Krypto-Marktkapitalisierung fällt auf Achtmonatstief – Bitcoin zeigt trotz Zinswende Widerstandskraft

Krypto-Marktkapitalisierung fällt auf Achtmonatstief – Bitcoin zeigt trotz Zinswende Widerstandskraft

Nach der Zinserhöhung der Bank of Japan auf 0,75 Prozent geriet der Krypto-Markt unter Druck. Die Gesamtmarktkapitalisierung fiel auf 2,93 Billionen US-Dollar, den niedrigsten Stand seit April.

Bank of Japan hebt Zinsen auf höchsten Stand seit drei Jahrzehnten

Die Bank of Japan (BoJ) hat ihren Leitzins wie erwartet um 25 Basispunkte auf rund 0,75 Prozent angehoben und damit das höchste Niveau seit drei Jahrzehnten erreicht [1][2]. Die Entscheidung beendete die jüngste Phase "günstigen" Geldes in Japan und sorgte unmittelbar für Unruhe am Krypto-Markt [1][2].

Entgegen den Erwartungen reagierte Bitcoin jedoch positiv auf die Zinsentscheidung. Die größte Kryptowährung legte gegenüber dem Tagesstart um 2,5 Prozent zu [1] und stieg um 2,3 Prozent, nachdem die japanische Notenbank ihre Entscheidung bekanntgegeben hatte [3].

Marktkapitalisierung auf Achtmonatstief

Die gesamte Marktkapitalisierung des Krypto-Sektors fiel laut CoinGecko im späten Handel auf rund 2,93 Billionen US-Dollar und erreichte damit den niedrigsten Stand seit April [2]. Seit dem Allzeithoch von rund 4,4 Billionen US-Dollar Anfang Oktober entspricht dies einem Rückgang von etwa 33 Prozent [2]. Im Jahresverlauf liegt der Gesamtmarkt nahezu vierzehn Prozent im Minus [2].

Bitcoin bewegte sich innerhalb einer Intraday-Spanne zwischen 84.000 und 89.000 US-Dollar und notiert damit rund zehn Prozent unter dem Monatsmaximum von 94.650 US-Dollar [2]. Bei der Volatilität traf der Kurs zwischenzeitlich ein Tief bei 84.390 US-Dollar [1]. Ethereum zeigte ebenfalls hohe Volatilität und schwankte zwischen 2.700 und 2.900 US-Dollar [2].

Experten sehen Zinserhöhung langfristig als bullisch

Arthur Hayes, ehemaliger CEO der Krypto-Exchange BitMEX, gehörte zu mehreren Kommentatoren, die die Zinserhöhung letztlich als bullisch für Vermögensinhaber ansahen [1]. "Don't fight the BOJ: -ve real rates is the explicit policy", schrieb Hayes auf X und prognostizierte: "$JPY to 200, and $BTC to a milly" [1].

Das Forschungsprojekt Temple 8 Research identifizierte eine aufkommende Konfrontation zwischen Markterwartungen und wirtschaftlicher Realität in Japan [1]. "The market sees a hawkish pivot. We see a political ceiling", fasste es in einem Blog-Beitrag zusammen [1]. Temple 8 prognostizierte, dass die Zinsen vor 2027 nicht erneut steigen würden, um den Yen zu schützen und erhöhte Zinszahlungen auf Japans jüngstes Konjunkturpaket im Wert von 140 Milliarden US-Dollar zu vermeiden [1].

Extreme Angst am Markt – Experten sehen Kaufgelegenheiten

Der Crypto Fear & Greed Index rutschte auf 16 Zähler und signalisiert damit weiterhin extreme Angst [2]. Die Blockchain-Analytics-Plattform Santiment berichtete, dass das Krypto-Sentiment wieder Angstniveaus erreicht habe [3]. "Commentary is mainly showing fear after Bitcoin bounced to $90.2K yesterday, and then quickly retraced to $84.8K", erklärte Santiment [3].

Innerhalb von 24 Stunden kam es zu Liquidierungen im Umfang von mehreren hundert Millionen US-Dollar, wobei Long-Positionen den Großteil ausmachten [2]. Das Open Interest bei Bitcoin-Futures ging deutlich zurück, während die Funding Rates in den negativen Bereich rutschten [2].

Nick Ruck, Director von LVRG Research, erklärte gegenüber Cointelegraph, dass der jüngste Rückgang der Gesamtmarktkapitalisierung "eine breitere Korrektur widerspiegelt, die durch makroökonomische Belastungen und reduzierte Risikobereitschaft unter Investoren getrieben wird" [3]. "While short-term volatility persists, this pullback presents potential accumulation opportunities in fundamentally strong projects", fügte er hinzu [3].

Die Onchain-Analytics-Plattform Checkonchain warnte, dass Bitcoin zwar derzeit einen Boden auslote, der Prozess jedoch noch nicht abgeschlossen sei [1]. Die Plattform identifizierte 81.000 US-Dollar, die Kostenbasis für die US-Spot-Bitcoin-ETFs, als entscheidende Marke [1].

KI-gestützter Inhalt

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.

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