Unterschiedliche Wege: Twenty One Capitals holpriger Börsenstart im Kontrast zu Saylors Vision für Bitcoin-Banking

Die Aktien von Twenty One Capital brachen am ersten Handelstag um fast 20% ein, was auf Vorsicht der Anleger gegenüber Bitcoin-gedeckten Aktien hindeutet, während Michael Saylor einen ehrgeizigeren Rahmen vorschlägt: nationale Bitcoin-Banken, die in regulierte Finanzsysteme integriert sind.
Twenty One Capitals schwieriger NYSE-Börsengang
Der mit Spannung erwartete Börsengang von Twenty One Capital an der New York Stock Exchange lieferte eine ernüchternde Realitätsprüfung für Bitcoin-gedeckte Anlageprodukte. Die unter dem Tickersymbol XXI gehandelten Aktien des Unternehmens fielen am 9. Dezember 2025 um fast 20%, obwohl das Unternehmen über 43.500 BTC im Wert von etwa 3,9 bis 4,0 Milliarden US-Dollar hält [1].
Das institutionell unterstützte Bitcoin-native Unternehmen ging durch eine SPAC-Fusion mit Cantor Equity Partners an die Börse, mit Unterstützung hochkarätiger Institutionen wie Cantor Fitzgerald, Tether, Bitfinex und SoftBank [1]. Als die SPAC-Aktien jedoch in XXI umgewandelt wurden, eröffnete die Aktie bei 10,74 US-Dollar, unter dem vorherigen Schlusskurs von 14,27 US-Dollar, und schloss schließlich bei 11,96 US-Dollar – ein Rückgang von etwa 19,97% [1].
Handel zum Vermögenswert, nicht mit Aufschlag
Der aussagekräftigste Indikator für die Marktstimmung war, dass XXI nahe seinem Nettovermögenswert gehandelt wurde, wobei praktisch kein Aufschlag für die Geschäftsstrategie oder Managementfähigkeiten zugewiesen wurde [1]. Historisch gesehen haben Bitcoin-Treasury-Unternehmen während bullischer Marktzyklen hohe Aufschläge auf den Nettovermögenswert (mNAV) erzielt, was das Vertrauen der Anleger in die Fähigkeit des Managements widerspiegelt, über die zugrunde liegenden Bestände hinaus Wert zu schaffen [1].
Twenty One Capitals Börsengang fand unter herausfordernden Marktbedingungen statt. Bitcoin war von seinem Oktober-Höchststand um mehr als 28% gefallen, was ein risikoaverses Umfeld schuf [1]. Darüber hinaus hatte sich die Begeisterung für SPAC-getriebene Börsengänge bis Ende 2025 erheblich abgekühlt, wobei eine Erfolgsbilanz unterdurchschnittlicher Performance nach Fusionen zur Skepsis der Anleger beitrug [1].
Nachfrage nach Geschäftsmodellen jenseits von Bitcoin-Beständen
Die verhaltene Reaktion könnte eine Entwicklung der Anlegererwartungen signalisieren. Laut Reuters deuten Analysten darauf hin, dass es für DATs "schwieriger wird, Kapital zu beschaffen" und dass Unternehmen "materielle Differenzierung zeigen müssen", um ihre Handelsmultiplikatoren zu rechtfertigen [1].
Twenty One Capital ging ohne einen detaillierten, öffentlich verfügbaren Geschäftsplan oder bestätigten Zeitplan für die Umsatzgenerierung an die Börse [1]. Die Reaktion des Marktes deutet darauf hin, dass Anleger nun möglicherweise Unternehmen priorisieren, die nachhaltige Geschäftsmodelle und vorhersehbare Cashflows demonstrieren, anstatt sich primär auf große Bitcoin-Bestände zu verlassen [1].
Saylors Vision: Bitcoin-gedeckte Nationalbanken
In starkem Kontrast zur vorsichtigen Aufnahme von Twenty One präsentierte Michael Saylor, Executive Chair von Strategy, auf der Bitcoin-MENA-Konferenz in Abu Dhabi einen ehrgeizigen Rahmen. Saylor schlug vor, dass nationale Regierungen regulierte digitale Bankplattformen entwickeln sollten, die durch Bitcoin-Reserven und tokenisierte Kreditinstrumente gedeckt sind [2].
Saylors Vision umfasst lizenzierte Nationalbanken, die digitale Konten mit einer 80%-Allokation in tokenisierten Krediten, 20% in Fiat-Reserven und einem zusätzlichen 10%-Reservepuffer für Liquidität und Stabilität anbieten [2]. Für die Krypto-Komponente empfiehlt er ein Überbesicherungsverhältnis von 5:1, was bedeutet, dass die Besicherung die zugrunde liegenden Kreditverpflichtungen bei weitem übersteigen würde [2].
Strategy erweitert weiterhin seine Bitcoin-Position und kaufte kürzlich 10.624 Bitcoin im Wert von etwa 962,7 Millionen US-Dollar, womit die Gesamtbestände auf 660.624 BTC steigen [2]. Die STRC-Vorzugsaktie des Unternehmens, die 2025 als Bitcoin-gebundenes Instrument mit Merkmalen ähnlich Geldmarktinstrumenten eingeführt wurde, hat eine Marktkapitalisierung von rund 2,9 Milliarden US-Dollar erreicht [2].
Umgang mit Niedrigzinsumgebungen
Saylor argumentiert, dass anhaltend niedrige Einlagenzinsen in Regionen wie Japan, Teilen Europas und der Schweiz Chancen für alternative Modelle schaffen [2]. Er prognostiziert, dass eine Nation, die diesen Rahmen umsetzt, zwischen 20 und 50 Billionen US-Dollar an Kapital anziehen könnte und sich als digitales Banking-Zentrum positionieren würde [2].
Es bleiben jedoch erhebliche Bedenken. Die Volatilität von Bitcoin besteht fort – am 12. Dezember 2025 wurde Bitcoin bei etwa 90.000 US-Dollar gehandelt, rund 29% unter seinem Allzeithoch von Oktober 2025 von etwa 126.080 US-Dollar, was jedoch immer noch einen Gewinn von etwa 360% im Vergleich zum 15. Dezember 2020 darstellt [2].
Der ehemalige Salomon-Brothers-Trader Josh Mandell hat Bedenken hinsichtlich des Liquiditätsrisikos bei STRC-ähnlichen Instrumenten in Szenarien schneller Abhebungen geäußert [2]. Die Implementierung Bitcoin-gedeckter nationaler Banksysteme würde klare rechtliche Definitionen, wirksame Aufsicht, robuste Risikomanagement-Rahmenwerke und Angleichung an internationale Bankenstandards erfordern [2].
Die unterschiedlichen Wege von Twenty One Capitals schwierigem Börsengang und Saylors expansiven Vorschlägen verdeutlichen die aktuelle Spannung bei Bitcoin-gedeckten Anlageprodukten: zwischen der Nachfrage der Anleger nach bewährten Geschäftsmodellen und visionären Rahmenwerken, die weitgehend theoretisch bleiben.
Quellen
KI-gestützter Inhalt
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