Strafrechtliche Ermittlungen gegen Fed-Chef Powell: Analyse der Auswirkungen auf Bitcoin und Kryptomärkte

Strafrechtliche Ermittlungen gegen Fed-Chef Powell: Analyse der Auswirkungen auf Bitcoin und Kryptomärkte

Die US-Justiz hat Ermittlungen gegen Jerome Powell eingeleitet, was die Unabhängigkeit der Federal Reserve in Frage stellt. Analysten sehen langfristige Chancen für Bitcoin als nicht-staatliches Vermögen.

Justizministerium leitet Ermittlungen gegen Powell ein

Das US-Justizministerium hat eine strafrechtliche Untersuchung gegen Jerome Powell, den Vorsitzenden der Federal Reserve, eingeleitet. Powell bestätigte am Sonntag, dass die Fed am Freitag sogenannte "Subpoenas" erhalten habe – schriftliche Vorladungen zur Herausgabe von Dokumenten unter Strafandrohung. Zudem wurde der Notenbank mit einer Anklage gedroht [3].

Offizieller Anlass der Ermittlungen ist eine Aussage Powells vor dem Bankenausschuss des Senats im Juni 2025. Der Vorwurf: Powell soll den Kongress im Zusammenhang mit der mehrjährigen Renovierung der Fed-Zentrale in Washington irregeführt haben [1][3]. Die Sanierungsarbeiten, die 2022 begannen und 2027 abgeschlossen werden sollen, überschreiten das Budget nach Schätzungen um etwa 700 Millionen US-Dollar bei Gesamtkosten von 2,5 Milliarden US-Dollar [3].

Powell sieht politischen Druck auf Zentralbankunabhängigkeit

In einer Videobotschaft wies Powell die Vorwürfe als Vorwände zurück und brachte die Ermittlungen in direkten Zusammenhang mit dem anhaltenden Konflikt mit Präsident Donald Trump. "Diese Untersuchung ist eine Folge davon, dass die Federal Reserve die Zinssätze auf der Grundlage unserer besten Einschätzung dessen festlegt, was der Öffentlichkeit dient, anstatt den Präferenzen des Präsidenten zu folgen", erklärte Powell [1][2].

Trump hatte Powell wiederholt verbal attackiert und kritisiert, dass die Zinssenkungen nicht schnell genug erfolgten. Im November bezeichnete der Republikaner den US-Leitzins als "viel zu hoch" und fügte hinzu: "Ich werde ehrlich sein, ich würde ihn gerne feuern" [2]. Im Dezember 2025 kündigte Trump an, Powell "wegen Inkompetenz" verklagen zu wollen [3]. Trump selbst bestritt gegenüber NBC News, Kenntnis von den Ermittlungen zu haben, kommentierte jedoch: "Ich weiß gar nichts darüber, aber er ist sicherlich nicht besonders gut bei der Fed, und er ist auch nicht besonders gut darin, Gebäude zu bauen" [3].

Politische Reaktionen und Marktbewegungen

Die Ermittlungen stießen auch bei Republikanern auf Kritik. Der republikanische Senator Thom Tillis erklärte, er werde keinen von Trump nominierten Kandidaten für die Federal Reserve bestätigen, bis die Rechtsangelegenheit geklärt sei [3]. Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren warf Trump vor, "die Behörden des Justizministeriums wie ein Möchtegern-Diktator" zu missbrauchen [3].

An den Kapitalmärkten zeigten sich deutliche Reaktionen: Der S&P 500 gab zwischenzeitlich nach, während Gold und Silber auf neue Höchststände stiegen. Der US-Dollar wertete gegenüber anderen Währungen leicht ab [3].

Bitcoin als nicht-staatliches Vermögen im Fokus

Bitcoin verzeichnete in den vergangenen 24 Stunden einen Anstieg von 0,85 Prozent [1]. Analysten der Krypto-Exchange Bitunix sehen in der Entwicklung langfristige Chancen für die Kryptowährung: "Wenn das Vertrauen in die Glaubwürdigkeit des Dollars und die Unabhängigkeit der Zentralbank in Frage gestellt wird, erhalten dezentrale Vermögenswerte tendenziell narrative Risikoprämien", erklärten sie gegenüber Cointelegraph [1][2]. Sollte die politische Einflussnahme auf die Geldpolitik strukturell werden, würde Bitcoins Rolle als "nicht-staatliches Risiko-Asset" voraussichtlich weiter gestärkt [1].

Der bekannte Bitcoin-Analyst Will Clemente kommentierte: "Dieses Umfeld ist buchstäblich genau das, wofür Bitcoin geschaffen wurde" [1][2]. Privacy-Coins wie Monero verzeichneten mit einem Plus von 18 Prozent und Zcash mit 6,5 Prozent noch stärkere Zuwächse [1].

Kurzfristige Unsicherheit bei institutionellen Anlegern

Trotz verbesserter Stimmungsindikatoren bleiben die erfolgreichsten Trader vorsichtig. Laut Daten der Krypto-Intelligence-Plattform Nansen waren sogenannte "Smart Money"-Trader mit einem kumulierten Volumen von 127 Millionen US-Dollar netto short auf Bitcoin positioniert, wobei in den vergangenen 24 Stunden weitere 1,6 Millionen US-Dollar an Short-Positionen hinzukamen [1]. Gleichzeitig waren diese Trader bei Ether mit 674 Millionen US-Dollar und bei XRP mit 72 Millionen US-Dollar netto long positioniert [1].

Laut der Wettplattform Polymarket liegt die Wahrscheinlichkeit, dass Powell sein Amt vorzeitig vor dem 14. Mai verlässt, nur bei etwa 13 Prozent [2][3]. Als wahrscheinlichster Nachfolger gilt Kevin Hassett, ein Trump-Vertrauter mit klaren Pro-Krypto-Tendenzen, der zwischen 1 und 5 Millionen US-Dollar in Coinbase-Aktien hält [2][3].

KI-gestützter Inhalt

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.

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