Krypto-Finanzdienstleister erweitern Brücke zur traditionellen Finanzwelt

Krypto-Finanzdienstleister erweitern Brücke zur traditionellen Finanzwelt

Zwei innovative Finanzprodukte zeigen, wie Krypto-Anbieter die Lücke zwischen dezentralen Wallets und traditionellem Banking schließen: Mt Pelerin führt persönliche Krypto-IBANs ein, während Portal to Bitcoin 25 Millionen US-Dollar für einen OTC-Handelsplatz einsammelt.

Schweizer Anbieter ermöglicht Bankzahlungen direkt aus der Wallet

Der Schweizer Kryptodienstleister Mt Pelerin hat eine neue Funktion vorgestellt, die selbstverwahrte Wallets mit dem traditionellen Bankensystem verbindet. Mit der persönlichen Krypto-IBAN können Nutzer ihrer selbstverwahrten Wallet – etwa Ledger, MetaMask oder die firmeneigene Bridge Wallet – eine eigene Euro- oder Schweizer-Franken-IBAN zuordnen [1].

Das System wandelt eingehende Überweisungen automatisch in Kryptowährungen um, während ausgehende Zahlungen direkt aus der Wallet ausgeführt werden. Für Sender und Empfänger erscheint die Transaktion wie eine gewöhnliche Banküberweisung – die Krypto-Abwicklung erfolgt im Hintergrund [1].

"Eine Wallet mit persönlicher IBAN wird zu einem praktischen Ersatz für ein Bankkonto – ohne Verwahrungsrisiko durch Dritte", heißt es in der Mitteilung des Unternehmens [1]. Mt Pelerin, das 2018 über eine Equity-Token-Emission finanziert wurde, sieht in der Entwicklung einen Meilenstein für die Vision, Selbstverwahrung alltagstauglich zu machen [1].

Portal to Bitcoin sammelt 25 Millionen US-Dollar ein

Zeitgleich hat Portal to Bitcoin, ein Bitcoin-natives Interoperabilitätsprotokoll, 25 Millionen US-Dollar in einer Finanzierungsrunde eingesammelt. Die Runde wurde vom digitalen Kreditgeber JTSA Global angeführt und folgt auf frühere Investitionen von Coinbase Ventures, OKX Ventures und Arrington Capital [2].

Parallel zur Finanzierung hat das Unternehmen seinen Atomic OTC-Handelsplatz gestartet, der "sofortige, vertrauenslose Cross-Chain-Abwicklung großer Blockgeschäfte" verspricht [2]. Der Service richtet sich an institutionelle Investoren und Großanleger und unterscheidet sich von ähnlichen Angeboten durch seinen Fokus auf Bitcoin als Abrechnungsschicht.

Technologie ohne Verwahrungsrisiko

"Portal bietet die Infrastruktur, um Bitcoin zur Abrechnungsschicht für globale Vermögensmärkte zu machen – ohne Bridges, Verwahrer oder Wrapped Assets", erklärte Chandra Duggirala, Gründer und CEO von Portal [2].

Das System nutzt Hashed Timelock Contracts (HTLCs) über mehrere Blockchains hinweg sowie Bitcoin Taproot-Verträge, um natives BTC gegen native Assets auf integrierten Blockchains zu tauschen [2]. Die HTLCs stellen sicher, dass entweder beide Seiten den Austausch abschließen oder beide ihre ursprünglichen Assets zurückerhalten.

Portal setzt auf BitScaler, eine Layer-3-Lösung ähnlich dem Lightning Network, die auf Bitcoin aufbaut und Taproot nutzt. Das System öffnet Kanäle nach dem Hub-and-Spoke-Prinzip, wobei eine Validator-Federation den Hub bildet und Liquiditätsanbieter die Speichen darstellen [2].

Validierung und Sicherheit

Das PortalOS verfügt über eine Notary Chain, die auf der Ethereum Virtual Machine auf Cosmos (EVMOS) aufbaut und von sogenannten Portal Guardians validiert wird. Das Netzwerk umfasst derzeit 42 Validator-Slots, die laut Duggirala auf 150 erhöht wurden [2].

Duggirala räumte ein, dass die initiale Validator-Gruppe derzeit noch zugelassen werden muss: "Wir haben die anfängliche Validator-Gruppe absichtlich auf bekannte Entitäten beschränkt und konzentrierter gehalten, aus dem einfachen Grund der Node-Software-Verwaltung" [2]. Permissionslose Auktionen sollen später implementiert werden.

Die geringe Anzahl an Validatoren sei laut Dokumentation bewusst gewählt und kein Problem, da diese keine Vaults oder Liquiditätspools kontrollieren. "Die einzige Funktion der Validatoren im DEX besteht darin, einen Käufer und einen Verkäufer oder eine Partei mit einer anderen zu verbinden. Sie kontrollieren nicht den Geldfluss", erklärte Duggirala [2].

Brücke ohne Kompromisse

Beide Entwicklungen zeigen einen Trend in der Krypto-Branche: Die Schaffung von Brücken zur traditionellen Finanzwelt, ohne dabei die Grundprinzipien der Selbstverwahrung und Dezentralisierung aufzugeben. Während Mt Pelerin den Alltag von Privatnutzern vereinfachen will, zielt Portal auf institutionelle Marktteilnehmer ab.

KI-gestützter Inhalt

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.

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