Kontroverse Debatte: Finanzexperte korrigiert Bitcoin-Prognose, während Saylor die Community kritisiert

Während der Münchner Portfoliomanager Dr. Andreas Beck seine pessimistische Bitcoin-Prognose revidiert, kritisiert MicroStrategy-Gründer Michael Saylor die Community für ihre Ablehnung von Treasury-Aktien und mangelnde Langfristperspektive.
Die Bitcoin-Community steht im Spannungsfeld zwischen traditionellen Finanzexperten und prominenten Befürwortern. Zwei aktuelle Stellungnahmen zeigen unterschiedliche Perspektiven auf die größte Kryptowährung – und werfen grundsätzliche Fragen über Bewertung und Investmentstrategien auf.
Beck räumt Fehleinschätzung ein – bleibt aber skeptisch
Dr. Andreas Beck, einer der bekanntesten deutschsprachigen Finanzinfluencer und Münchner Portfoliomanager, hat öffentlich eingeräumt, dass seine bisherige Bitcoin-Prognose falsch war. "Es ist das beste Beispiel dafür, dass ich mich irre", erklärte Beck im Gespräch mit Martin Kerscher von comdirect [1]. Besonders überrascht zeigte sich der Finanzexperte darüber, dass Bitcoin "so resistent ist gegen das Platzen seiner Marketing-Blasen" [1].
Seine ursprüngliche Einschätzung, wonach der Bitcoin-Kurs zeitnah auf Null fallen würde, bezeichnet Beck mittlerweile als nicht mehr haltbar [1]. Der Portfoliomanager gab zu, sowohl die Treue der Bitcoin-Anhänger als auch die Auswirkungen der im Januar 2024 in den USA gestarteten Spot-ETFs unterschätzt zu haben [1].
Trotz dieser Korrektur bleibt Beck seiner kritischen Haltung treu. Er geht davon aus, dass im Jahr 2026 niemand mehr über Bitcoin als Wertspeicher oder überlegenes Zahlungsmittel sprechen werde – stattdessen sei die Kryptowährung lediglich ein beliebtes Spekulationsobjekt [1]. Seine persönliche Konsequenz: Ende 2024 verkaufte Beck seinen eigenen Bitcoin zugunsten von zwei Tiefgaragenplätzen in München [1].
Fundamentale Kritikpunkte bleiben bestehen
Beck bleibt bei seiner Einschätzung, dass Bitcoin "keinen wirklichen Gegenwert" besitze [1]. Selbst die Begrenzung auf 21 Millionen Coins hält der Mathematiker nicht für ein überzeugendes Argument, da es seiner Ansicht nach "gar keinen Bedarf" gebe [1]. Mit Aussagen wie "Die Blockchain ist leer, da ist nichts" dürfte er weiterhin für Kontroversen in der Bitcoin-Community sorgen [1].
Eine neue Kursprognose will Beck nicht mehr abgeben, da seiner Meinung nach niemand seriös vorhersagen könne, wo der BTC-Kurs in einem Jahr stehen werde [1]. Zum Vergleich: Sein 2019 gestarteter Fonds "Global Portfolio One" erzielte seit Auflage eine Euro-Rendite von 70 Prozent, während der iShares MSCI World im gleichen Zeitraum 108 Prozent zulegte [1].
Saylor verteidigt Treasury-Aktien gegen Community-Kritik
Auf der anderen Seite des Spektrums geht Michael Saylor, der mit seiner Firma MicroStrategy allein im vergangenen Handelsjahr 25 Milliarden US-Dollar in Bitcoin investierte [2], in der jüngsten Episode des "What Bitcoin Did"-Podcasts auf Konfrontationskurs mit Teilen der Bitcoin-Community.
Angesichts des drastischen Kursrückgangs vieler Bitcoin-Treasury-Aktien kritisiert Saylor die Haltung vieler Bitcoin-Anhänger scharf. "Ein Teil des Problems besteht darin, dass sich die Mitglieder der Bitcoin-Community nicht vorstellen können, Aktien zu kaufen, oder dass sie denken, dass Aktien nicht so gut sind wie Bitcoin", erklärt der MicroStrategy-Gründer [2].
Seine provokante These: Treasury-Aktien seien "genauso gut, ja sogar besser, da Unternehmen alle möglichen Steuervorteile und betrieblichen Vorzüge genießen" [2]. Saylor wendet sich gegen die Kritik an den zahlreichen neuen Bitcoin-Treasury-Unternehmen und bezeichnet die Frage, ob der Markt 200 verschiedene Treasuries tragen könne, als "albern" und "beleidigend" [2].
Langfristperspektive statt kurzfristiger Spekulation
Besonders deutlich wird Saylor bei der Kritik an kurzfristigen Investoren: "Wer nicht wenigstens vier Jahre lang zu kämpfen hatte, ist nicht einmal ein Gelegenheitsinvestor. Er ist nur ein Spekulant oder Trader" [2]. Als Grundproblem der Bitcoin-Community identifiziert er ein "sehr kurzes Gedächtnis", wobei die Geschehnisse der letzten fünf Tage die Gespräche zu sehr dominieren würden [2].
Saylor kritisiert außerdem, dass sich die Community auf das eine Prozent der Welt einschieße, das eigentlich auf der gleichen Seite stünde, statt auf den Rest, der Bitcoin feindlich gesinnt sei [2]. "Wir verbringen so viel Zeit damit, andere Bitcoin-Nutzer und andere Bitcoin-Unternehmen zu kritisieren", moniert der Unternehmer [2].
Die beiden Perspektiven zeigen exemplarisch die anhaltende Debatte über Bitcoin: Während traditionelle Finanzexperten wie Beck grundsätzliche Vorbehalte artikulieren, fordert Saylor von der Community mehr Offenheit gegenüber unterschiedlichen Investmentansätzen und eine langfristigere Perspektive.
Quellen
- [1]btc-echo.de
- [2]btc-echo.de
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