Krypto-Markt unter Druck: Bitcoin-Investoren verkaufen mit Verlust – XRP bereits 48 Prozent im Minus

Krypto-Markt unter Druck: Bitcoin-Investoren verkaufen mit Verlust – XRP bereits 48 Prozent im Minus

Erstmals seit Oktober 2023 realisieren Bitcoin-Anleger wieder netto Verluste, während XRP bereits 48 Prozent von seinem Allzeithoch verloren hat. Onchain-Daten zeigen beunruhigende Parallelen zum Bärenmarkt 2021/2022.

Alarmierende Onchain-Signale: Wiederholt sich das Muster von 2021?

Der Krypto-Markt sendet zunehmend Warnsignale aus. Während Bitcoin noch oberhalb der 88.000-Dollar-Marke notiert, erzählen die Daten auf der Blockchain eine deutlich pessimistischere Geschichte. Investoren realisieren erstmals seit über einem Jahr wieder systematisch Verluste – ein Verhaltensmuster, das bereits den letzten großen Bärenmarkt ankündigte. Gleichzeitig hat XRP bereits die Hälfte seines Wertes vom Allzeithoch eingebüßt und befindet sich nach Einschätzung von Analysten fest im Bärenmarkt-Modus.

Die entscheidende Frage für Anleger lautet jetzt: Handelt es sich um eine gesunde Korrektur innerhalb eines intakten Bullenmarktes – oder stehen wir am Beginn eines mehrjährigen Krypto-Winters?

Die Fakten

Laut Daten des Onchain-Analysehauses CryptoQuant hat sich die Gewinnphase am Bitcoin-Markt in eine Verlustphase gedreht [1]. Seit Ende Dezember 2024 wurden Verluste von bis zu 69.000 BTC realisiert – ein Volumen, das erstmals seit Oktober 2023 wieder erreicht wurde [1]. Dies bedeutet, dass Investoren Bitcoin-Bestände verkaufen, die sie zu höheren Preisen erworben haben, und dabei bewusst Verluste in Kauf nehmen.

Besonders besorgniserregend erscheint die Ähnlichkeit zur Marktentwicklung von 2021/2022. CryptoQuant spricht von einem "Regimewechsel": Während Anleger zuvor noch Gewinne mitnahmen, verkaufen sie nun zunehmend mit Verlust [1]. Das Analysehaus beobachtet, dass seit Anfang 2024 die realisierten Gewinne immer niedrigere Hochpunkte bilden – ein klassisches Signal nachlassender Marktstärke [1]. Auch die jährlichen Nettogewinne fallen auf Niveaus, die zuletzt zu Beginn des vergangenen Bärenmarktes verzeichnet wurden [1]. Trotz dieser negativen Onchain-Signale notiert Bitcoin zum Redaktionszeitpunkt noch bei 88.360 US-Dollar [1], was die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und Anlegerverhalten unterstreicht.

Bei XRP zeigt sich die Situation noch dramatischer. Der Token von Ripple hat seit seinem Allzeithoch am 18. Juli 2025 bereits 48 Prozent an Wert verloren und notiert aktuell bei nur noch 1,89 US-Dollar [2]. Ein anonymer Analyst auf Tradingview diagnostiziert: "XRP befindet sich seit seinem Allzeithoch am 18. Juli 2025 in einem Bärenzyklus" [2]. Technisch gesehen bewege sich der Kurs in einem Abwärtskanal, der zusammen mit anderen hochkapitalisierten Kryptowährungen in den letzten 30 Tagen die 100-Wochen-Moving-Average als Unterstützung getestet habe [2].

Der Analyst prognostiziert einen weiteren Rückgang auf 1,45 US-Dollar, was einem zusätzlichen Abschwung von 23 Prozent entsprechen würde [2]. Allerdings gibt es auch optimistische Stimmen: Ripple-CEO Brad Garlinghouse zeigt sich bullish und hält ein neues Allzeithoch noch in diesem Jahr für realistisch [2]. Als Grund für den Bitcoin-Rückgang nennen Marktbeobachter makroökonomische Unsicherheiten [1].

Analyse & Einordnung

Die aktuellen Onchain-Daten liefern ein weitaus aussagekräftigeres Bild der Marktlage als der reine Kursverlauf. Wenn Investoren beginnen, systematisch mit Verlust zu verkaufen, deutet dies auf eine fundamentale Veränderung der Marktstimmung hin. Die von CryptoQuant identifizierten Parallelen zum Übergang 2021/2022 sind tatsächlich bemerkenswert: Auch damals sanken die Gewinnspitzen schrittweise, bevor die großen Abverkäufe folgten. Der Bitcoin-Preis notierte damals noch bei rund 47.000 US-Dollar, bevor er in den folgenden Monaten auf unter 16.000 US-Dollar abstürzte.

Allerdings sollte man historische Vergleiche mit Vorsicht interpretieren. Jeder Marktzyklus weist einzigartige Charakteristika auf. Die makroökonomische Situation heute unterscheidet sich erheblich von 2021/2022: Die institutionelle Adoption hat sich vertieft, Bitcoin-ETFs existieren, und die regulatorische Landschaft hat sich verändert. Dennoch bleibt die Tatsache bestehen, dass 69.000 BTC an realisierten Verlusten ein signifikantes Signal darstellen – es zeigt, dass die Schmerzgrenze vieler Investoren erreicht ist.

Bei XRP verkompliziert sich die Analyse durch projektspezifische Faktoren. Der Token reagiert traditionell sensibler auf regulatorische Entwicklungen und zeigt oft eine höhere Volatilität als Bitcoin. Ein Rückgang von 48 Prozent vom Allzeithoch ist zwar dramatisch, liegt aber im historischen Rahmen für Altcoins während Korrekturphasen. Die divergierenden Einschätzungen – pessimistische Chartanalysten versus optimistischer CEO – spiegeln die grundsätzliche Unsicherheit wider. Mittelfristig dürfte die Entwicklung von XRP stark davon abhängen, ob Bitcoin seine Unterstützungszonen halten kann. Ein weiterer Bitcoin-Abschwung würde XRP und andere Altcoins voraussichtlich überproportional belasten.

Die makroökonomischen Unsicherheiten, die als Grund für die Schwäche genannt werden, dürften vorerst bestehen bleiben. Solange keine Klarheit über Zinsentwicklung, geopolitische Risiken und regulatorische Rahmenbedingungen herrscht, wird der Markt anfällig für weitere Abwärtsbewegungen bleiben. Investoren sollten sich auf erhöhte Volatilität einstellen.

Fazit

• Die Onchain-Daten signalisieren eine fundamentale Verschlechterung der Marktstimmung: Erstmals seit Oktober 2023 verkaufen Bitcoin-Investoren wieder systematisch mit Verlust, was historisch oft Bärenmärkten vorausging

• Die von CryptoQuant identifizierten Parallelen zum Übergang 2021/2022 sind besorgniserregend, doch die heutige Marktstruktur mit institutioneller Beteiligung und ETFs unterscheidet sich fundamental von damals

• XRP hat bereits 48 Prozent vom Allzeithoch verloren und bewegt sich technisch in einem Abwärtskanal – weitere Schwäche bis 1,45 US-Dollar erscheint aus charttechnischer Sicht möglich

• Die Diskrepanz zwischen stabilem Bitcoin-Kurs (88.000 Dollar) und negativen Onchain-Signalen deutet darauf hin, dass der Markt ein fragiles Gleichgewicht aufweist, das bei zusätzlichem Verkaufsdruck kippen könnte

• Anleger sollten sich auf anhaltende Volatilität einstellen und ihre Risikomanagement-Strategien überprüfen – die kommenden Wochen werden zeigen, ob es sich um eine Korrektur oder den Beginn eines ausgedehnten Bärenmarktes handelt

KI-gestützter Inhalt

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.

Marktanalyse

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