Krypto-Investmentströme 2025: Deutschland überholt USA im Wachstum, Mining-Unternehmen unter Druck

Krypto-Investmentströme 2025: Deutschland überholt USA im Wachstum, Mining-Unternehmen unter Druck

Während die USA weiterhin die globalen Zuflüsse dominieren, verzeichnet Deutschland mit 2,5 Milliarden US-Dollar die stärkste Trendwende. Gleichzeitig verkaufen Mining-Unternehmen wie Riot Platforms Bitcoin-Bestände in Rekordhöhe.

Deutschland vollzieht dramatische Kehrtwende bei Krypto-Investments

Die globalen Investmentströme in digitale Vermögenswerte haben das Jahr 2025 mit Zuflüssen von insgesamt 47,2 Milliarden US-Dollar abgeschlossen und blieben damit nur knapp unter dem Rekordwert von 48,7 Milliarden US-Dollar aus dem Vorjahr [2]. Doch während die USA ihre dominierende Position mit kumulierten Zuflüssen von 47,2 Milliarden US-Dollar behaupteten, kam das deutlichste Wachstum überraschend aus Deutschland [2].

Die Bundesrepublik verzeichnete Zuflüsse von 2,5 Milliarden US-Dollar, nachdem im Jahr 2024 noch Abflüsse von 43 Millionen US-Dollar registriert worden waren [2]. Diese Trendwende markiert einen bemerkenswerten Stimmungswandel deutscher Investoren gegenüber digitalen Anlageprodukten. Auch Kanada vollzog eine deutliche Kehrtwende mit Zuflüssen von 1,1 Milliarden US-Dollar nach Abflüssen von 603 Millionen US-Dollar im Vorjahr [2].

USA verlieren an Momentum, Schweiz wächst moderat

Trotz ihrer absoluten Dominanz verzeichneten die Vereinigten Staaten einen Rückgang der Zuflüsse um zwölf Prozent gegenüber 2024 [2]. Die Schweiz hingegen steigerte ihre Zuflüsse moderat um 11,5 Prozent auf 775 Millionen US-Dollar [2].

Ethereum und Altcoins gewinnen gegenüber Bitcoin

Auf Produktebene zeigten sich erhebliche Verschiebungen in den Anleger-Präferenzen. Bitcoin-Produkte verzeichneten einen Rückgang der Zuflüsse um 35 Prozent auf 26,9 Milliarden US-Dollar [2]. Infolge rückläufiger Kurse flossen 105 Millionen US-Dollar in Short-Bitcoin-Anlageprodukte, deren verwaltetes Vermögen jedoch mit 139 Millionen US-Dollar begrenzt blieb [2].

Ethereum hingegen wies mit Zuflüssen von 12,7 Milliarden US-Dollar das stärkste Wachstum auf und legte im Jahresvergleich um 138 Prozent zu [2]. Noch dramatischer entwickelten sich XRP und Solana: XRP verzeichnete einen Anstieg um 500 Prozent auf 3,7 Milliarden US-Dollar, während Solana sogar um 1000 Prozent auf 3,6 Milliarden US-Dollar zulegte [2]. Die übrigen Altcoins verzeichneten dagegen einen Rückgang der Zuflüsse um 30 Prozent auf 318 Millionen US-Dollar [2].

Mining-Unternehmen unter massivem Profitabilitätsdruck

Während institutionelle Investoren verstärkt in Krypto-Produkte investieren, geraten Mining-Unternehmen zunehmend unter Druck. Riot Platforms verkaufte im Dezember 1.818 Bitcoin für 161,6 Millionen US-Dollar und reduzierte damit seine Bestände von 19.368 auf 18.005 Bitcoin [3]. Der durchschnittlich erzielte Verkaufspreis lag bei 88.870 US-Dollar je Bitcoin [3].

Die Dezember-Transaktion stellt laut Unternehmensangaben den bislang größten monatlichen Verkauf in der Firmengeschichte dar und markiert erst den dritten Nettorückgang der Bitcoin-Bestände im Kalenderjahr 2025 [3]. Die Bitcoin-Produktion von Riot lag im Dezember bei 460 Bitcoin, was einem Anstieg um acht Prozent gegenüber November, jedoch einem Rückgang um elf Prozent gegenüber Dezember 2024 entspricht [3].

Der Verkauf erfolgte in einem Umfeld stark belasteter Mining-Profitabilität, wobei sich die Hashprice-Kennzahl über weite Strecken des vergangenen Quartals nahe der Zyklustiefs bewegte [3]. Riot meldete 6,2 Millionen US-Dollar an Krediteinnahmen aus Demand-Response-Programmen und Netzabschaltungen, ein Anstieg um 171 Prozent gegenüber November, die teilweise erhöhte Energiekosten in Phasen hoher Netzlast kompensierten [3].

Auch andere Miner reduzierten ihre Bestände: CleanSpark verkaufte im Dezember 577 Bitcoin bei durchschnittlich 89.210 US-Dollar und hält nun 13.099 Bitcoin [3].

Chinas Vermögende überdenken traditionelle Anlageklassen

Parallel zu diesen Entwicklungen findet in China eine bemerkenswerte Debatte über den Wert traditioneller Vermögensspeicher statt. Auf chinesischen Social-Media-Plattformen wie Weibo und Xiaohongshu vergleichen vermögende Investoren zunehmend Luxusimmobilien in Shenzhen Bay im Wert von 60 bis 66 Millionen Yuan (8,3 bis 9,1 Millionen US-Dollar) mit Bitcoin, Nvidia-Aktien und BNB als konkurrierende Wertaufbewahrungsmittel [1].

Immobilienbesitz in China wird zunehmend als illiquide und für Regulierungsbehörden hochgradig sichtbar wahrgenommen, während Krypto-Assets als mobiles Kapital gelten [1]. Dieser Kontrast spiegelt eine breitere Neubewertung von Liquidität, Exponierung und finanzieller Flexibilität wider [1].

KI-gestützter Inhalt

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.

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