Krypto-Industrie steht am regulatorischen Scheideweg: Fitch warnt vor Bitcoin-Wertpapieren und Coinbase stellt Stablecoin-Regeln infrage

Krypto-Industrie steht am regulatorischen Scheideweg: Fitch warnt vor Bitcoin-Wertpapieren und Coinbase stellt Stablecoin-Regeln infrage

Die große Ratingagentur Fitch hat erhebliche Risiken bei Bitcoin-besicherten Wertpapieren aufgezeigt, während Coinbase droht, die Unterstützung für den CLARITY Act zurückzuziehen – wegen vorgeschlagener Einschränkungen bei Stablecoin-Prämienprogrammen. Dies verdeutlicht die Spannungen in der aufkommenden Krypto-Regulierung.

Ratingagentur äußert Bedenken zu Bitcoin-besicherten Produkten

Die Kryptowährungsbranche sieht sich an mehreren Fronten mit zunehmender regulatorischer Kontrolle konfrontiert, während traditionelle Finanzaufsichtsbehörden und Bundesgesetzgeber darum ringen, wie digitale Vermögensmärkte zu beaufsichtigen sind.

Fitch Ratings gab am Montag eine deutliche Warnung zu Bitcoin-besicherten Wertpapieren heraus und erklärte, dass diese Finanzinstrumente "erhöhte Risiken" aufweisen, die mit spekulativen Kreditprofilen übereinstimmen [1]. Die Bewertung könnte erhebliche Auswirkungen darauf haben, wie institutionelle Anleger krypto-gebundene Kreditprodukte betrachten, angesichts der Position von Fitch als eine von drei großen US-Ratingagenturen, deren Bewertungen Banken und Vermögensverwalter stark beeinflussen [1].

Bitcoin-besicherte Wertpapiere beinhalten typischerweise die Bündelung von Bitcoin oder Bitcoin-bezogenen Vermögenswerten und die Ausgabe von Schuldtiteln gegen diese Sicherheiten [1]. Laut Fitch stellt die inhärente Preisvolatilität von Bitcoin die wichtigste Risikoüberlegung dar, da starke Rückgänge dazu führen können, dass Deckungsquoten – das Verhältnis zwischen Bitcoin-Sicherheiten und ausgegebenen Schuldtiteln – unter erforderliche Schwellenwerte fallen, was Nachschussforderungen und Zwangsliquidationen auslöst [1].

Die Ratingagentur verwies ausdrücklich auf den Zusammenbruch von Krypto-Kreditgebern während des Abschwungs 2022-2023, wahrscheinlich mit Bezug auf Firmen wie BlockFi und Celsius, als warnendes Beispiel dafür, wie schnell durch Sicherheiten gedeckte Modelle während Marktstress scheitern können [1]. "Die Preisvolatilität von Bitcoin ist eine wesentliche Risikoüberlegung", erklärte Fitch und warnte, dass Verstöße gegen Deckungsniveaus schnell den Wert der Sicherheiten erodieren und Verluste kristallisieren könnten [1].

Stablecoin-Prämien werden zum Brennpunkt der Kongressdebatte

Unterdessen könnte Coinbase, eine der größten in den USA ansässigen Krypto-Exchanges, die Unterstützung für den CLARITY Act zurückziehen, falls die Gesetzgebung Stablecoin-Prämienprogramme einschränkt, wie ein Bloomberg-Bericht zeigt [2]. Der potenzielle Rückzug kommt, während sich der Kongress darauf vorbereitet, den Gesetzentwurf im Senat zu bearbeiten, wobei Maßnahmen um den 15. Januar herum erwartet werden [2].

Für Coinbase stellen Stablecoin-Prämien eine zentrale Einnahmequelle dar und nicht nur ein peripheres Angebot. Die Exchange partizipiert an Zinserträgen, die aus den Reserven generiert werden, die den USD Coin (USDC) besichern – den weit verbreiteten Stablecoin, der von Circle ausgegeben wird, an dem Coinbase eine Minderheitsbeteiligung hält [2]. Bloomberg schätzt, dass Stablecoin-bezogene Einnahmen im Jahr 2025 etwa 1,3 Milliarden US-Dollar erreicht haben könnten [2].

Die Exchange bietet derzeit etwa 3,5% Prämien für Coinbase One-Kunden an, was selbst in Zeiten reduzierter Handelsaktivität einen vorhersehbaren Einnahmenstrom schafft [2]. Diese Programme ermutigen Nutzer, USDC auf der Plattform zu halten, haben aber eine Debatte darüber ausgelöst, ob solche Prämien traditionellen Bankprodukten wie zinsbringenden Konten ähneln oder krypto-spezifische Verbraucheranreize darstellen [2].

Bankenverbände argumentieren, dass die Zulassung von Renditen auf Stablecoins Einlagen von traditionellen Banken abziehen könnte, was möglicherweise die Kreditvergabekapazität für Haushalte und kleine Unternehmen reduziert [2]. Coinbase und andere Krypto-Befürworter halten dagegen, dass die Behandlung von Prämien wie Bankzinsen Innovationen ersticken, die globale Wettbewerbsfähigkeit von US-Plattformen verringern und das Risiko bergen würde, Nutzer zu Offshore-Alternativen zu drängen [2].

Divergierende regulatorische Ansätze

Während sich die Bewertung von Fitch eng auf Kredit- und verbriefte Instrumente konzentriert, bei denen die Rückzahlung direkt vom zugrunde liegenden Sicherheitenwert abhängt, geht sie bemerkenswerterweise nicht auf Spot-Bitcoin-Exchange-Traded-Funds ein, die eher als aktienähnliche Anlageinstrumente denn als Kreditprodukte funktionieren [1]. Die Ratingagentur deutete sogar an, dass die Akzeptanz von ETFs zu "einer diversifizierteren Inhaberbasis" beitragen könnte, die möglicherweise die Preisvolatilität von Bitcoin während Marktstress "dämpfen" könnte [1].

Der CLARITY Act zielt darauf ab, klarere Marktstrukturregeln für digitale Vermögenswerte zu etablieren, indem er Kategorien definiert, einschließlich digitaler Rohstoffe, Investmentverträge und Payment-Stablecoins [2]. Die Gesetzgebung signalisiert jedoch auch das wachsende Interesse des Kongresses an der Stablecoin-Aufsicht und der Regulierung dezentraler Finanzen [2].

Coinbase hat keine offizielle Stellungnahme abgegeben, aber Insider, die mit Bloomberg sprachen, geben an, dass die Exchange sorgfältig prüft, ob der endgültige Gesetzestext fortgesetzte Prämienangebote bei gleichzeitiger Übereinstimmung mit US-Recht erlauben wird [2]. Der potenzielle Rückzug der Unterstützung durch das Unternehmen fungiert teilweise als Verhandlungstaktik und spiegelt wider, wie wichtig Stablecoin-Yield-Programme für regulierte Exchanges geworden sind [2].

KI-gestützter Inhalt

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.

Regulierung

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