Geteilte Prognosen am Kryptomarkt: Während Draper auf 250.000 Dollar wettet, warnen Daten vor Seitwärtstrend

Prominente Investoren zeigen sich uneins über die weitere Entwicklung des Kryptomarktes. Während Tim Draper Bitcoin bei 250.000 Dollar sieht, mahnen On-Chain-Daten und Hedgefonds-Legende Ray Dalio zur Vorsicht.
Draper hält an bullisher 250.000-Dollar-Prognose fest
Star-Investor Tim Draper erneuert seine optimistische Bitcoin-Prognose und sieht die Kryptowährung im Jahr 2026 die Marke von 250.000 US-Dollar durchbrechen. Der US-Amerikaner spricht von einem "Bonanza-Jahr", das durch technologische Fortschritte und Börsengänge getrieben werden soll [2]. Allerdings ist dies nicht das erste Mal, dass Draper dieses Kursziel ausruft – bereits für 2022 und später für 2023 hatte er ähnliche Höhenflüge vorhergesagt [2].
On-Chain-Daten zeichnen nüchterneres Bild
Die Marktrealit ät präsentiert sich deutlich verhaltener als Drapers Vision. Daten von CryptoQuant zeigen eine spürbare Abkühlung, wobei CEO Ki Young Ju konstatiert, dass die Kapitalzuflüsse in Bitcoin weitgehend versiegt sind [2]. Stattdessen rotieren Investoren ihr Kapital in Aktien und Gold. Obwohl institutionelle Langzeithalter den Verkaufsdruck abfedern, sorgen sie aufgrund fehlender neuer Liquidität nicht für eine Rallye [2].
Auch technische Indikatoren mahnen zur Vorsicht: Das MVRV-Verhältnis (Market Value to Realized Value) sinkt trotz hoher Kurse, was darauf hindeutet, dass die unrealisierten Gewinne im Netzwerk langsamer wachsen und Anleger die aktuelle Stärke eher zur Distribution nutzen [2]. Ein massiver Crash um 50 Prozent scheint laut Ki Young Ju zwar unwahrscheinlich, da Akteure wie MicroStrategy ihre Bestände von über 673.000 BTC nicht auf den Markt werfen werden [2]. Dennoch müssen sich Anleger auf eine zähe Seitwärtsphase einstellen, bis makroökonomische Impulse den Markt wiederbeleben [2].
Ray Dalio: Gold schlägt US-Aktien deutlich
Eine fundamental andere Perspektive liefert Ray Dalio, Gründer des Hedgefonds Bridgewater Associates. In einem Blogbeitrag zum Jahreswechsel betont er, dass die größten Renditen vom Wertverlust des Geldes – insbesondere des US-Dollars – sowie von der Underperformance der US-Aktien gegenüber Gold und ausländischen Märkten kamen [1].
Dalios Fazit fällt eindeutig aus: "Die beste Investition des Jahres war Long-Gold (65 Prozent Rendite in US-Dollar), das den S&P 500 um 47 Prozent übertraf" [1]. Anders formuliert: "Der S&P fiel um 28 Prozent, in Gold gerechnet" [1]. Auch Anleihen schnitten schlecht ab – 10-jährige US-Staatsanleihen erzielten zwar neun Prozent in US-Dollar, verloren aber 34 Prozent in Gold [1].
Für Dalio ist dies ein klares Signal: "Schuldtitel sehen unattraktiv aus – besonders am langen Ende der Kurve" [1]. Zur künftigen Entwicklung bleibt er nüchtern: "Die Bewertungen sind hoch, die Risikoprämien niedrig – das spricht für geringe künftige Erträge" [1]. Sein Ratschlag: "Du solltest immer in die risikoärmste Währung investiert sein – und davon ausgehend taktisch agieren" [1].
XRP als "hottest Trade" im Fokus der Wall Street
Abseits von Bitcoin rückt XRP zunehmend ins Rampenlicht. Der US-Finanzsender CNBC bezeichnete XRP jüngst als "hottest crypto trade of the year", dessen Performance seit Jahresbeginn sowohl Bitcoin als auch Ethereum übertrifft [3]. Die Gründe liegen primär in der ETF-Dynamik: Anders als bei Bitcoin zeigten sich XRP-ETFs bereits im vierten Quartal 2025 als stabiler Anker [3].
Unterstützung erhält die These durch eine Partnerschaft zwischen Amazon Web Services (AWS) und Ripple, die angeblich den Einsatz von Amazon Bedrock zur Analyse des XRP Ledgers untersuchen [3]. Interne Tests zeigen, dass KI-Agenten die Fehlersuche von mehreren Tagen auf zwei bis drei Minuten verkürzen können [3].
Allerdings gibt es auch Warnsignale: Erstmals seit ihrer Zulassung verzeichneten die XRP-Spot-ETFs Nettoabflüsse, und auf Tagessicht verzeichnete XRP ein Minus von mehr als 7 Prozent [3].
Quellen
- [1]btc-echo.de
- [2]btc-echo.de
- [3]btc-echo.de
KI-gestützter Inhalt
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Fakten stammen aus verifizierten Nachrichtenquellen.