Währungskollaps im Iran und Edelmetall-Korrektur: Bitcoin als Wertspeicher im Fokus

Währungskollaps im Iran und Edelmetall-Korrektur: Bitcoin als Wertspeicher im Fokus

Während der iranische Rial auf historische Tiefstände fällt und Massenproteste auslöst, korrigieren Gold und Silber zweistellig. Analysten diskutieren über eine mögliche Rotation von Anlegern in den Krypto-Markt.

Dramatischer Währungskollaps im Iran

Der iranische Rial hat am Montag ein Rekordtief gegenüber dem US-Dollar erreicht und liegt nun bei etwa 1,4 Millionen Rial pro Dollar [2]. Die Währung hat seit dem zweiwöchigen Krieg mit Israel im Juni über 40 Prozent an Kaufkraft verloren [2]. In der Hauptstadt Teheran kam es daraufhin zu Massenprotesten, bei denen die Bevölkerung die Fiskalpolitik der Zentralbank für den Wertverlust ihrer Lebensersparnisse verantwortlich macht [2].

Zum Vergleich: Der offizielle Wechselkurs lag in den frühen 1980er Jahren bei 70 Rial pro Dollar [2], wie Alex Gladstein, Chief Strategy Officer der Bitcoin-fokussierten Human Rights Foundation, anmerkte. Inmitten der Proteste trat der Gouverneur der iranischen Zentralbank, Mohammad Reza Farzin, zurück, was weitere Unsicherheit über die Zukunft des Landes schafft [2].

Bitcoin als Schutz vor Währungskrisen

Hunter Horsley, CEO von Bitwise, sieht in der iranischen Währungskrise einen Grund, warum Bitcoin benötigt wird. "Wirtschaftliches Missmanagement – Die Geschichte der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Bitcoin ist ein neuer Weg für die Menschen, sich selbst zu schützen", schrieb Horsley in einem Beitrag auf X [2].

Allerdings stehen Iraner vor erheblichen Hürden beim Zugang zu Bitcoin. Während der Handel mit Kryptowährungen im Iran erlaubt ist, sind die Regeln für die Selbstverwahrung von Krypto weniger klar, und Bitcoin-Mining ist stark reguliert [2]. Matthew Sigel, Head of Research bei VanEck, wies darauf hin, dass die Regierung die Bevölkerung aktiv vom Bitcoin-Mining abhält: "Der Iran ging kürzlich hart gegen nicht registriertes Bitcoin-Mining vor und bot Bürgern sogar Geldprämien an, um ihre Nachbarn zu melden, gerade als die Nachfrage nach Wertspeichern in die Höhe schoss" [2].

Krise im iranischen Bankensektor

Die Wirtschaftskrise wird durch umfassende Sanktionen verschärft, die der Theokratie wegen ihres Atomprogramms und der Unterstützung terroristischer Gruppen in der Region auferlegt wurden. Diese führten zum Verlust des Zugangs zu internationalen Finanznetzwerken und zum US-Dollar und schwächten den lokalen Bankensektor [2].

Im Oktober ging die staatliche iranische Bank Melli in Konkurs und brachte die Vermögenswerte von mehr als 42 Millionen Iranern in Gefahr [2]. Im Februar warnte die iranische Zentralbank, dass acht weitere lokale Banken das Risiko einer Auflösung tragen, falls sie keine Reformen umsetzen [2].

Korrektur bei Edelmetallen eröffnet Chancen

Parallel zur Währungskrise im Iran korrigierte der Goldpreis am Montag um über 4 Prozent, während Palladium und Silber sogar zweistellig fielen [1]. Die Edelmetalle hatten zuletzt die gesamte Aufmerksamkeit der Finanzmärkte auf sich gezogen [1].

Marktbeobachter sehen in dieser Entwicklung eine mögliche Rotation von Anlegern. Bullen argumentieren, dass Investoren nach dem jüngsten Blow-Off Top bei Edelmetallen nun in den Krypto-Markt rotieren könnten [1].

Bitcoin unter Verkaufsdruck

Am Dienstagmorgen notierte Bitcoin bei rund 87.300 US-Dollar, fast drei Prozent tiefer als 24 Stunden zuvor [1]. Auch Ethereum, XRP und Solana verzeichneten ähnliche Verluste [1]. Analyst TXMC beschreibt das richtungslose Schwanken von Bitcoin als "das natürliche Ergebnis eines dünnen Marktes mit geringer Liquidität und Reibung" [1]. Das Gesamtvolumen aller Bitcoin-Symbole sei das niedrigste seit den Anfängen der ETFs im ersten Quartal 2024, als der Kurs bei 50.000 bis 60.000 US-Dollar lag [1].

Ein Teil des Verkaufsdrucks kommt weiterhin aus den USA. Das Coinbase Bitcoin Premium, das die Preisdifferenz zwischen Bitcoin auf Coinbase und dem globalen Marktdurchschnitt misst, ist weiterhin negativ [1].

KI-gestützter Inhalt

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.

Makroökonomie

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