Krypto-Sicherheit unter Beschuss: Hunderte Wallets gehackt und physische Übergriffe auf Rekordhoch

Während Hunderte Krypto-Wallets systematisch geleert werden, erreichen physische Angriffe auf Krypto-Anleger einen neuen Höchststand. Experten warnen vor wachsenden digitalen und realen Sicherheitsbedrohungen.
Massenhafter Wallet-Angriff läuft aktuell
Ein großangelegter Cyberangriff auf Krypto-Wallets ist derzeit im Gange. Onchain-Analyst ZachXBT berichtete über seinen Telegram-Kanal, dass Hunderte Wallets auf verschiedenen EVM-kompatiblen Blockchains systematisch geleert werden [1].
Der Angreifer konzentriert sich auf eine Vielzahl einzelner Wallets, wobei pro betroffener Adresse überwiegend Beträge unter 2.000 US-Dollar entwendet werden [1]. Trotz der vergleichsweise geringen Einzelschäden summiert sich der Gesamtschaden durch die hohe Anzahl der Angriffe kontinuierlich. Nach aktuellen Erkenntnissen beläuft sich der bisherige Schaden auf etwa 107.000 US-Dollar, wobei ZachXBT darauf hinwies, dass weitere Abflüsse nicht ausgeschlossen werden können [1].
Weder die Identität des Angreifers noch der genaue Angriffsvektor sind zum jetzigen Zeitpunkt bekannt. Auch der technische Einstiegspunkt konnte bisher nicht identifiziert werden. ZachXBT verwies lediglich auf eine verdächtige Adresse, die mit den Abflüssen in Verbindung stehen soll [1].
Trust Wallet-Vorfall und Schadensbilanz Dezember
Der aktuelle Angriff reiht sich in eine Serie von Sicherheitsvorfällen im Dezember ein. Das Blockchain-Sicherheitsunternehmen PeckShield verzeichnete allein in diesem Monat rund 26 größere Krypto-Angriffe mit einem Gesamtschaden von etwa 76 Millionen US-Dollar [1]. Dies entspricht einem Rückgang um rund sechzig Prozent im Vergleich zum November, in dem Verluste von 194,27 Millionen US-Dollar registriert wurden [1].
Zu den prominenten Vorfällen gehörte ein Angriff auf Trust Wallet während der Weihnachtsfeiertage. Dabei wurde eine bestimmte Version der Browser-Erweiterung ausgenutzt, was zu Schäden in Höhe von rund sieben Millionen US-Dollar führte. Trust Wallet hat nach eigenen Angaben inzwischen mit der Entschädigung betroffener Nutzer begonnen [1].
Physische Gewalt gegen Krypto-Anleger erreicht Rekordhoch
Parallel zu den digitalen Bedrohungen hat die physische Gewalt gegen Krypto-Anleger im Jahr 2025 einen alarmierenden Höchststand erreicht. Nach Angaben von TRM Labs wurden weltweit rund sechzig sogenannte "$5 wrench attacks" registriert, bei denen Täter durch körperliche Gewalt oder Drohungen Zugriff auf Wallets oder Private Keys erzwingen [2].
Ari Redbord, Global Head of Policy bei TRM Labs, geht von einer deutlich höheren Dunkelziffer aus, da viele Vorfälle nicht offiziell als Krypto-Verbrechen erfasst oder gar nicht angezeigt werden [2]. Eine Auswertung des Bitcoin-Entwicklers und Sicherheitsexperten Jameson Lopp kommt sogar auf insgesamt 71 bekannte Fälle im Jahr 2025, verglichen mit rund 40 dokumentierten Angriffen im Jahr 2024 [2].
Frankreich besonders betroffen
Besonders stark betroffen ist Frankreich, das laut Innenminister Bruno Retailleau rund ein Drittel der bekannten Fälle verzeichnete [2]. Zu den bekanntesten Vorfällen zählt die Entführung des Ledger-Mitgründers David Balland und seiner Ehefrau im Januar [2].
Sicherheitsexperten führen den Anstieg unter anderem auf mangelnden Datenschutz, öffentliche Zurschaustellung von Vermögen sowie umfangreiche Datenlecks bei Krypto-Unternehmen zurück, bei denen sensible Kundendaten kompromittiert wurden [2]. Die Angriffe stellen laut Experten nicht nur ein finanzielles Risiko dar, sondern gefährden direkt Leib und Leben der Betroffenen. Dies rückt physische Sicherheitsmaßnahmen stärker in den Fokus der Krypto-Branche [2].
Quellen
- [1]btc-echo.de
- [2]btc-echo.de
KI-gestützter Inhalt
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