Bitcoin unter Druck: Technische Warnsignale und Fed-Entscheidung im Fokus

Der Bitcoin-Kurs schwankt um kritische technische Marken, während Analysten vor einer möglichen Bullenfalle warnen. On-Chain-Daten zeigen beunruhigende Parallelen zum Bärenmarkt 2022.
Bitcoin kämpft um wichtige Unterstützungszone
Der Bitcoin-Markt befindet sich in einer kritischen Phase. Nach einem kurzzeitigen Absturz unter 88.000 US-Dollar am Wochenende konnte sich die führende Kryptowährung zwar wieder über 91.500 US-Dollar stabilisieren [2], doch Analysten warnen vor weiteren Kursverlusten.
Crypto-Analyst Daan Crypto Trades identifiziert die 0,382-Fibonacci-Retracement-Zone als entscheidende Unterstützung. "Ich denke, dies ist ein Schlüsselbereich, den die Bullen verteidigen müssen", erklärt er. Ein Durchbruch nach unten könnte Bitcoin bis auf die April-Tiefs von rund 76.000 US-Dollar fallen lassen [2].
Fed-Entscheidung könnte zur Bullenfalle werden
Alle Augen richten sich diese Woche auf die US-Notenbank Federal Reserve. Zwar wird eine Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte weithin erwartet [2][4], doch On-Chain-Daten der vergangenen beiden Fed-Senkungen zeigen ein besorgniserregendes Muster: Die Kurse stiegen wenige Tage vor den Ankündigungen, um dann ähnlich schnell wieder zu fallen [1].
Entscheidend sind dabei zwei Faktoren: Die Anzahl der Stablecoins auf Börsen und die Funding-Raten. Beide Indikatoren nehmen nach der Verkündung der Leitzinsen für gewöhnlich ab, warnt der Analyst XWIN Research Japan [1].
Markus Thielen von 10x Research betont, dass die Krypto-Märkte seit der Oktober-Zinssenkung an Momentum verloren haben. "Mit bereits gedrückten Volumina und negativen ETF-Flows bleibt die Aufwärtsbeteiligung dünn, während die Spanne von 70.000 bis 100.000 US-Dollar für BTC hält", erklärt er [2].
Besorgniserregende Parallelen zu 2022
Die aktuellen On-Chain-Daten senden weitere Warnsignale. Rund ein Viertel aller Bitcoin befindet sich derzeit im Verlust – der höchste Stand seit über einem Jahr [3]. Ein ähnlicher Einbruch unter das 0,75-Quantil markierte Anfang 2022 den Beginn des letzten Bärenmarktes.
Das Gesamtangebot an Verlusten hat auf Basis eines 7-Tage-Durchschnitts 7,1 Millionen Bitcoin erreicht, was dem oberen Ende der Spanne entspricht, die Anfang 2022 zu beobachten war [3].
Zudem schwächt sich die ETF-Nachfrage weiter ab. Der iShares Bitcoin Trust (IBIT) verzeichnet die sechste Woche in Folge Abflüsse – die längste Negativserie seit der Einführung im Januar 2024 [3].
Trader bleiben vorsichtig optimistisch
Trotz der Warnsignale gibt es auch positive Stimmen. Henrik Andersson von Apollo Capital zeigt sich für das kommende Jahr vorsichtig optimistisch: "Mit dem Wechsel des Fed-Vorsitzenden im Mai nächsten Jahres werden wir wahrscheinlich mehr Zinssenkungen im Jahr 2026 sehen, was risikoreiche Vermögenswerte, einschließlich Krypto, unterstützen sollte" [2].
Crypto-Analyst Michaël van de Poppe erwartet zunächst einen möglichen Rücksetzer auf 87.000 US-Dollar durch FOMC-Nervosität, gefolgt von einer schnellen Erholung. Die kritische Marke für die Bullen sieht er bei 86.000 US-Dollar [4].
Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird neben der Fed-Entscheidung am Mittwoch vor allem das Outlook-Statement der Notenbank sein, das die Richtung für die kommenden Monate vorgeben könnte [2].
Quellen
KI-gestützter Inhalt
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.