Bitcoin-Diebstahl und Regulierungsstreit: USA weisen Verkaufsvorwürfe zurück, während internationale Ermittlungen eskalieren

Während die US-Behörde USMS den angeblichen Verkauf beschlagnahmter Bitcoin aus dem Samourai-Fall dementiert, spitzt sich ein internationaler Betrugsfall um Milliarden-Dollar-Bestände zu – mit diplomatischen Spannungen zwischen Washington und Peking.
US-Behörde dementiert Bitcoin-Verkauf trotz Gerichtsdokument
Der U.S. Marshals Service (USMS) hat öffentlich bestritten, beschlagnahmte Bitcoin aus dem Samourai-Wallet-Fall verkauft zu haben. Dies steht im Widerspruch zu einem Gerichtsdokument, das vergangene Woche für Aufsehen sorgte [1].
Laut einem exklusiven Bericht von Bitcoin Magazine vom Montagabend sollten die USA rund 57,5 Bitcoin im Wert von 6.367.139,69 US-Dollar verkauft haben. Die BTC stammten von den verurteilten Gründern der Privacy-Wallet Samourai und wurden am 3. November 2025 übertragen [1]. Das vorgelegte Dokument war eine "Vereinbarung über die Liquidation von Vermögenswerten", die der Behörde die Übernahme und Liquidierung der BTC ermächtigte [1].
On-Chain-Daten zeigten zudem, dass die 57,5 BTC beim Dienstleister Coinbase Prime eingezahlt wurden, was zwar auf einen Verkauf hindeutete, diesen aber nicht beweisen konnte [1].
USMS: Mehrstufiger Genehmigungsprozess erforderlich
Gegenüber dem Medium DL News stellte der USMS klar, dass die Behörde "die erwähnten Bitcoin nicht verkauft" habe [1]. Zudem äußerte sich die Behörde überrascht und erklärte, "keine Ahnung" zu haben, woher Bitcoin Magazine die Informationen bezogen hätte. Der USMS warf dem Medium vor: "Aber sie haben weder die Fakten überprüft noch uns um Informationen gebeten" [1].
Entscheidend ist die Aussage des USMS, dass die Liquidierung von Kryptowährungen einen mehrstufigen Genehmigungsprozess durchlaufe. Dabei würden nur digitale Vermögenswerte für einen Verkauf infrage kommen, sofern dies mit den Anforderungen des Dekrets zur strategischen Bitcoin-Reserve vereinbar sei [1]. Die Behörde verwies auf Abschnitt D der Executive Order 14233, die festlegt, dass Verkäufe nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt sind – etwa zur Rückgabe an Geschädigte oder für Strafverfolgungszwecke [1].
Das Dekret selbst besagt eindeutig, dass Bitcoin aus der strategischen Reserve nicht verkauft werden dürfen und als Reservevermögen der Vereinigten Staaten zu halten sind [1]. Zehn Monate nach Unterzeichnung wartet die Bitcoin-Community weiterhin auf detaillierte Informationen zur Reserve, insbesondere zur genauen Anzahl der gehaltenen BTC [1].
Internationaler Betrugsfall: Festnahme und Milliarden-Streit
Parallel dazu hat sich ein internationaler Kriminalfall mit diplomatischen Dimensionen zugespitzt. Die kambodschanischen Behörden nahmen den Unternehmer Chen Zhi, Gründer und Vorstandsvorsitzender des Mischkonzerns Prince Group, fest und schoben ihn auf Ersuchen Pekings nach China ab [2]. Das Informationsministerium in Phnom Penh bestätigte dies am 7. Januar [2].
Die Festnahme erfolgte im Rahmen einer gemeinsamen Untersuchung Kambodschas und Chinas. Ob Chen in China formell angeklagt wird, blieb zunächst offen [2]. Nach Darstellung der US-Justiz soll Chen ein Netzwerk von Betrugszentren in Kambodscha kontrolliert haben, in denen Menschen unter Zwang arbeiteten und milliardenschwere Krypto-Investitions- und Romance-Betrugsmodelle betrieben – international als "Pig-Butchering"-Scams bekannt [2].
Größte Einziehungsforderung der US-Geschichte
Im Oktober erklärte das US-Justizministerium, die bislang größte Einziehungsforderung seiner Geschichte eingereicht zu haben. Gegenstand sind rund 15 Milliarden US-Dollar in Bitcoin sowie Immobilien und weitere Vermögenswerte [2]. Chens Staatsbürgerschaft wurde bereits Ende vergangenen Jahres aberkannt [2].
Der Fall ist Teil einer monatelangen Koordination zwischen US-, chinesischen und regionalen Behörden und gleichzeitig Gegenstand diplomatischer Spannungen zwischen Washington und Peking über Herkunft und Eigentum beschlagnahmter Bitcoin-Bestände [2].
Vorwurf des Bitcoin-Diebstahls aus China
Im November warf Chinas Nationales Computer-Viren-Notfallzentrum den USA laut Bloomberg vor, bereits 2020 mehr als 120.000 Bitcoin aus einem chinesischen Mining Pool entwendet zu haben. Ein Teil dieser Bestände sei später in US-Gewahrsam gelangt und stehe im Zusammenhang mit dem Verfahren gegen Chen [2]. Die US-Behörden weisen diese Anschuldigungen zurück und erklären, die sichergestellten Bitcoin stammten aus Betrug und Geldwäsche im Umfeld der Prince Group [2].
Quellen
KI-gestützter Inhalt
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