China bekräftigt Bitcoin-Verbot und warnt vor Stablecoins – doch Mining-Aktivitäten nehmen wieder zu
Während die chinesische Zentralbank ihre harte Linie gegen Kryptowährungen erneuert, zeigen neue Daten einen überraschenden Anstieg der Bitcoin-Mining-Aktivitäten im Land. China könnte bereits bis zu 20 Prozent der globalen Rechenleistung stellen.
Zentralbank hält an Krypto-Verbot fest
Die chinesische Zentralbank (People's Bank of China, PBoC) hat ihre kompromisslose Haltung gegenüber Kryptowährungen bekräftigt. Bei einer Sitzung am 28. November 2025 stellten die Währungshüter erneut klar, dass virtuelle Vermögenswerte auf dem Festland vollständig verboten bleiben [1].
Weder Kryptowährungen noch Stablecoins besitzen laut der PBoC den rechtlichen Status von Fiatgeld. Eine Nutzung im Marktverkehr ist damit weiterhin illegal [1]. Ein besonderer Fokus lag auf den finanziellen Risiken durch Stablecoins, die nach Ansicht der Regulierer essenzielle Compliance-Anforderungen wie KYC-Prüfungen und Maßnahmen gegen Geldwäsche nicht erfüllen [1].
Die PBoC warnte, dass die fehlende Transparenz dieser Instrumente Tür und Tor für Betrugsschemata, Geldwäscheoperationen und unerlaubte grenzüberschreitende Kapitalflüsse öffne [1]. Die Behörde kündigte an, die Zusammenarbeit mit den öffentlichen Sicherheitsbehörden zu intensivieren, um illegale Aktivitäten im Bereich virtueller Währungen gezielt zu unterbinden [1].
Überraschende Rückkehr des Bitcoin-Minings
Trotz des seit 2021 bestehenden umfassenden Verbots von Mining und zentralisierten Börsenaktivitäten zeigen neue Daten eine bemerkenswerte Entwicklung: Bitcoin-Mining-Operationen haben in China wieder zugenommen. Vor dem Verbot im Jahr 2021 kontrollierten chinesische Miner etwa 65 Prozent der weltweiten Bitcoin-Rechenleistung [2].
Nach Daten des Hashrate Index vom Oktober 2025 macht China mittlerweile etwa 14 Prozent des globalen Bitcoin-Minings aus und ist damit das drittgrößte Mining-Land nach den USA und Kasachstan [2]. Analysten der Blockchain-Forschungsfirma CryptoQuant schätzen den tatsächlichen Anteil sogar auf 15 bis 20 Prozent [2].
Besonders aufschlussreich sind die Verkaufszahlen des Mining-Rig-Herstellers Canaan. Während China 2022 nur 2,8 Prozent des Umsatzes von Canaan ausmachte, stieg dieser Anteil 2023 auf 30 Prozent. Im zweiten Quartal 2025 soll er sogar über 50 Prozent gelegen haben [2].
Energieüberschüsse als Treiber
Die Mining-Aktivitäten konzentrieren sich hauptsächlich in energiereichen Provinzen wie Xinjiang und Sichuan [2]. Diese Regionen produzieren mehr Strom, als sie effizient an die Küstenstädte übertragen können. Der Überschussstrom – hauptsächlich aus Kohle in Xinjiang und Wasserkraft in Sichuan – würde andernfalls ungenutzt bleiben [2].
Zudem haben lokale Regierungen in den vergangenen Jahren große Rechenzentren gebaut. Wenn die reguläre Nachfrage niedriger ausfällt als erwartet, vermieten Betreiber Kapazitäten und Strom an Bitcoin-Miner [2]. Der seit 2024 gestiegene Bitcoin-Preis hat die Rentabilität dieser Operationen zusätzlich verbessert [2].
Wachsende Diskrepanz zu Hongkong
Während Peking die Zügel straff hält, entwickelt sich Hongkong in eine andere Richtung. Die Sonderverwaltungszone hat im August 2025 einen Lizenzrahmen für Stablecoins eingeführt [2]. Als einzigen genehmigten Pfad für die Digitalisierung des Geldwesens auf dem Festland hob die PBoC erneut den digitalen Yuan (e-CNY) hervor [1].
Marktbeobachter weisen auf die wachsende Diskrepanz zwischen Festlandchina und Hongkong hin. Während Hongkong regulierte Rahmenbedingungen für Stablecoins und Krypto-Dienstleister entwickelt, setzt die Zentralregierung eines der weltweit strengsten Krypto-Regime fort [1]. Diese unterschiedlichen Ansätze deuten auf eine zunehmend differenzierte Haltung Chinas gegenüber digitalen Assets hin – zwischen strikter Kontrolle und vorsichtiger Experimentierfreudigkeit.
Quellen
KI-gestützter Inhalt
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.