Krypto-Regulierung im Wandel: Erste MiCA-Lizenzen vergeben und US-Aufseherin wechselt zu MoonPay

Krypto-Regulierung im Wandel: Erste MiCA-Lizenzen vergeben und US-Aufseherin wechselt zu MoonPay

Die Hauck Aufhäuser Digital Custody erhält als einer der ersten Anbieter eine europaweite MiCA-Lizenz für Krypto-Dienstleistungen. Gleichzeitig wirft der Wechsel der CFTC-Interimschefin Caroline Pham zu MoonPay Fragen zu Interessenkonflikten auf.

Erste MiCA-Lizenz für deutsche Kryptoverwahrung

Die Hauck Aufhäuser Digital Custody GmbH (HADC), eine Tochtergesellschaft der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank, hat von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Zulassung nach der europäischen Markets in Crypto-Assets Regulation (MiCA) erhalten [1]. Die Lizenz wurde mit Wirkung zum Ende November 2025 erteilt und ergänzt die bereits bestehende Erlaubnis für das qualifizierte Kryptoverwahrgeschäft in Deutschland [1].

Die Zulassung umfasst die Verwahrung und Verwaltung von Kryptowerten sowie Transferdienstleistungen für Kryptowerte, darunter die Durchführung von Transaktionen im Auftrag von Kunden [1]. Über das sogenannte Passporting-Verfahren kann HADC diese Dienstleistungen künftig auch in anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union anbieten [1].

Fokus auf institutionelle Kunden

Hauck Aufhäuser Digital Custody zählt zu den ersten Anbietern mit einer deutschen Kryptoverwahrlizenz und ist auf institutionelle Kunden wie Banken und Finanzinstitute spezialisiert [1]. Dieser Fokus soll auch unter dem neuen europäischen Regulierungsrahmen beibehalten werden [1]. Seit dem Jahr 2025 gehört die Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank zur ABN AMRO-Gruppe, unter deren Dach das Digital-Asset-Geschäft weiter ausgebaut werden soll [1].

Yorick Naeff, Head of Innovation bei ABN AMRO, erklärt, die europaweite MiCA-Lizenz bilde eine Grundlage für den Ausbau regulierter Angebote im Bereich digitaler Vermögenswerte [1]. Geschäftsführer Heinz-Dieter Kindlein betonte den konstruktiven Austausch mit der BaFin im Zulassungsverfahren [1]. Die MiCA-Verordnung ist seit dem 30. Dezember 2024 in Kraft und schafft erstmals einen einheitlichen Rechtsrahmen für Kryptowerte-Dienstleistungen in der Europäischen Union [1].

Caroline Pham wechselt von der CFTC zu MoonPay

Parallel zu diesen Entwicklungen in Europa sorgt ein Personalwechsel in den USA für Aufsehen. Caroline Pham, amtierende Vorsitzende der US-Rohstoffaufsicht CFTC, wechselt in die Krypto-Industrie [2]. Pham wird künftig als Chief Legal and Administrative Officer beim Krypto-Zahlungsdienstleister MoonPay tätig sein [2]. In dieser Funktion soll sie die globalen Rechts- und Verwaltungsangelegenheiten verantworten und die regulatorische sowie politische Strategie des Unternehmens in Washington leiten [2].

Der Wechsel erfolgt zeitlich parallel zur anstehenden Bestätigung ihres designierten Nachfolgers Mike Selig durch den US-Senat [2]. Pham war knapp vier Jahre Mitglied der CFTC und fungierte im letzten Jahr als Interimschefin, zeitweise als einzige Kommissarin der Behörde [2]. Pham wurde einstimmig zur amtierenden Vorsitzenden der CFTC zu Beginn dieses Jahres gewählt, nachdem sie 2022 als Kommissarin bei der Aufsichtsbehörde vereidigt worden war [3].

Reforminitiativen im Bereich digitaler Vermögenswerte

In ihrer Amtszeit trieb Pham mehrere Reforminitiativen im Bereich digitaler Vermögenswerte voran, darunter Pilotprogramme zur Nutzung von Bitcoin, Ether und dem Stablecoin USDC als Sicherheiten im Derivatehandel sowie Vorstöße zur Einbindung von Krypto-Spotprodukten in regulierte Märkte [2]. In ihren ersten 100 Tagen als amtierende Vorsitzende führte sie eine Modernisierungsagenda ein, die unter anderem Perpetual-Style-Futures und den 24/7-Handel sowie die zwölfmonatige Crypto Sprint-Initiative der CFTC umfasste [3].

Anfang dieses Monats kündigte Pham an, dass Krypto-Spotprodukte zum ersten Mal auf US-bundesstaatlich regulierten Märkten über bei der CFTC registrierte Terminbörsen gehandelt werden können [3].

Fragen zu Interessenkonflikten

MoonPay-CEO Ivan Soto-Wright bezeichnete Pham als „eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der US-Finanzregulierung" [2]. Der unmittelbare Übergang von einer führenden Regulierungsposition in ein Unternehmen der Krypto-Branche wirft jedoch Fragen zu möglichen Interessenkonflikten auf, insbesondere im Hinblick auf regulatorische Initiativen, die Pham während ihrer Amtszeit vorangetrieben hat und von denen Marktteilnehmer wie MoonPay profitieren könnten [2]. Solche sogenannten „Drehtür"-Wechsel sind in den USA rechtlich zulässig, stehen jedoch regelmäßig im Fokus politischer und ethischer Debatten [2].

KI-gestützter Inhalt

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.

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