Coinbase expandiert in Polen mit mobilen Zahlungen und verfolgt 'Everything App'-Strategie

Coinbase expandiert in Polen mit mobilen Zahlungen und verfolgt 'Everything App'-Strategie

Coinbase integriert das mobile Zahlungssystem Blik in Polen für fast 20 Millionen Nutzer und erweitert seine Dienste um Aktienhandel, Prognosemärkte und Solana-DEX-Zugang im Rahmen einer umfassenden Plattform-Transformation.

Die große US-Kryptowährungsbörse Coinbase expandiert gleichzeitig durch die Integration lokaler Zahlungsmethoden in Polen und führt eine Reihe neuer Funktionen ein, die die Plattform als "Everything App" für Finanzdienstleistungen positionieren.

Blik-Integration zielt auf polnischen Markt

Coinbase hat sich mit dem europäischen Zahlungsdienstleister PPro zusammengetan, um Zahlungen über Blik zu ermöglichen, ein beliebtes polnisches mobiles Zahlungsnetzwerk mit fast 20 Millionen Nutzern [1]. Die Integration zielt darauf ab, polnischen Kunden zugänglichere Einstiegspunkte in den Kryptowährungshandel zu bieten.

"Die Verbesserung lokaler Zahlungsinfrastrukturen ist ein Schwerpunkt für uns", sagte Côme Prost, ein Coinbase-Manager und NFT-Paris-Mitgründer, und hob die Bedeutung einfacher, schneller und vertrauter Zahlungsoptionen für die Förderung der Krypto-Akzeptanz hervor [1].

Tom Benson, ein PPro-Manager, bestätigte die Partnerschaft am Mittwoch in einem LinkedIn-Post mit den Worten: "Es war eine Freude, mit dem Team von Coinbase zusammenzuarbeiten, um Blik auf ihrer Plattform einzuführen und polnischen Kunden den Zugang zu Krypto zu ermöglichen" [1]. Er äußerte sich zuversichtlich, dass sich die Partnerschaft im Jahr 2026 vertiefen wird, wenn das Unternehmen weitere lokale Zahlungsmethoden hinzufügt und die Zusammenarbeit in zusätzlichen Bereichen ausbaut [1].

Polens regulatorische Herausforderungen

Die Expansion erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Polen Schwierigkeiten hat, eine Kryptowährungsgesetzgebung inmitten politischer Spaltungen zu verabschieden [1]. Letzte Woche führte die polnische Regierung eine identische Version eines strengen Krypto-Gesetzes wieder ein, das Präsident Karol Nawrocki nur wenige Wochen zuvor mit einem Veto belegt hatte [1].

Polen ist das einzige EU-Mitgliedsland ohne einen funktionierenden nationalen Rechtsrahmen zur Durchsetzung der Markets in Crypto-Assets Regulation (MiCA), obwohl der Rahmen auch ohne formale Umsetzung gilt [1]. "Nach dem Veto des Präsidenten gegen den Gesetzentwurf der Regierung ist Polen tatsächlich das einzige EU-Mitgliedsland ohne jegliche Schritte zur Umsetzung", sagte Juan Ignacio Ibañez, Mitglied des Technischen Komitees der MiCA Crypto Alliance, kürzlich gegenüber Cointelegraph [1].

Trotz der regulatorischen Unsicherheit ist die Krypto-Akzeptanz in Polen stark gestiegen, wobei das Land zu einem der führenden Länder im Chainalysis-Bericht 2025 zur europäischen Krypto-Akzeptanz geworden ist [1]. Coinbase besitzt eine MiCA-Lizenz, die das Unternehmen im Juni erhalten hat [1].

'Everything App'-Strategie nimmt Gestalt an

Über die geografische Expansion hinaus fügt Coinbase Aktienhandel, Kalshi-Prognosemärkte und Solana-DEX-Zugang zu seiner Plattform hinzu [2]. Die Schritte repräsentieren das, was die Deutsche Bank als Vision zur Schaffung einer "Everything Exchange" beschrieb, die sich vom Konzept zur Umsetzung bewegt [2].

Der Einstieg in Prognosemärkte erfolgt inmitten sich verschärfenden Wettbewerbs in diesem Bereich, wobei Kalshi und Hauptkonkurrent Polymarket in diesem Jahr eine Reihe strategischer Partnerschaften mit Unternehmen wie Google und UFC ankündigten [2]. Die digitale Handelsplattform Robinhood erklärte, dass Prognosemärkte zu ihren am schnellsten wachsenden Geschäftsbereichen im Jahr 2025 gehörten, während Gemini, die von den Winklevoss-Zwillingen gegründete Krypto-Börse, Pläne zur Einführung eigener Prognosemärkte und einer Everything App ankündigte [2].

Bullischer Ausblick der Deutschen Bank

Die Deutsche Bank hat die Coverage von Coinbase mit einem "Kauf"-Rating und einem Kursziel von 340 US-Dollar aufgenommen, was ein Aufwärtspotenzial von fast 40 % für die Aktie des Unternehmens impliziert [2]. Die Bank verwies auf Coinbases Übernahme der Krypto-Optionsbörse Deribit und die Einführung von CFTC-regulierten Perpetual-Futures in den USA als strukturelle Wachstumschancen [2].

Der Coinbase-Aktienkurs schloss den gestrigen Handel um mehr als 3 % niedriger bei 244,19 US-Dollar, liegt aber im nachbörslichen Handel um 1,5 % höher [2]. Die Aktie ist in den letzten sechs Monaten um über 17 % eingebrochen, im Einklang mit dem breiteren Rückgang des Kryptomarktes in der zweiten Jahreshälfte [2].

Die Deutsche Bank hob auch Stablecoins und Abonnement-Dienste als Wachstumssäulen hervor und merkte an, dass steigende USDC-Guthaben auf Coinbases Plattform in Kombination mit verstärkter Nutzung von Stablecoins für Zahlungen und On-Chain-Aktivitäten zu wiederkehrenden Einnahmen führen und gleichzeitig die Abhängigkeit von volatilen Handelszyklen verringern könnten [2].

KI-gestützter Inhalt

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.

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