat in diesem Jahr verdeutlicht, dass Bitcoin endgültig den Status eines Randthemas hinter sich gelassen hat. In Panels, Reden und direkten Auseinandersetzungen zwischen politischen Entscheidungsträgern, Zentralbankern und Unternehmern wurde die Kryptowährung als geldpolitische, geopolitische und gesellschaftliche Variable behandelt [1].

Trump positioniert USA als "Krypto-Hauptstadt"

US-Präsident Donald Trump stellte Bitcoin beim Forum in einen explizit geopolitischen Kontext. "Ich arbeite daran sicherzustellen, dass Amerika das Krypto-Zentrum der Welt bleibt", erklärte Trump in Davos [1]. Er verwies dabei auf laufende Gesetzgebungsprozesse im US-Kongress, darunter das Gesetz zur Krypto-Marktstruktur, das er nach eigenen Angaben bald unterzeichnen könne [1].

Trump begründete seine Initiative nicht nur innenpolitisch, sondern auch mit globalen Machtfragen: "Ich habe das aus zwei Gründen getan. Erstens, weil es politisch klug war. Aber viel wichtiger: China wollte diesen Markt ebenfalls, genauso wie sie den KI-Markt wollen" [1].

Eric Trump: Banken blockieren Krypto-Gesetzgebung

Eric Trump kritisierte auf seiner Bühne in Davos den Einfluss etablierter Finanzinstitute scharf. "Die großen Banken haben seit Jahren ein absolutes Monopol über unser Finanzsystem", sagte er [1]. Er erklärte, dass Banken ineffiziente Strukturen wie Verzögerungen im Zahlungsverkehr aufrechterhalten würden, um daraus wirtschaftliche Vorteile zu ziehen. "Warum kann man an einem Freitagnachmittag nach fünf Uhr keine Überweisung mehr tätigen? Weil die großen Banken es lieben, hunderte Milliarden Dollar über ein langes Wochenende liegen zu lassen und daran Zinsen zu verdienen", führte Trump Junior aus [1].

Dieser Widerstand erkläre auch die Blockade gegen klare Krypto-Regulierung: "Und genau deshalb tun die großen Banken alles, was sie können, um Krypto-Gesetzgebung zu stoppen" [1].

Direkter Schlagabtausch: Coinbase-CEO gegen Zentralbanker

Eine bemerkenswerte Konfrontation ergab sich zwischen Coinbase-CEO Brian Armstrong und dem französischen Zentralbankchef François Villeroy de Galhau. Armstrong argumentierte, dass das heutige Geldsystem erst 1971 entstanden sei, als Nixon den Goldstandard aufgegeben habe, und wir nun die Geburt eines Bitcoin-Standards erleben würden [1].

Der französische Zentralbankchef widersprach: "Ich vertraue unabhängigen Zentralbanken mit einem demokratischen Mandat mehr als privaten Emittenten von Bitcoin" [1]. Armstrong korrigierte diese Darstellung grundsätzlich: "Bitcoin ist ein dezentrales Protokoll. Es gibt tatsächlich keinen Emittenten. In dem Sinne, in dem Zentralbanken unabhängig sind, ist Bitcoin sogar noch unabhängiger. Es gibt kein Land, kein Unternehmen und keine einzelne Person, die Bitcoin kontrolliert" [1].

Diese Aussage führte zu Gelächter im Publikum, was die unterschiedlichen Grundannahmen über Geld und Souveränität auch auf höchster Ebene verdeutlichte [1].

Ray Dalio warnt vor Zusammenbruch der Geldordnung

Investor Ray Dalio von Bridgewater Associates beschrieb einen strukturellen Umbruch im globalen Geldsystem. "Die bestehende Geldordnung bricht auseinander", erklärte Dalio in Davos [1]. Staatliche Schuldtitel würden zunehmend ihre Rolle als verlässlicher Wertspeicher verlieren. "Fiat-Währungen in Form von Schulden werden von Zentralbanken nicht mehr so gehalten wie in der Vergangenheit", sagte er [1].

Als sichtbaren Ausdruck dieses Vertrauensverlustes nannte Dalio die starke Entwicklung des Goldmarktes: "Der Markt, der sich im letzten Jahr am stärksten bewegt hat, war Gold – deutlich stärker als die Technologiemärkte" [1].

Märkte reagieren nervös auf Trumps Zollpolitik

Trotz der positiven Krypto-Rhetorik belastete Trumps wechselhafte Handelspolitik die Bitcoin-Märkte erheblich. Die Kryptowährung fiel seit Anfang November 2025 von rund 110.000 US-Dollar auf unter 90.000 US-Dollar und kämpfte seither mit dieser Marke [2].

Chris Beauchamp, Chefmarktanalyst bei IG, schrieb: "Kryptowährungen boten keinen Zufluchtsort vor der Verkaufswelle, die als Reaktion auf Trumps Drohungen über die globalen Märkte schwappte" [2].

Nach Trumps Rede in Davos, in der er militärische Gewalt zur Übernahme Grönlands ausschloss und einen "Rahmen für eine zukünftige Vereinbarung" verkündete, stieg Bitcoin von etwa 87.000 auf 90.000 US-Dollar [2]. Die Rücknahme angedrohter Strafzölle gegen europäische Länder, die Trump auf Truth Social verkündete, führte zu einer Achterbahnfahrt beim Bitcoin-Kurs [3].

Über 24 Stunden verzeichnete Bitcoin letztlich nur einen geringfügigen Kurszuwachs von 0,4 Prozent [3]. Dass der Kryptomarkt nicht stärker reagierte, dürfte an offenen Fragen im Konflikt liegen, wie die territoriale Integrität Grönlands und die Zukunft des EU-USA-Handelsabkommens [3]. Das EU-Parlament hatte die Arbeit an der Umsetzung des Turnberry-Abkommens auf Eis gelegt [2][3].

Cory Klippsten, CEO des Bitcoin-Finanzdienstleisters Swan, erklärte: "Der größte Bremsfaktor für den Bitcoin-Preis im vergangenen Jahr waren Zölle. Das ist der Bremsfaktor für Risikoanlagen im Allgemeinen" [2]. Die Long/Short Ratio bei Bitcoin-Anlegern liegt derzeit ausgeglichen bei nahezu 50 Prozent auf beiden Seiten [3].

KI-gestützter Inhalt

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.

Makroökonomie

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