Blockchain-Governance im Fokus: Cardano setzt auf Liquid Democracy, während Hayes vor Layer-1-Projekten warnt

Blockchain-Governance im Fokus: Cardano setzt auf Liquid Democracy, während Hayes vor Layer-1-Projekten warnt

Während Cardano mit einem staatsähnlichen Governance-System auf politische Legitimierung setzt, warnt Krypto-Ikone Arthur Hayes vor massiven Kursverlusten bei neuen Layer-1-Blockchains wie Monad.

Zwei gegensätzliche Ansätze in der Blockchain-Welt

Die Debatte um Blockchain-Governance und die Zukunft von Layer-1-Protokollen zeigt zwei grundverschiedene Perspektiven: Während Cardano ein ausgefeiltes demokratisches Governance-System etabliert, warnt BitMEX-Gründer Arthur Hayes eindringlich vor der Mehrheit neuer Layer-1-Projekte und prognostiziert für Monad einen Kurssturz von 99 Prozent[2].

Cardano: Staatsähnliche Governance-Struktur

Cardano positioniert sich mit einem in der Blockchain-Welt nahezu einzigartigen Ansatz: Die Cardano Foundation spricht bewusst von "Bürgern" statt Nutzern und von einer "Verfassung" statt eines Whitepapers[1]. Diese staatsähnliche Logik ist nicht nur rhetorisch, sondern spiegelt sich in einem komplexen Governance-System wider, das auf dem Konzept der Liquid Democracy basiert[1].

Das System verteilt politische Macht auf mehrere Ebenen und bindet drei zentrale Governance-Gremien ein: DReps (Delegierte Repräsentanten), SPOs (Stake Pool Operators) und den Verfassungsausschuss[1]. Diese Struktur ermöglicht es ADA-Haltern, ihre Stimme an andere zu übertragen, wenn sie nicht selbst an jeder Entscheidung teilnehmen können[1].

Durch sieben verschiedene Governance-Entscheidungsarten, sogenannte "Governance Actions", werden wichtige Netzwerkentscheidungen gesteuert – von Hard-Forks bis hin zu Treasury-Auszahlungen[1]. Das System zwingt das Netzwerk dazu, Entscheidungen transparent, regelbasiert und nachvollziehbar zu treffen[1].

Hayes' vernichtendes Urteil über neue Layer-1-Projekte

In scharfem Kontrast zu Cardanos strukturiertem Ansatz steht die Kritik von Arthur Hayes an neuen Layer-1-Blockchains. Auf X stellte er unmissverständlich klar: Nur Ethereum und Solana besitzen die nötigen institutionellen Use Cases, um langfristig zu überleben. Alle anderen Layer-1s seien Kandidaten für den Totalverlust[2].

Besonders scharf kritisiert Hayes das neue Projekt Monad, trotz dessen technischer Vorschusslorbeeren. Er bezeichnet den MON-Token als klassischen "High-FDV, Low-Float"-Müll und prognostiziert einen Kurssturz von 99 Prozent, sobald die Token der Insider und Venture-Capital-Geber freigegeben werden[2].

Die Tokenomics-Debatte

Hayes forderte das Monad-Team öffentlich auf X heraus, die Tokenomics zu erklären. Seine zentrale Frage: Wer soll die massiven Verkaufsmengen der frühen Investoren und die monatliche Inflation von einem Prozent durch Staking Rewards absorbieren?[2] Ohne organische Nachfrage sei der Token für den Absturz programmiert.

Monad-CEO Keone Hon verteidigte sein Projekt mit Verweis auf technische Differenzierung: Eine vollständige Neuentwicklung in C++ und Rust, asynchrone Ausführung und den eigenen Konsensmechanismus MonadBFT[2]. Hon betonte, dass Monad keine zentralisierte "Data Center Chain" sei, sondern Dezentralisierung mit High-Speed-Transaktionen verbinde[2].

Marktreaktion und Konsequenzen

Der Markt reagierte bereits nervös auf die Auseinandersetzung: Nach einem initialen Anstieg von 75 Prozent korrigierte der MON-Kurs innerhalb von 24 Stunden um 25 Prozent[2]. Ein einzelner Trader verlor durch die Liquidation seiner Long-Position rund 1,9 Millionen US-Dollar[2].

Brisant: Hayes gab selbst zu, MON-Token gekauft zu haben, bezeichnete das Investment aber als reinen Zock und "Hot Potato"[2]. Für ihn ist Monad ein Vehikel für kurzfristige Gewinne, bevor die fundamentale Realität schlechter Tokenomics den Preis drückt[2].

Fazit: Governance versus Spekulation

Die beiden Narrative zeigen unterschiedliche Reifestadien der Blockchain-Industrie: Während Cardano langfristige, demokratisch legitimierte Strukturen aufbaut, dominiert bei vielen neuen Projekten weiterhin spekulative Tokenomics – ein Umstand, den selbst erfahrene Investoren wie Hayes zunehmend kritisch sehen.

KI-gestützter Inhalt

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.

Blockchain Governance and Protocols

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