Blockchain-Protokolle unter der Lupe: Babylon-Sicherheitslücke und institutionelle Integration bei Canton

Während das Bitcoin-Staking-Protokoll Babylon mit einer kritischen Software-Schwachstelle kämpft, setzt JPMorgan bei seinem Einlagen-Token auf das datenschutzorientierte Canton Network – und übergeht damit das XRP Ledger.
Sicherheitslücke bedroht Babylon-Konsens
Eine neu entdeckte Software-Schwachstelle im Bitcoin-Staking-Protokoll Babylon könnte böswilligen Validatoren ermöglichen, Teile des Konsensprozesses zu stören und die Blockproduktion während kritischer Phasen zu verlangsamen [3]. Die Sicherheitslücke betrifft das BLS-Vote-Extension-Schema von Babylon, das dazu dient, nachzuweisen, dass Validatoren sich über einen Block einig sind [3].
Der Fehler ermöglicht es böswilligen Validatoren, das Block-Hash-Feld beim Senden ihrer Vote Extension absichtlich auszulassen, was während der Epochengrenzen des Netzwerks zu Konsens-Problemen führen könnte [3]. Das Block-Hash-Feld teilt Validatoren mit, für welche Blöcke sie während des Konsensprozesses tatsächlich abstimmen – ein Feld, dessen Auslassung der Bug ermöglicht [3].
Durch die Schwachstelle könnte ein böswilliger Validator theoretisch andere Validatoren während kritischer Konsens-Überprüfungen an Epochengrenzen zum Absturz bringen, was zu einer Verlangsamung der Blockproduktion führen würde, falls mehrere Validatoren betroffen wären [3]. Der pseudonyme Contributor GrumpyLaurie55348, der die Schwachstelle entdeckte, beschrieb das Problem: "Intermittierende Validator-Abstürze an Epochengrenzen, die die Erstellung des Epochengrenzblocks verlangsamen würden" [3].
Der Bug wurde bislang nicht als aktiv ausgenutzt beschrieben, jedoch warnten Entwickler, dass er missbraucht werden könnte, wenn er nicht behoben wird [3]. Trotz der technischen Herausforderungen erhielt Babylon Anfang der Woche 15 Millionen US-Dollar Finanzierung von a16z Crypto durch den Verkauf von BABY-Token, um die Weiterentwicklung der Bitcoin-nativen DeFi-Infrastruktur zu unterstützen [3].
JPMorgan wählt Canton statt XRP Ledger
Derweil hat JPMorgan seinen bankseitig ausgegebenen Einlagen-Token JPM Coin nach dem Start auf Base nun auch auf das Canton Network gebracht [1]. Über die Kinexys-Plattform soll der Token dort ausgegeben, übertragen und wieder eingelöst werden können [1]. Der Schritt zielt darauf ab, reguliertes digitales Geld nahezu in Echtzeit abzuwickeln – bei gleichzeitiger Wahrung von Compliance, Datenschutz und institutioneller Kontrolle [1].
Canton wurde so konzipiert, dass Finanzinstitute eine gemeinsame Infrastruktur nutzen können, ohne sensible Daten offenlegen zu müssen [1]. Die Entscheidung der nach Marktkapitalisierung größten Bank der Welt, Canton gegenüber dem XRP Ledger zu bevorzugen, hat Diskussionen darüber ausgelöst, welches Netzwerk sich langfristig besser für institutionelle Nutzung eignet [1].
Canton setzt stärker als Ripple auf Datenschutz, modulare Zusammensetzbarkeit und regulatorisch anpassbare Strukturen – Aspekte, die für große Banken häufig entscheidend sind, bevor sie Aktivitäten on-chain verlagern [1]. Naveen Mallela, Global Co-Head von Kinexys by J.P. Morgan, erklärte: "JPM Coin bietet die Sicherheit von bankeigenen Einlagen und Abrechnungen, kombiniert mit der Geschwindigkeit und Innovation von rund um die Uhr und nahezu in Echtzeit stattfindenden Blockchain-Transaktionen" [1].
Bittensor: Dezentrales KI-Training gewinnt an Momentum
Parallel zu diesen Entwicklungen sorgt das dezentrale KI-Training-Protokoll Bittensor für Aufsehen in der Frontier-AI-Community [2]. Jack Clark, Co-Founder von Anthropic und ehemaliger Policy Director bei OpenAI, griff kürzlich eine Analyse von Epoch AI auf, die zeigt: Dezentrale Trainingsläufe wachsen mit 20-facher Rate pro Jahr, verglichen mit fünffachem Wachstum bei zentralisierten Frontier-Modellen wie GPT oder Claude [2]. Seit 2020 hat sich die Rechenleistung dezentraler Projekte um den Faktor 600.000 erhöht [2].
Allerdings sind aktuelle dezentrale Runs noch etwa 1.000-mal kleiner als Frontier-Modelle [2]. Bittensor durchlief im Dezember 2025 sein erstes Halving, wobei die täglichen TAO-Emissionen von 7.200 auf 3.600 Token sanken [2]. Binance Japan listete TAO kürzlich als eines von weniger als 40 Assets, die den regulatorischen Filter in einem der restriktivsten Krypto-Märkte weltweit passieren [2].
Die drei Entwicklungen zeigen die unterschiedlichen Reifegrade von Blockchain-Protokollen: Während Babylon mit technischen Kinderkrankheiten kämpft, demonstriert JPMorgans Canton-Integration die institutionelle Akzeptanz datenschutzorientierter Lösungen.
Quellen
KI-gestützter Inhalt
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.