Krypto-Regulierung im Wandel: Deutschland schließt Bitcoin aus Altersvorsorge aus, Japan verschärft Auflagen für Börsen

Krypto-Regulierung im Wandel: Deutschland schließt Bitcoin aus Altersvorsorge aus, Japan verschärft Auflagen für Börsen

Während Deutschland Bitcoin vom neuen Altersvorsorgedepot ausschließt, plant Japan strenge Reservevorschriften für Kryptobörsen. Beide Ansätze zeigen unterschiedliche Wege im Umgang mit digitalen Assets.

Deutschland setzt auf kontrollierte Anlagefreiheit

Das neue Altersvorsorgedepot in Deutschland markiert einen Wendepunkt in der privaten Altersvorsorge – jedoch mit klaren Grenzen für Kryptowährungen. Der Referentenentwurf zur Reform der privaten Altersvorsorge liegt vor und soll kommende Woche im Kabinett beschlossen werden [1]. Nach zwei Jahrzehnten renditeschwacher Riester-Produkte sollen Bürger künftig selbstbestimmter fürs Alter vorsorgen können.

Allerdings bleiben Bitcoin und andere Kryptowährungen explizit ausgeschlossen. Das neue Depot erlaubt ausschließlich Anlagen bis zur Risikoklasse fünf – dazu gehören ETFs, Fonds und Anleihen, nicht jedoch digitale Assets [1]. Die Begründung: Bitcoin sei zu risikoreich für die Altersvorsorge.

Unterschiedliche Philosophien: USA versus Deutschland

Der Kontrast zu anderen Märkten könnte kaum größer sein. In den USA können Sparer selbst entscheiden, ob Aktien, ETFs, Gold oder Bitcoin Teil ihrer Altersvorsorge sein sollen [1]. Dort gibt der Staat lediglich den regulatorischen Rahmen vor, während die Bürger die konkrete Asset-Allokation bestimmen.

Deutschland hingegen setzt auf ein "kuratiertes Sortiment", wie Kritiker bemängeln [1]. Trotz der besseren Wertentwicklung von Bitcoin in den vergangenen fünfzehn Jahren bleibt die "Innovationsklasse" ausgeschlossen. Das Altersvorsorgedepot wird damit als Schritt in die richtige Richtung bewertet, echte Selbstbestimmung sehe jedoch anders aus [1].

Japan verschärft Regulierung nach historischen Verlusten

Japan verfolgt derweil einen anderen Ansatz: Das Land plant die Einführung strenger Reservevorschriften für Kryptobörsen. Die Financial Services Agency (FSA) will neue Regeln einführen, die Börsen verpflichten, spezielle "Haftungsreserven" zu halten, um Kunden bei Verlusten durch Hacks oder unbefugte Transfers zu schützen [2].

Der Hintergrund: Japan hat eine lange Geschichte schwerwiegender Sicherheitsvorfälle im Krypto-Sektor. Der Mt. Gox-Hack von 2014, bei dem über 740.000 Bitcoin gestohlen wurden, führte zur Insolvenz der Börse – das Rückzahlungsverfahren läuft bis heute [2]. Im Mai 2024 verlor die japanische Börse DMM Bitcoin 4.502,9 BTC durch einen Diebstahl [2].

Details der geplanten japanischen Regulierung

Die neuen Vorschriften werden laut einem Bericht in The Nikkei alle registrierten Kryptobörsen verpflichten, Haftungsreserven zu halten [2]. Diese Reserven müssen verwendet werden, um Kunden bei unbefugten Transfers zu entschädigen – selbst bei Vermögenswerten in Cold Wallets.

Die FSA plant, die Höhe der Reserven an Standards anzulehnen, die bereits für Wertpapierfirmen in Japan gelten. Traditionelle Wertpapierfirmen müssen je nach Größe, Risikoprofil und Aktivitätsniveau Reserven zwischen 2 und 40 Milliarden Yen halten [2].

Um kleinere Betreiber nicht übermäßig zu belasten, erwägt die FSA, Börsen zu erlauben, einen Teil der Anforderungen durch genehmigte Versicherungspolicen zu erfüllen [2]. Details wie akzeptable Policentypen und Mindestdeckungssummen werden noch diskutiert.

Weitreichende Folgen für die Branche

Die Änderungen werden erhebliche Auswirkungen haben: Börsen müssen mit höheren Betriebskosten rechnen, kleinere Anbieter könnten Schwierigkeiten haben, die Anforderungen zu erfüllen, was zu einer Konsolidierung der Branche führen könnte [2].

Für Kunden bedeuten die Reserven hingegen besseren Schutz vor Verlusten und schnellere Entschädigung im Schadensfall [2]. Japans Ansatz könnte zudem als Vorbild für andere Länder dienen und weltweit zu professionelleren Custody- und Risikomanagement-Praktiken führen.

Viele Details bleiben allerdings offen, darunter die genaue Berechnungsmethode der Reservehöhe und die Umsetzungsfristen für bestehende Börsen [2]. Die endgültigen Regelungen werden vom Financial System Council-Bericht und der Gesetzgebung 2026 abhängen.

KI-gestützter Inhalt

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.

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