Kryptomärkte unter Druck: Chinas Mining-Wiederaufstieg, schwache US-Arbeitsmarktdaten und Milliarden-Token-Freischaltungen im Dezember

Bitcoin- und Kryptomärkte navigieren durch eine komplexe Landschaft konkurrierender Kräfte – von Chinas unerwartetem Mining-Comeback über schwächelnde US-Beschäftigungsdaten bis hin zu Milliarden in geplanten Token-Freischaltungen, die Altcoin-Bewertungen gefährden.
Chinas Mining-Betriebe kehren trotz Verbot von 2021 zurück
Fast vier Jahre nach Chinas umfassendem Verbot von Kryptowährungs-Mining kehren Bitcoin-Mining-Betriebe in der zweitgrößten Wirtschaft der Welt unerwartet zurück. China macht nun etwa 14% des weltweiten Bitcoin-Mining aus und ist damit das drittgrößte Mining-Land nach den USA und Kasachstan [1]. Das Forschungsunternehmen CryptoQuant schätzt, dass die tatsächliche Zahl möglicherweise zwischen 15% und 20% der globalen Kapazität liegt [1].
Vor dem Durchgreifen im Jahr 2021 produzierten chinesische Miner etwa 65% der weltweiten Bitcoin-Rechenleistung [1]. Die Chinesische Volksbank erklärte alle Kryptowährungstransaktionen im September 2021 für illegal und begründete dies mit Bedenken hinsichtlich Finanzrisiken, Kapitalabflüssen und hohem Stromverbrauch.
Die Wiederauferstehung ist besonders in Provinzen wie Xinjiang und Sichuan zu beobachten, wo überschüssige Stromproduktion günstige Bedingungen für Mining-Betriebe geschaffen hat [1]. Verkaufsdaten des großen Mining-Equipment-Herstellers Canaan veranschaulichen den Trend: China machte 2022 nur 2,8% der Unternehmenseinnahmen aus, dieser Anteil sprang 2023 auf 30% und überstieg Medienberichten zufolge 50% im zweiten Quartal 2025 [1].
"Viele Binnenregionen Chinas produzieren mehr Strom, als sie effizient in Küstenstädte übertragen können", heißt es in der Analyse [1]. Diese gestrandete Energie, kombiniert mit überentwickelten Datenkapazitäten und steigenden Bitcoin-Preisen, hat ein optimales Umfeld für die Wiederaufnahme von Mining-Aktivitäten geschaffen.
US-Arbeitsmarkt unter Druck belastet Risikoanlagen
Während Chinas Mining-Sektor wieder Fahrt aufnimmt, sieht sich der Kryptomarkt Gegenwind durch schwache US-Beschäftigungsdaten ausgesetzt. Die Arbeitslosenquote ist aus dem Bereich von knapp über 3% in den Jahren 2022-2023 auf Mitte der 4% gestiegen, ihren höchsten Stand seit mehreren Jahren [2]. Die monatlichen Zuwächse bei den außerlandwirtschaftlichen Löhnen haben sich ebenfalls deutlich von den Niveaus nach der Pandemie verlangsamt.
Der Zustand des Arbeitsmarktes ist für Bitcoin und Kryptowährungen entscheidend, da Beschäftigungsdaten als Indikator für die Gesundheit der Verbraucher und das Rezessionsrisiko dienen [2]. Schwache Beschäftigungszahlen veranlassen Investoren typischerweise dazu, ihre Exposition gegenüber volatilen Vermögenswerten zu reduzieren, was einen "Wachstumskanal" schafft, der Kryptopreise belastet.
Historische Handelsmuster zeigen Bitcoins Empfindlichkeit gegenüber Arbeitsmarktberichten. Eine Studie ergab, dass Bitcoin bei Lohnzahlen, die Prognosen übertreffen, durchschnittlich +0,7% bewegt und bei Verfehlungen -0,7% [2], was zeigt, wie Händler ihre hochvolatile Exposure basierend auf Überraschungen beim Arbeitsmarkt anpassen.
Die Beziehung ist jedoch differenziert. Schwache Arbeitsmarktdaten können auch zu Zinsschritten der Zentralbank führen, die Realrenditen senken und die globale Liquidität ausweiten könnten – Faktoren, die Kryptowährungsbewertungen historisch unterstützt haben [2].
Dezember-Token-Freischaltungen gefährden Altcoin-Stabilität
Zusätzlich zu den Marktbelastungen bringt der Dezember etwa 3,7 Milliarden US-Dollar an geplanten Token-Freischaltungen über große Kryptowährungsprojekte mit sich [3]. Während dies das niedrigste monatliche Freischaltungsvolumen der letzten sechs Monate darstellt, sehen sich mehrere hochkarätige Projekte erheblichem Druck ausgesetzt.
EigenCloud (ehemals EigenLayer) führt den Monat mit 10,79% des zirkulierenden Angebots an – etwa 22 Millionen US-Dollar – das für Investoren und frühe Mitwirkende freigegeben wird [3]. Der Zeitpunkt ist besonders schwierig, da das Ethereum-Restaking-Projekt kürzlich ein neues Allzeittief erreichte.
Ethena (ENA) sieht sich wiederkehrenden wöchentlichen Freischaltungen von insgesamt etwa 212 Millionen Token monatlich bis April 2028 gegenüber, bewertet auf rund 70 Millionen US-Dollar [3]. Das Synthetic-Dollar-Protokoll hat in den letzten dreißig Tagen bereits 33% verloren.
Hyperliquid (HYPE), von vielen als herausragendes Projekt im aktuellen Bullenmarkt angesehen, sieht seine zweite große Freischaltung am 29. Dezember. Während die dezentralisierte Börse ihre erste Freischaltung Ende November gut bewältigt hat, bleibt die kontinuierliche Token-Inflation ein Hauptanliegen für Investoren [3].
Andere Projekte unter Druck sind Starknet (STRK) mit 5% Freischaltung des Angebots, Linea (LINEA) mit 6,76% und Plasma (XPL), das mit monatlichen Freischaltungen von 20 Millionen US-Dollar konfrontiert ist, obwohl es über 80% unter seinem Allzeithoch handelt [3].
Sich verändernde politische Landschaft
Trotz unmittelbarer Marktbelastungen scheint sich Chinas Haltung gegenüber digitalen Vermögenswerten von völliger Ablehnung zu selektiver Akzeptanz zu entwickeln. Hongkongs Lizenzierungsrahmen für Stablecoins trat im August 2025 in Kraft, während Festlandbehörden Yuan-gestützte Stablecoins erforschen und die schnell voranschreitende digitale Währung der chinesischen Zentralbank (e-CNY) entwickeln [1].
Diese Entwicklungen deuten darauf hin, dass sich Chinas Ansatz "von umfassenden Verboten hin zu kontrolliertem Experimentieren" verschiebt und möglicherweise digitale Vermögenswerte zulässt, die finanzielle Stabilität und nationale Wirtschaftsziele unterstützen [1].
Quellen
KI-gestützter Inhalt
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