Kryptomarkt-Infrastruktur steht vor wegweisenden Entscheidungen zu Market-Making und Index-Aufnahme

Kryptomarkt-Infrastruktur steht vor wegweisenden Entscheidungen zu Market-Making und Index-Aufnahme

Polymarket baut einen internen Handelsschalter auf, während der große Index-Anbieter MSCI erwägt, Bitcoin-Treasury-Unternehmen auszuschließen – was Fragen zur Fairness und zum Marktzugang im sich entwickelnden Kryptoökosystem aufwirft.

Polymarket entwickelt interne Handelsfähigkeiten

Die Vorhersagemarkt-Plattform Polymarket baut einen internen Market-Making-Schalter auf, der möglicherweise gegen seine eigenen Nutzer handeln könnte – einem Modell, das bereits von seinem Hauptkonkurrenten Kalshi etabliert wurde[1]. Der Schritt erfolgt in einer Zeit intensivierenden Wettbewerbs im Sektor der Vorhersagemärkte, wo Nutzer Kontrakte kaufen und verkaufen, die an reale Ereignisse gebunden sind und deren Preise die implizierten Chancen von Ergebnissen widerspiegeln.

Der bestehende Handelsschalter von Kalshi hat bereits Kritik von Nutzern ausgelöst und einen letzten Monat eingereichten Sammelklageantrag ausgelöst, der unfaire Wettbewerbsvorteile behauptet[1]. Beide Plattformen haben zuvor Drittfirmen für Market-Making-Dienste angefragt, wobei Unternehmen wie Susquehanna International Group solche Dienste bei Kalshi anbieten, während Galaxy Digital Berichten zufolge in Gesprächen über ähnliche Möglichkeiten ist[1].

Die Entwicklung fällt mit der Integration der Web3-Wallet MetaMask mit Polymarket zusammen, die es Nutzern ermöglicht, "auf zukünftige Ergebnisse realer Ereignisse in Ihrer Wallet zu handeln", wie Consensys-Mitarbeiterin Gabriela Helfet sagte[1]. Die Integration umfasst die Finanzierung mit einem Klick aus jedem Token auf jeder EVM-Kette und bietet MetaMask-Prämienpunkte für Vorhersagen[1].

MSCI-Vorschlag bedroht Bitcoin-Treasury-Unternehmen

In einer separaten, aber ebenso bedeutsamen Entwicklung für die Kryptomarkt-Infrastruktur hat das Vermögensmanagement-Unternehmen Strive den Index-Anbieter MSCI aufgefordert, seine Pläne zum Ausschluss von Bitcoin-Treasury-Unternehmen aus seinen Benchmark-Indizes aufzugeben[2]. MSCI erwägt, Unternehmen mit mehr als 50 % ihrer Vermögenswerte in Kryptowährungen aus der Benchmark-Berechtigung zu entfernen, wobei eine Entscheidung am 15. Januar erwartet wird[2].

Strive-CEO Matt Cole, dessen Unternehmen das 14. größte börsennotierte BTC-Treasury-Unternehmen ist, warnte in einem Brief an MSCI-CEO Henry Fernandez, dass der Ausschluss Investoren Zugang zu "dem am schnellsten wachsenden Teil der Weltwirtschaft" reduzieren würde[2]. Cole kritisierte auch die 50%-Schwelle als "nicht praktikabel" und argumentierte, dass Bitcoins Volatilität Unternehmen ständig über und unter dem Limit bewegen würde[2].

MSCIs Begründung basiert auf der Ansicht, dass Unternehmen mit digitalen Vermögensbeständen eher wie Investmentfonds denn wie Betriebsunternehmen zu behandeln sind, was sie von der Aufnahme in Aktienindizes disqualifizieren würde[2].

Mögliche Marktauswirkungen

Die Einsätze sind erheblich. JPMorgan-Analysten schätzen, dass die Entfernung von Unternehmen wie Microstrategy und Metaplanet aus Aktienindizes bis zu 2,8 Milliarden Dollar Abflüsse allein bei Microstrategy auslösen könnte, mit bis zu 12 Milliarden Dollar Risiko, wenn andere Index-Anbieter MSCIs Vorgaben folgen[2].

Cole lehnte MSCIs Charakterisierung von Kryptotreasury-Unternehmen als bloße Investmentvehikel ab und wies auf Bitcoin-Miner mit bedeutenden BTC-Beständen hin, die "wichtige KI-Infrastruktur-Anbieter" werden, indem sie ihre Rechenzentren diversifizieren, um Strom und Infrastruktur für KI-Computing bereitzustellen[2]. "Auch wenn KI-Einnahmen fließen, werden ihre Bitcoin-Bestände bleiben, und Ihr Ausschluss würde das auch tun, was die Kundenpartizipation am am schnellsten wachsenden Teil der Weltwirtschaft einschränkt", argumentierte Cole[2].

Bedenken zur strukturierten Finanzierung

Der CEO von Strive vermerkte auch, dass der Ausschluss von Kryptotreasury-Unternehmen Unternehmen benachteiligen würde, die Produkte anbieten, die Bitcoin-gebundenen strukturierten Noten ähneln, die derzeit von traditionellen Finanzgiganten wie JPMorgan, Morgan Stanley und Goldman Sachs bereitgestellt werden[2]. "Bitcoin-Strukturfinanzierung ist für uns ein ebenso echtes Geschäft wie für JPMorgan", erklärte Cole[2].

Cole stellte die praktische Umsetzung der 50%-Schwelle weiter in Frage und verwies auf die "wachsende Vielfalt von Instrumenten", durch die Unternehmen Bitcoin-Exposition erlangen, sowie die Komplexität der Messung von Beständen über verschiedene Produkte hinweg[2]. Das Potenzial für erhöhte Managementkosten, Tracking-Fehler und Unternehmen, die "in und aus Fonds flimmern" aufgrund von Bitcoins Volatilität, stellt zusätzliche operative Herausforderungen dar[2].

Bei beiden Entwicklungen handelt es sich um die Wachstumsprobleme der Kryptomarkt-Infrastruktur, da sie reift und sich Fragen zur Fairness, Transparenz und Integration mit traditionellen Finanzsystemen stellt.

KI-gestützter Inhalt

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.

Crypto Market Infrastructure

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