Bitcoin testet kritische $68K-Trendlinie, während Bullen $80K-Liquiditätszone anvisieren

Bitcoin testet kritische $68K-Trendlinie, während Bullen $80K-Liquiditätszone anvisieren

Bitcoins Erholung über $70.000 steht vor einem entscheidenden Test am 200-Wochen-EMA, während institutionelle ETF-Zuflüsse wieder einsetzen und die technische Analyse bedeutende Liquidationscluster zwischen $72.000 und $80.000 aufzeigt, die den nächsten großen Schritt bestimmen könnten.

Bitcoin steht am historischen Unterstützungsniveau vor einem entscheidenden Moment

Bitcoins jüngster Vorstoß in Richtung $70.000 hat einen kritischen Punkt erreicht, da die Kryptowährung nun ein technisches Niveau testet, das historisch den Unterschied zwischen anhaltender Erholung und tieferer Korrektur bestimmt hat. Während institutionelles Kapital nach wochenlangen anhaltenden Abflüssen wieder in Spot-ETFs fließt, beobachten Trader, ob die Bullen wichtige Unterstützungsniveaus zurückerobern können, die die Tür zu einer potenziellen liquiditätsgetriebenen Rally in Richtung $80.000 öffnen würden.

Das Zusammentreffen von wiederaufgenommener institutioneller Akkumulation, bedeutenden Short-Liquidationsclustern und historisch signifikanten gleitenden Durchschnitten hat ein technisches Setup geschaffen, das Bitcoins Trajektorie für die kommenden Wochen definieren könnte. Dennoch bleiben Analysten vorsichtig und merken an, dass es nach historischen Maßstäben verfrüht sein könnte, das Ende des aktuellen Bärenmarktes zu verkünden.

Die Fakten

Bitcoin berührte während der Handelssitzung am Mittwoch kurzzeitig $70.000, bevor er auf das $68.000-Niveau zurückfiel, wo er auf Widerstand vom exponentiellen gleitenden 200-Wochen-Durchschnitt (EMA) trifft, der derzeit bei $68.338 positioniert ist [1]. Analyst Rekt Capital identifizierte diese Trendlinie als kritische Schwelle und warnte, dass "der Moment der Wahrheit für Bitcoin kommt" und dass der Preis "einen wöchentlichen Schlusskurs über dem EMA benötigen wird und diesen in eine neue Unterstützung umwandeln muss, um gegen den Lauf der Geschichte anzukämpfen" [1].

Der Erholungsversuch verlor letztendlich an Momentum, wobei Bitcoin am Donnerstag unter $68.000 zurückfiel, als der 200-Wochen-EMA begann, "als Widerstand zu fungieren" [3]. Laut Rekt Capital "legt die Geschichte nahe, dass der Preis zusätzliche Abwärtsbewegungen begünstigen wird, solange Bitcoin unter dem 200-Wochen-EMA bleibt" [3]. Die Kryptowährung testet derzeit sowohl diesen gleitenden Durchschnitt als auch das Allzeithoch-Niveau von 2021 um $69.000, was eine entscheidende Widerstandszone schafft [6].

Die institutionelle Nachfrage hat nach einer längeren Phase der Kapitalflucht erneute Lebenszeichen gezeigt. In den USA ansässige Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten ihre größten Zuflüsse seit Anfang Februar, wobei allein am Mittwoch $507 Millionen in diese Produkte flossen [1]. Dies folgte auf Zuflüsse von $258 Millionen am Dienstag und beendete eine fünfwöchige Abfluss-Streake, die kumulative $3,8 Milliarden aus diesen Anlagevehikeln hatte abfließen sehen [2]. Große Player führten die Trendwende an, wobei Fidelity etwa $83 Millionen an Zuflüssen verzeichnete und BlackRocks iShares Bitcoin Trust rund $79 Millionen anzog [2].

Die Preisbewegung löste auch bedeutende Liquidationen im Derivatemarkt aus. Die Rally am Mittwoch auf $70.000 führte zu fast $200 Millionen an Short-Liquidationen, da bärische Trader gezwungen waren, Positionen zu schließen [6]. Überwachungsdaten von CoinGlass zeigen substanzielle Liquiditätscluster voraus, wobei etwa $2 Milliarden an Verkaufsorders zwischen $72.450 und $75.000 liegen [1]. Wenn die Bullen durch das $75.000-Niveau durchstoßen können, könnte dies einen "Liquidations-Squeeze" auslösen, der zusätzliche Short-Deckungen erzwingt und die Preise möglicherweise in Richtung des nächsten großen Clusters bei $80.000 treibt [1].

Allerdings zeigt die On-Chain-Analyse ein komplexeres Bild. Der realisierte Preis für Bitcoin-Halter, die vor sechs Monaten bis zwei Jahren gekauft haben, liegt bei $74.500, wobei das MVRV-Verhältnis (Market Value to Realized Value) dieser Kohorte derzeit bei 0,88 liegt – was darauf hinweist, dass sie im Durchschnitt mit Verlust halten [4]. Laut Analyst Anıl testete und eroberte Bitcoin das $64.200-Niveau zurück, das die durchschnittliche Kostenbasis für Coins im Alter von 18-24 Monaten darstellt [4], bleibt aber deutlich unter dem Break-Even-Punkt für die breitere Gruppe der Halter von sechs Monaten bis zwei Jahren.

Der breitere Marktkontext trug ebenfalls zu Bitcoins Aufschwung bei. Positive Unternehmensgewinne, insbesondere vom Chip-Giganten Nvidia, der einen Quartalsumsatz von $68,1 Milliarden meldete, verbesserten die Risikobereitschaft sowohl in Aktien- als auch in Kryptomärkten [2]. Alternative Kryptowährungen einschließlich Ethereum, Solana, Cardano und Dogecoin verzeichneten zweistellige Gewinne neben Bitcoins Erholung [2].

Trotz der Erholungsrally bleiben Trader höchst vorsichtig. Analyst Jelle merkte an, dass "die gestrige $BTC-Rally den Preis direkt in die vorherigen Zyklus-Hochs & den 12h-Trend drückte und dann abgelehnt wurde. Der Trend bleibt klar - seid vorsichtig & geht es langsam an" [3]. Trader Roman betonte, dass "jeder Bärenzyklus fast 80% von seinem Höhepunkt gefallen ist", verglichen mit Bitcoins aktuellem maximalen Drawdown von etwa 53% von seinem Allzeithoch im Oktober 2025 von $126.200 [3].

Analyse & Kontext

Das aktuelle technische Setup stellt einen klassischen Wendepunkt dar, an dem mehrere Zeitrahmen und Marktteilnehmer um kritische Preisniveaus konvergieren. Der 200-Wochen-EMA hat historisch als zuverlässiger Indikator für die langfristige Trendrichtung gedient – er fungiert als Unterstützung während Bullenmärkten und als Widerstand während Bärenphasen. Bitcoins aktuelle Unfähigkeit, dieses Niveau nachhaltig zurückzuerobern, deutet darauf hin, dass die Marktstruktur trotz des jüngsten Aufschwungs fragil bleibt.

Die Wiederaufnahme der ETF-Zuflüsse nach fünf aufeinanderfolgenden Wochen von Abflüssen signalisiert eine potenzielle Verschiebung der institutionellen Stimmung, aber das Ausmaß ist wichtig. Während $765 Millionen an Zweitages-Zuflüssen eine Verbesserung darstellen, verblassen sie im Vergleich zu den $3,8 Milliarden, die während des vorhergehenden Drawdowns abflossen. Der 90-Tage-Durchschnitt der ETF-Flüsse bleibt mit -$2,18 Milliarden tief negativ [5], was darauf hinweist, dass sich eine anhaltende institutionelle Re-Akkumulation noch nicht materialisiert hat. Historisch haben Bitcoins stärkste Rallys mit persistenten positiven ETF-Flüssen zusammengefallen, nicht mit isolierten Tagen von Zuflüssen inmitten eines breiteren negativen Trends.

Die Liquiditätsstruktur über den aktuellen Preisen schafft ein faszinierendes technisches Szenario. Die Clusterbildung von $2 Milliarden an Verkaufsorders zwischen $72.450 und $75.000, gefolgt vom $80.000-Niveau, deutet darauf hin, dass, wenn die Bullen ausreichend Momentum generieren können, um diese Zonen zu durchbrechen, die resultierende Short-Deckung die Preissteigerung beschleunigen könnte. Dies spiegelt Muster wider, die in früheren Erholungen zu sehen waren, wo Liquiditätsgriffe über Widerstandsniveaus kaskadierende Short-Liquidationen auslösten.

Allerdings liefern die On-Chain-Daten wichtigen Kontext über potenzielle Angebotüberh��nge. Da Halter, die vor sechs Monaten bis zwei Jahren gekauft haben, bei aktuellen Preisen unter Wasser sind, könnte jede Rally in Richtung ihres Break-Even-Punkts von $74.500 auf erhöhten Verkaufsdruck stoßen, da diese Kohorte versucht, Verlustpositionen zu verlassen. Ein entscheidender Schritt über $74.500 würde diese Halter wieder in den Gewinn bringen und potenziell den Verteilungsdruck reduzieren, was dieses Niveau zu einer kritischen psychologischen und technischen Schwelle jenseits der unmittelbaren $68.000-$70.000-Zone macht.

Die vorsichtige Haltung erfahrener Trader spiegelt ein Verständnis für die typische Dauer und Tiefe von Bärenmärkten wider. Mit etwa 140 Tagen in der aktuellen Korrektur bleibt Bitcoins Bärenmarkt nach historischen Maßstäben jung, wobei der kürzeste vorherige Bärenzyklus 365 Tage dauerte [3]. Der 53%ige Drawdown von Allzeithochs ist zwar schmerzhaft, fällt aber hinter die 80%-Rückgänge zurück, die für frühere Bärenmärkte charakteristisch waren. Dies deutet darauf hin, dass, selbst wenn sich das unmittelbare technische Bild verbessert, der Makrotrend möglicherweise mehr Zeit und tiefere Preisfindung erfordert, bevor ein nachhaltiger Bullenmarkt entstehen kann.

Die Korrelation mit traditionellen Risiko-Assets, insbesondere dem Nasdaq-Index, fügt eine weitere Komplexitätsebene hinzu. Bitcoins über 80%ige Korrelation mit US-Technologieaktien [6] bedeutet, dass jede anhaltende Erholung wahrscheinlich fortgesetzte Stabilität oder Verbesserung in den Aktienmärkten erfordert – ein Faktor, der größtenteils außerhalb der Kontrolle Bitcoin-spezifischer Fundamentaldaten liegt.

Wichtigste Erkenntnisse

• Bitcoin muss den 200-Wochen-EMA bei $68.338 auf Basis eines wöchentlichen Schlusskurses zurückerobern und halten, um bärische historische Muster zu entkräften und Erholungsmomentum zu bestätigen.

• Institutionelle Flüsse haben sich nach fünf Wochen Abflüssen positiv gewendet, aber der 90-Tage-Durchschnitt bleibt tief negativ, was darauf hinweist, dass die Rückkehr anhaltender institutioneller Nachfrage noch nicht bestätigt wurde.

• Bedeutende Liquiditätscluster zwischen $72.000-$75.000 und bei $80.000 schaffen Potenzial für beschleunigte Aufwärtsbewegungen, wenn Bullen ausreichend Momentum generieren können, um kaskadierende Short-Liquidationen auszulösen.

• Das $74.500-Niveau stellt den Break-Even-Punkt für Halter dar, die vor sechs Monaten bis zwei Jahren gekauft haben, und könnte je nachdem, wie der Preis mit dieser Zone interagiert, als kritischer Angebotsüberhang oder Bestätigungsniveau fungieren.

• Nach historischen Bärenmarkt-Standards – sowohl in Dauer als auch Tiefe – bleibt die aktuelle Korrektur jung, was darauf hindeutet, dass Vorsicht geboten ist, selbst wenn sich kurzfristige technische Indikatoren verbessern.

KI-gestützter Inhalt

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.

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