Krypto-Branche im Wandel: Ripple strebt Banklizenz an, während Galaxy Digital in Prognosemärkte investiert
Ripple Labs könnte mit einer US-Banklizenz zum Konkurrenten von JPMorgan werden, während Galaxy Digital sich auf dem boomenden Markt für Prognoseplattformen positioniert. Die Entwicklungen zeigen die zunehmende Professionalisierung der Krypto-Industrie.
Ripple auf dem Weg zur Vollbank
Die Krypto-Branche erlebt derzeit eine Phase grundlegender Transformation. Während sich kleinere Unternehmen abseits der etablierten Schwergewichte neu positionieren, drängen die großen Player in traditionelle Finanzdienstleistungen vor. Allen voran Ripple Labs, das nach einer erfolgreichen Beilegung des Rechtsstreits mit der US-Börsenaufsicht SEC nun deutlich ambitioniertere Ziele verfolgt [2].
Laut Sal Gilbertie, CEO von Teucrium Trading, könnte Ripple mit einer US-Banklizenz "buchstäblich einen Konkurrenten für JPMorgan aufbauen" und über "unglaubliches Kapital" verfügen [2]. Das Unternehmen hatte bereits im Sommer bei den US-Aufsichtsbehörden eine nationale Banklizenz beantragt. Bei Genehmigung wäre Ripple eines der ersten Krypto-Unternehmen mit einer solchen Lizenz [2].
XRP als institutionelles Liquiditätsinstrument
Die regulatorische Klarheit in den USA könnte laut Gilbertie enorme institutionelle Liquidität freisetzen. Mit Banklizenz, Zugang zu Zahlungsnetzwerken und Verwahrungsmöglichkeiten würde XRP über seine bisherige Funktion für grenzüberschreitende Überweisungen hinauswachsen und auch als Kapitalreserve oder Liquiditätsinstrument dienen können [2].
Die positive Entwicklung spiegelt sich bereits im Markt wider: Nach dem Start der ersten XRP Spot ETFs von Canary, Bitwise, Grayscale und Franklin verzeichnete der Ripple Coin deutliche Zuflüsse [2]. Gilbertie lobte Ripple als "Maschine" mit einem "sehr disziplinierten Team" aus "kreativen Menschen, die als Team zusammenarbeiten" [2].
Galaxy Digital erobert Prognosemarkt-Segment
Während Ripple den traditionellen Bankensektor ins Visier nimmt, positioniert sich Galaxy Digital in einem anderen aufstrebenden Segment: dem Markt für Prognoseplattformen. Das Unternehmen strebt eine Rolle als Liquiditätsanbieter auf Polymarket und Kalshi an [3].
Diese Prognosemärkte, auf denen Nutzer auf reale Ereignisse wie Sportergebnisse oder politische Entscheidungen wetten können, haben einen bemerkenswerten Aufschwung erlebt. Die beiden führenden Plattformen Polymarket und Kalshi verzeichneten zusammen ein kumuliertes Handelsvolumen von 42,4 Milliarden US-Dollar [3]. Ihren Durchbruch erlebten sie während der US-Präsidentschaftswahl 2024, als Polymarket das Wahlergebnis korrekt vorhersagte [3].
Wettbewerb um US-Marktführerschaft
Aktuell konkurrieren die beiden Plattformen um die Vorherrschaft im US-Markt. Kalshi, das von der US-Commodity Futures Trading Commission (CFTC) reguliert wird, verzeichnet seit September höhere monatliche Handelsvolumen als Polymarket [3]. Doch Polymarket bereitet ein Comeback vor: Nach der Übernahme der US-lizenzierten Derivatebörse QCX für rund 112 Millionen US-Dollar im Juli rollt das Unternehmen seine Plattform nun schrittweise für ausgewählte US-Nutzer aus [3].
Polymarket sicherte sich zudem eine mehrjährige Partnerschaft mit der TKO Group Holdings, dem Eigentümer von UFC und Zuffa Boxing, und wird deren "offizieller und exklusiver Prognosemarkt-Partner" für Live-Fan-Engagement [3]. Ein weiterer strategischer Coup gelang durch die Intercontinental Exchange (ICE), Eigentümerin der New York Stock Exchange, die zwei Milliarden US-Dollar in Polymarket investierte und eine Vereinbarung zur Datenverteilung traf [3].
Die Entwicklungen zeigen, wie sich die Krypto-Branche zunehmend professionalisiert und in neue Geschäftsfelder vordringt – von traditionellen Bankdienstleistungen bis hin zu innovativen Prognosemärkten.
Quellen
KI-gestützter Inhalt
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