Corporate Bitcoin Treasury-Strategien werden auf die Probe gestellt, während Akkumulationsmodelle Marktdruck bewältigen

Corporate Bitcoin Treasury-Strategien werden auf die Probe gestellt, während Akkumulationsmodelle Marktdruck bewältigen

Strategy und Metaplanet setzen ihre aggressive Bitcoin-Akkumulation durch Eigenkapital- und Fremdfinanzierung fort, doch Analysten warnen, dass Verwässerung, feste Verpflichtungen und NAV-Abschläge die Nachhaltigkeit von gehebelten Treasury-Modellen im Jahr 2026 gefährden könnten.

Strategies unermüdliche Akkumulationsmaschine

Strategy hat einen systematischen Ansatz zum Erwerb von Bitcoin während Marktabschwüngen entwickelt und dabei 672.497 Bitcoin im Wert von fast 59 Milliarden US-Dollar zu einem durchschnittlichen Kaufpreis von 74.997 US-Dollar pro Coin akkumuliert [3]. Bei einem Bitcoin-Kurs von etwa 88.000 US-Dollar hält das Unternehmen einen nicht realisierten Gewinn von etwa 17% [3].

Die Akkumulationsstrategie des Unternehmens konzentriert sich darauf, Kapitalmärkte über mehrere Finanzierungskanäle zu erschließen, anstatt sich auf operativen Cashflow zu verlassen [1]. In der Woche vom 8. bis 14. Dezember 2025 kaufte Strategy 10.645 Bitcoin mit Erlösen aus At-the-Market-Aktienverkäufen (ATM) und verkaufte 4.789.664 MSTR-Aktien für 888,2 Millionen US-Dollar Nettoerlös [1].

Mehrkanal-Finanzierungsarchitektur

Strategy nutzt drei primäre Finanzierungsmechanismen, um seine Bitcoin-Käufe aufrechtzuerhalten. Das ATM-Programm ermöglicht es dem Unternehmen, Stammaktien im Laufe der Zeit in den normalen Markthandel zu verkaufen und Eigenkapitalnachfrage schnell in Bitcoin umzuwandeln, ohne auf günstige Marktbedingungen warten zu müssen [1].

Neben Stammaktien gibt Strategy mehrere Vorzugsaktien-Serien aus, darunter STRF, STRK und STRD, die einen weiteren Weg zur Kapitalbeschaffung bieten, wenn die Bedingungen für Stammaktien weniger günstig sind [1]. Vorzugsaktien sind jedoch mit laufenden Dividendenverpflichtungen verbunden, die bei Marktabschwüngen bedeutender werden [1].

Das Unternehmen nutzt auch Fremdkapital und wandelbare Finanzierungen, um das Bitcoin-Engagement zu skalieren, und setzt darauf, dass die langfristige Bitcoin-Wertsteigerung die Kapitalkosten übersteigt [1].

Der 1,44-Milliarden-Dollar-Sicherheitspuffer

Um Bedenken hinsichtlich der Aufrechterhaltung des Betriebs während längerer Abschwünge zu begegnen, hat Strategy eine USD-Reserve von 1,44 Milliarden US-Dollar eingerichtet, einen Liquiditätspuffer, der ausdrücklich für die Zahlung von Vorzugsaktien-Dividenden und Zinsen auf ausstehende Schulden vorgesehen ist [1]. Die Reserve wurde aus Erlösen aus Verkäufen von Class-A-Stammaktien über das ATM-Programm finanziert [1].

Metaplanets hybrider Ansatz

Das japanische Unternehmen Metaplanet hat ein ähnliches Treasury-Modell übernommen und dabei eine Komponente zur Einkommensgenerierung hinzugefügt. Das in Tokio börsennotierte Unternehmen fügte Ende Dezember 4.279 Bitcoin zu Anschaffungskosten von etwa 451 Millionen US-Dollar hinzu und erhöhte seinen Gesamtbestand auf 35.102 BTC im Wert von rund 3 Milliarden US-Dollar [2].

Anders als bei Strategies reinem Akkumulationsansatz berichtete Metaplanet, dass die Einnahmen aus seinem Bitcoin Income Generation-Geschäft im Jahr 2025 8,58 Milliarden japanische Yen (etwa 54 Millionen US-Dollar) erreichten und damit frühere Prognosen übertrafen [2]. Diese optionsbasierten Strategien nutzen einen separaten Bitcoin-Pool, um Optionen zu verkaufen und Prämien zu verdienen, während die langfristigen Kernbestände des Unternehmens unangetastet bleiben [2].

Metaplanets Einkommensbereich ist schnell gewachsen, mit einer vierteljährlichen zusammengesetzten Wachstumsrate von etwa 57% seit dem vierten Quartal 2024, und stieg von etwa 4,3 Millionen US-Dollar im vierten Quartal 2024 auf 26,5-27 Millionen US-Dollar im vierten Quartal 2025 [2].

Wachsender Druck auf das Modell

Die Akkumulationsstrategie steht vor mehreren Einschränkungen. Verwässerung wird problematischer bei Abschwüngen, wenn Aktienkurse schwächer werden und gleichzeitig Unternehmen neue Aktien ausgeben [1]. Strategy ermutigt Investoren, die Performance anhand von Bitcoin-pro-Aktie-Kennzahlen statt anhand der reinen BTC-Gesamtzahlen zu beurteilen [1].

Feste Verpflichtungen aus Vorzugsdividenden und Schuldenzinsen schrumpfen nicht, wenn Kapital teurer wird, und erfordern kontinuierliche Neuemissionen oder ausreichende Barreserven zur Aufrechterhaltung der Zahlungen [1].

Metaplanets Marktwert-zu-Bitcoin-Nettoinventarwert-Verhältnis (mNAV) fiel im Oktober unter 1, was bedeutet, dass das Eigenkapital des Unternehmens mit einem Abschlag zum Wert seiner Bitcoin-Bestände gehandelt wurde [2]. Die Verschiebung spiegelt einen breiteren Druck auf Bitcoin-Treasury-Unternehmen wider, die NAV-Abschlägen und Unsicherheiten bei der Indexklassifizierung ausgesetzt sind [2].

Ausblick für 2026

Jamie Elkaleh, Chief Marketing Officer von Bitget Wallet, sagte gegenüber Cointelegraph, dass Strategies Modell "nachhaltig bleibt, solange der Kryptomarkt konstruktiv bleibt", warnte aber vor "anhaltender Verwässerung, Empfindlichkeit gegenüber Zinsbedingungen und der Möglichkeit, dass sich die Anlegerstimmung gegen gehebelte Krypto-Bilanzen wendet" mit Blick auf 2026 [3].

In einem optimistischen Szenario, so Elkaleh, könnte Bitcoin im nächsten Jahr über 150.000 US-Dollar steigen, was Strategy ermöglichen würde, akkretive Emissionen wieder aufzunehmen und Eigenkapitalgewinne von 100% oder mehr zu erzielen [3]. Analysten warnen jedoch, dass bei anhaltenden NAV-Abschlägen Eigenkapitalerhöhungen wertvernichtend werden und feste Verpflichtungen wachsenden Druck auf das Treasury-Modell erzeugen [3].

KI-gestützter Inhalt

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.

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